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Handwerklich betrachtet stehen die genannten Filmen denen, die sie parodieren wollen, in nichts nach. Mehr noch: Ein Film wie Mel Brooks' Dracula scheitert im Endeffekt daran, atmosphärisch und handwerklich seine Vorbilder zu übertreffen, weshalb der Witz auf der Strecke bleibt.
Ein kleines Meisterwerk im Reigen der Brooks'schen Filme ist ohne Zweifel Spaceballs. Der 1987 entstandene Spielfilm ist eine witzige, liebevoll gestaltete Parodie auf den Sciencefiction-Film und Krieg der Sterne im Besonderen. Die Geschichte ist relativ simpel erzählt: Die bösen Bewohner des Planeten "Spaceball" haben ihre Atemluft verpestet und planen nun ihrem friedliebenden Nachbarplaneten Druida sämtlichen Sauerstoff zu entziehen. Unfreiwillig kommt ihnen dabei deren Prinzessin Vespa (Daphne Zuniga) zu Hilfe. Diese soll mit einem Prinzen, den sie nicht liebt, verheiratet werden. Vespa flieht -- und Lord Helmchen (Rick Moranis), der böse Anführer der "Spaceball"-Flotte, will sie daraufhin entführen, um ihren Vater, den Herrscher Druidas, zu erpressen. Helmchens hinterlistiger Plan wird jedoch von den liebenswürdigen Halunken Lone Star (Bill Pullman) und Möter -- halb Mensch, halb Köter (John Candy) -- vereitelt.
Mag sich Brooks noch so eng an Krieg der Sterne orientieren, auch Klassiker wie Planet der Affen, Alien und natürlich Star Trek bleiben nicht verschont. Liebevoll bis ins kleinste Detail ausgestattet, braucht sich der Film vor seinen Vorbildern nicht verstecken (lediglich einige wenige Raumschiff-Blue-Screen-Effekte fallen etwas enttäuschend aus, wobei die Raumschiff-Modelle grandios sind).
Natürlich ist Mel Brooks' Humor nicht jedermanns Sache. Darauf sei vorsichtshalber hingewiesen. Ein feiner Humorist ist der gebürtige New Yorker schließlich nie gewesen. Wer es jedoch etwas deftiger mag und vor Schenkelklopfern nicht zurückschreckt, wird an Spaceballs ohne Zweifel seinen Spaß haben. --Christian Lukas
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Die Wüste durchkämmen
In der „Mutter aller Sci-Fi-Parodien" der Achtziger finden sich viele Witze - im Durchschnitt, wenn man den Fanwebseiten glaubt - alle sechs Sekunden einer. Wer sich die wirklichen Pralinen nicht entgehen will, dem sei empfohlen, um sich einige der witzigsten Szenen nicht entgehen zu lassen, den Film in englischer Sprache zu geniessen: Beispielsweise als Dark Helmet sagt: „What's the matter, Colonel Sandurz? Chicken?" (Colonel Sanders Begründer von Kentucky Fried Chicken). Geradezu legendär ist die Szene, als Lord Helmchen seiner Armee befiehlt, die Wüste zu „durchkämmen", was diese dann natürlich mit einem überdimensionierten Kamm ausführen. Wirklich revolutionär scheint die Idee der Bösen, sich den Film „Spaceballs" selber anzusehen und vorzuspulen. Denn so wissen sie, was ihre Gegner als nächstes anstellen. Und in welchem anderen Streifen wird die die Crew unzählige Male miteinbezogen und beispielsweise von Lord Helmchens Schwert getroffen?
Sorgfältig und mit viel Liebe
Spaceballs ist mehr als nur eine witzige Parodie auf Science Fiction. Mel Brooks hat mit viel Liebe zum Detail (er brauchte zwei Jahre um das Drehbuch zu schreiben) eine Komödie gedreht, die neben Krieg der Sterne auch andere Klassiker wie Alien, der Planet der Affen oder Star Trek auf die Höhe nimmt. Der Streifen spielte 1987 im Kino 40 Mio. Dollar ein und sollte der Anfang einer Serie von Parodien werden. Doch keine der nachfolgenden Filme kam weder wirtschaftlich noch was die Lachmuskeln betrifft, an Spaceballs heran. Und obwohl der Humor und die Art Filme nicht jedermann zum lachen bringen, ist es doch ein Film, den man jedermann empfehlen kann. Die skurillen Details und komischen Situationen verdienten im Unterhaltungswert die Note sechs.
Umfangreiches Bonusmaterial
Die soeben erschienene Gold Edition ist eine wahre Fundgrube für Spaceballsfans und solche, die es werden sollen. Die Doppel-DVD enthält viele Specials, darunter der witzige Audiokommentar von Mel Brooks höchstpersönlich, viele Dokumentationen, wie beispielsweise einen Filmbericht, eine Doku von und mit John Candy und das Storyboard. Ein tolles Highlight sind die Spaceballs-Schnitzer, die vielen Zitate und das Spacelballs Tivia-Quiz. Daneben findet man im Bonusmaterial verschiedene Kinotrailer ausserdem ist ein 8seitiges Booklet mit vielen Hintergrundinformationen inbegriffen. Die vielen Sprach- und Untertitelversionen werden die DVD über die Landesgrenzen hinaus zum absoluten Objekt der Begierde machen.
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