"Space Prey" (bzw. "Hunter Prey") ist ein Film in der guten alten Tradition von unabhängigen Internet-Fanfilmen, die eben NICHT mit den Mainstream-Produktionen der Hollywood-Studios verglichen werden sollten. Wenn man das bedenkt, dann ist ist dieser Film hier ein wahres Meisterwerk.
Regisseur Sandy Collora, der mit seinem Kurzfilm "Batman: Dead End" in der Szene Kultstatus geniest, ist ein kleines Juwel gelungen, das sich trotz seiner bescheidenen Herkunft nicht hinter professionellen Produktionen zu verstecken braucht. Das die Kostüme etwas an "Star Wars" erinnern, verwundert angesichts des Hintergrunds nicht, aber der Film verletzt freilich keine Urheberrechte sondern steht völlig auf eigenen Beinen.
Wer sich hier einen aufwendigen Millionenschweren SciFi-Blockbuster erwartet, sollte woanders suchen und nicht solch eine detailverliebte Fanproduktion madig machen, nur weil man was völlig Anderes erwartet hat.
Im Vergleich zu üblichen Internet-Fanfilmen hat "Space Prey" durchaus eine interessante Story, sehr gute Darsteller und eine exzellente Regie aufzuweisen. Die Auswahl der Wüstenkulisse sowie die aufwendigen und detailgetreuen Kostüme lassen die Herzen von LARP-Bastlern und Convention-Geeks höher schlagen. Der Film ist (großteils) eine Ausflug in die vordigitale Zeit der originalen Star Wars-Trilogie und ihrer Nachahmer und baut eine hochinteressante Grundstimmung auf, die an Klassiker wie "Planet der Affen" oder "Enemy Mine" erinnern soll.
Aber nochmal: wer sich einen gewöhnlichen SciFi-Actionkracher erwartet, kann nur enttäuscht werden. Das ganze ist und bleibt eine gut gemachte Low Budget-Produktion von SciFi-Fans für SciFi-Fans und ist KEIN kommerzieller Hollywood-Film.