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Space Odyssey aus dem Hause BBC ist ein Beispiel dafür, wie man eine spannende fiktionale Geschichte mit den Forschungsergebnissen der heutigen Zeit zum Thema Planetenerkundung miteinander kombiniert. Sicherlich gibt es gespaltene Meinungen dazu, die Profis vermissen die höchst brisanten und vorhandenen Überlegungen in Bezug auf Technik, Laien vermissen vielleicht einige technische fundamentale Erklärungen, wie was eigentlich funktioniert.
Space Odyssey ist ein Versuch, der Reales mit Vorstellungskraft verbindet, und das ist meines Erachtens nach sehr gut gelungen. Sicherlich mussten die Macher einen Kompromiss schliessen, und einige Dinge sind wissenschaftlich falsch dargestellt (Landung auf der Venus unter ungeheuren Druckverhältnissen, Landung auf dem Jupitermond Io mit eher personenbezogenen Darstellungen der Astronautin), aber dennoch: visuell gesehen ein Meisterwerk der Tricktechnik mit realem Filmmaterial gekoppelt.
Space Odyssey nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise, wie es bisher nur den I-MAX Filmen "Destiny in Space" etc. gelungen ist. In einer dramaturgisch gut umgesetzten Geschichte fliegt man zu den Planeten und Geheimnissen des Sonnensystems, und setzt mit den Akteuren einen Fuß auf die Himmelskörper. In einer 6-jährigen Reise besuchen die Astronauten die meisten Planeten (ausser Uranus und Neptun) und zeigen dem Zuschauer Welten, die er so teilweise (höchstens wenn er spaceinfiziert ist) noch nie gesehen hat.
Hervorragende Effekte, die man normalerweise nur bei hochkarätigen Science-Fiction Filmen sieht, runden die Geschichte von 6 Raumfahrern ab, die als Vorboten der Menschheit ihren Fuß auf die Planeten setzen.
Space Odyssey ist eigentlich grosses Kino und gehört auf eine grosse Leinwand, auf einem TV im heimischen Wohnzimmer auch nett anzusehen, jedoch geht der epochale Gedanke des Films dort etwas unter.
Sehenswert für Menschen, die schöne Bilder sehen wollen, die den Geist beflügeln, und für diejendigen - die über den Tellerrand zu blicken vermögen.
Empfehlung: darf in keiner wissenschaftlichen DVD-Kollektion fehlen.
Die Reise führt sie zu folgenden Planeten / Monden:
Start Erde
Venus (460°C heiß) - Bodenlandung und Probensammlung
Merkur - Vorbeiflug
Mars - Bodenlandung, Proben, Oberflächenerkundung
Sonne - Schwerkraftmanöver, um Schwung für den Flug zum Jupiter zu sammeln
Jupiter - Abbremsmanöver in der Gasatmosphäre
Jupitermond Io - Landung und Probensammlung
Jupitermond Europa - Robotersonde, Eiskernproben
Saturn - Flugmanöver zwischen die Ringe (Highlight des Films)
Saturnmond Titan - Roboterlandung, Probensammlung
Vorbeiflug Neptun
Vorbeiflug Uranus
Landung auf Pluto, Errichtung eines Teleskops
Heimflug zur Erde, dabei Landung auf einem Kometen
Die ganze Reise dauert im Film weit über 2000 Tage, also mehr als 6 Jahre. Der Zuschauer genießt einmalige, wissenschaftlich fundierte und hochreale Bilder, untermalt von gutem Sound. Die Doku ist spannend gemacht, die Risiken der Reise zerren bei Crew und Mission Control an den Nerven.
Alles in allem eine fantastische Reise. Beeindruckende Bilder und gute Erklärung der technischen Zusammenhänge.
In diesem Augenblick kommt beim Zuschauer der Aha-Effekt: Ich sehe keine normale BBC-Dokumentation, sondern einen waschechten Science-Fiction, lediglich mit wissenschaftlichem Fundament. Nicht Sci-Fi-Fans verlassen nun empört den Raum und bemängeln, dass die hier gezeigten Informationen und Bilder hypothetisch seien. Der Sci-Fi-Fan (ich) bleibt jedoch sitzen und schaut den Film bis zum Ende an.
"Space Odyssey - Mission zu den Planeten" ist kein Spielfilm, sondern ein Science-Fiction Dokumentarfilm. Die Spannung kommt dennoch nicht zu kurz. Am Anfang fühlt man sich bei diesem neuen Filmerlebnis etwas unwohl, aber der Appetit kommt beim Schauen. Am Ende des Films war ich hin und weg und durch und durch begeistert. Die Handlung ist interessant und ich habe zudem viel über die Planenten unseres Sonnensystems gelernt. Die Trick-Effekte sind meiner Meinung nach sehr gut gemacht und somit als solche nicht zu erkennen. Alles wirkte real.
Meine Empfehlung: Unbedingt anschauen! Die 5 Sterne sind mehr als gerechtfertigt.
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