Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren studentsignup Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More Pimms Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen5
4,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Gut, dass es solche Bücher gibt !!!

Spätes Tagebuch sind die Aufzeichnungen Max Mannheimers ' die Erlebnisse, die er in Theresienstadt ' Auschwitz ' Warschau und Dachau hatte.

Inhalt:
=====

20 lange Jahre hat er geschwiegen, 20 lange Jahre hat er das erlittene in sich hinein gefressen. 20 lange Jahre hat es gedauert, bis er dann doch darüber reden und zum Glück auch schreiben konnte.

Er hat seine gesamte Familie verloren und auch seine junge Frau. Was kann einem Menschen schlimmeres widerfahren ??? Demütigung musste er ertragen und er musste mit ansehen, wie seine geliebten Menschen von ihm gingen.

Die erste Auflage seines Tagebuches ' genannt spätes Tagebuch ' widmete er seiner damals 17jährigen Tochter. Als er dieses geschrieben hatte, war er sich in gewissem Maße befreit und konnte nun an den Öffentlichkeit gehen. Er hat seither so viel bewirkt '

Er hält Vorträge und spricht über sein Erlebtes u.a. auch vor Schulklasse und diskutiert mit jedem, der dies möchte '

Von der Vertreibung, über die Internierung in das Ghetto bis zum Tod seiner Familie in der Gaskammer bis hin zum Arbeitslager, zum KZ, zu körperlichen und seelischen Leiden ' Hunger, Krankheit und Misshandlungen ' all das kann man in einer unnachahmlich einfachen und flüssigen Schreibweise lesen ' es geht unter die Haut es infiziert, es macht nachdenklich, es bringt Gänsehaut und es ist sooooooo gut, dass es geschrieben wurde. Man darf das einfach nicht vergessen '

Auch über die Zeit nach dem Holocaust schreibt er, der in München eine neue Familie gründet - mit einer Frau, die im Widerstand tätig war. Er war dem Tod dann auf einmal wieder so nahe ' und nun entschloss er sich, seine Gedanken zu Papier zu bringen, die Erlebnisse niederzuschreiben und der Menschheit zu präsentieren, was er so viele mit ihm erleben mussten ' es war die Hölle und das kommt im Buch mehr als perfekt rüber.

Sehr real fühlt man sich praktisch mit Mannheimer in seiner Hölle wieder.
Auch die innerhalb des Textes befindlichen Abbildungen tragen dazu bei, dass man dieses Buch als historisch wirklich sehr wertvoll und unbedingt lesenswert einstufen muss. Die Abbildungen sind sehr aussagekräftig und von großem Interesse.

Der Text ist in der Ich- und Wir-Schreibweise verfasst, man spürt, dass der Autor alles selbst erlebt hat und dieses Tagebuch irgendwie auch zur Aufarbeitung dient, er lässt Erlebtes vorüberziehen und resümiert, er zeigt auf was er erlebt hat und tut dies sehr gefühlvoll, einfühlsam und doch sachlich mit einem gewissen Abstand, er hat den perfekten Spagat gefunden und klagt nicht an., obwohl es genügend Anklagepunkte gäbe.

Es sind Erinnerungen, die tief in ihm fressen, noch immer fressen und wohl nie aus ihm heraus gehen, aber ich denke, dass das Schreiben auch ihm geholfen hat, sich ein wenig zu befreien.

Dieses Buch gehört in den Geschichtsunterricht der Schulen.

Auch die Anmerkungen zum Schluss und das Nachwort sind sehr interessant und aufschlussreich.

Kurze Lesprobe zum Schluss:
=====================

7. Februar 1943

Viele haben Fieber. Wer muss zum Arzt? Ruft der Stubendienst. Viele melden sich. Stehen an der Außenwand des Nebenblocks gelehnt. Manche setzen sich. Sie warten eine Stunde. Oder länger. Die Zeitbegriffe sind uns allen verloren gegangen. Wir sehen nur, ob es hell oder dunkel ist. Noch kein Tag mit Sonne. Nur Wolken. Graue Wolken. Wolken, hinter denen wir keine Sonne vermuten. Die Kranken werden jetzt weggeführt. Sie schleppen sich mühsam durch den Schlamm. Wir sehen sie nicht wieder.

Man sieht, dieses Buch ist ein historischer Beweis eines Zeitzeugen, der miterlebt hat, was passierte damals, der uns Lesern seines späten Tagebuches seine damalige Gefühlswelt offen legt, aber auch den Lageralltag und das vor und nach dem Lager beschreibt.
0Kommentar|11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. August 2013
Ich finde man kann dieses Buch, trotz des heiklen Themas sehr gut lesen. Außerdem kann man sich durchaus in den Autor hineinfühlen und seine Gedanken verstehen. In diesem Buch ist bestimmt nicht alles sachlich wie es in einem Historikerbericht wäre, denn es handelt sich um die persönlichen Erlebnisse von Max Mannheimer. Ich persönlich finde auch Zeitzeugenberichte wesentlich interessanter, als die sachlichen Historikerwerke. Ebenfalls ist es so geschrieben, dass beispielsweise auch Jugendliche es leicht verstehen können. Dies ist ja bei den meisten Sachberichten eher schwieriger.
Das Buch ist eindeutig zu empfehlen.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. März 2015
Sehr verstörend und gut geschrieben. Ein Muss in jeder Bibliothek. Diese Buch verleiht der Geschichte und hier speziell einem Vorgang von vielen ein Gesicht. Plötzlich hat ein Toter ein Gesicht, ein Leben und Angehörige. Gerade im Bezug auf den 2. WO wird immer auf 55 Millionen Tote verwiesen. Das sind 55 Millionen dieser einzelnen Geschichten
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Juni 2015
Das Buch ist sehr leicht verständlich geschrieben. Es fesselt und bestürzt einen zugleich. Für meinen Geschmack ist es etwas kurz und damit fix gelesen. Auf jeden Fall aber eine Empfehlung für alle, die sich für das Thema 2. WK interessieren.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Januar 2015
es wird bei uns in Österreich immer schwieriger bücher dieser art ehrlich zu beurteilen.der Verfassungsschutz steckt warscheinlich seine nase überall hinein.ich kann daher auch nur mit Sternen behilflich sein.
22 Kommentare|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden