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Spätes Tagebuch. Theresienstadt - Auschwitz - Warschau - Dachau
 
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Spätes Tagebuch. Theresienstadt - Auschwitz - Warschau - Dachau [Taschenbuch]

Max Mannheimer
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nie mehr wollte Max Mannheimer über diese vier Jahre reden, nie mehr wollte er in das Land seiner Peiniger zurückkehren. Und das war nur zu verständlich. Als Überlebender des Holocaust hatte er buchstäblich mit ansehen müssen, wie nahezu seine gesamte Familie, Vater, Mutter, Geschwister ins Gas getrieben wurden. Wie muss jemand fühlen, der seine Frau, die er wenige Monate zuvor geheiratet hatte, zum letzten mal an der Todesrampe von Auschwitz sah? Mannheimer schwieg, wie so viele andere, die den unauslöschlichen Schmerz über das Unfassbare in sich verschlossen, 20 Jahre lang.

Erst 1964 entschloss er sich, seine Erinnerungen mit dem Titel "Spätes Tagebuch" für seine damals 17-jährige Tochter festzuhalten, 1986 erschienen sie im ersten Band der "Dachauer Hefte". Seitdem ist Mannheimer pausenlos unterwegs und hält Vorträge, diskutiert mit Schülern und versucht so, seine Erinnerungen weiterzugeben.

Sein einfacher Schreibstil geht einem unweigerlich unter die Haut. Man identifiziert sich mit den Menschen, die er beschreibt, mit all ihren Stärken und Schwächen und empfindet ihre Ängste. Von der erzwungenen Emigration aus dem Sudetenland in die sogenannte "Rest-Tschechei" bis hin zur Deportation nach Theresienstadt, Auschwitz, Warschau und schließlich der Endstation Dachau. Eine Liste von Orten, die für Tod und Erniedrigung, Leid und Entwürdigung stehen. Seit dem 2. Februar 1943 kein Mensch mehr, sondern eine Nummer: 99728, ohne Würde, ohne Freiheit, ohne Hoffnung.

Dafür, dass sich so etwas niemals wiederhole, setzt sich dieser außergewöhnliche Mensch mit aller Energie ein. Denn zwar sind die nachfolgenden Generationen "nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon." --Manfred Schwarzmeier

Kurzbeschreibung

Max Mannheimer hat alles durchlitten, was einem Menschen in dem von den Deutschen entfesselten Inferno zustoßen konnte: Demütigung, Vertreibung, Internierung im Ghetto, Tod fast der ganzen Familie in der Gaskammer, Arbeitslager und KZ, Hunger, Krankheit und Mißhandlung. Wie durch ein Wunder hat er, gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder, die Hölle überlebt. Nie wieder, so schwor er sich, wollte er zurück nach Deutschland, das Land seiner Peiniger. Doch dann lernte er eine junge Deutsche kennen, die im Widerstand gewesen war, und gründete in München, der ehemaligen Hauptstadt der Bewegung, eine Familie. Mannheimer sprach nicht über das, was er erlebt hatte. Erst, als er irrtümlich seinen Tod nahen glaubte, entschloß er sich, für die Nachgeborenen das Durchlittene festzuhalten. Heute ist Max Mannheimer unermüdlich tätig in Vorträgen, Diskussionen und Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Dachau. Seit 1988 ist er Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau. In zahllosen Veranstaltungen, vor allem auch in vielen Schulen, leistet er die schmerzliche Arbeit der Erinnerung und ist so ein unentbehrlicher Streiter für unsere demokratische Kultur.Max Mannheimer geboren 1920 in Neutitschein/Tschechoslowakei, Ausbildung zum Kaufmann. Nach der deutschen Besetzung übersiedelte er nach Ungarisc Brod, wurde 1943 nach Auschwitz deportiert, im Oktober 1943 als "Arbeitsjude" nach Warschau überstellt und kam im August 1944 nach Dachau. Am 30. April 1945 von amerikanischen Truppen befreit, lebt er heute in der Nähe von München. Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen.

Autorenportrait

Max Mannheimer geboren 1920 in Neutitschein/Tschechoslowakei, Ausbildung zum Kaufmann. Nach der deutschen Besetzung übersiedelte er nach Ungarisc Brod, wurde 1943 nach Auschwitz deportiert, im Oktober 1943 als "Arbeitsjude" nach Warschau überstellt und kam im August 1944 nach Dachau. Am 30. April 1945 von amerikanischen Truppen befreit, lebt er heute in der Nähe von München. Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen.
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