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Späte Liebe
 
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Späte Liebe [Gebundene Ausgabe]

Max von der Grün
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 264 Seiten
  • Verlag: Pendragon (18. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865321402
  • ISBN-13: 978-3865321404
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 984.868 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Max von der Grün
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Max von der Grüns Späte Liebe ist auf unseren Supermarkt-Büchertischen eine Rarität, eine Droge (auch für junge Menschen!), um das Unglück, die Leere zu überwinden. (Nürnberger Nachrichten)

Kurzbeschreibung

Margarete Gmeiner ist Witwe und siebzig Jahre alt, als sie sich die Frage stellt, warum die Liebe nur für junge Menschen Glück und Aufbruch bedeuten soll, denn zwischen ihr und dem ebenfalls seit Jahren verwitweten ehemaligen Schneidermeister Wolfgang Burger hat sich eine innige Freundschaft angebahnt, die beiden ein neues Lebensglück verheißt. Liebe, beweisen sie, kann nicht nur für Junge ein Glück sein, sondern auch für Ältere und Alte. Der Band enthält zusätzlich den Text Alt werden eine Strafe? sowie ein Interview mit Gisela Koch. Für den Fernsehfilm Späte Liebe (ARD), erhielten die Regisseurin Ilse Hofmann und Max von der Grün als Drehbuchautor den Wilhelmine-Lübke-Preis der Deutschen Altershilfe. In seiner bewegenden Rede zur Preisverleihung Alt werden eine Strafe? einer seiner besten wendet sich Max von der Grün gegen den Jugendwahn der Leistungsgesellschaft: Immer ist Jugend Trumpf; es wird so getan, als gebe es weder Alter noch Tod . Der Band VI enthält zusätzlich die Texte »Masken«, »Der Bettler«, und »Alt werden eine Strafe?«.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Margarete Gmeiner ist 70 Jahre alt und lebt Tür an Tür mit ihrer neugierigen und schwatzhaften Freundin Hildegard. Vor drei Jahren ist ihr Mann gestorben und so geht sie regelmäßig zum Blumengießen auf den nahen Friedhof. Dort trifft sie eines Tages den ebenfalls 70-jährigen ehemaligen Schneidermeister Wolfgang Burger, der ebenfalls seit drei Jahren Witwer ist. Der findet an der jünger wirkenden Frau gefallen, die ist noch knackig, an der ist noch alles dran, denkt er sich und macht spontan ein paar schüchterne Annäherungsversuche: Er lädt sie ein ins Café und später auf eine Kaffeefahrt ins Grüne. Ziemlich bald beschließen die beiden ganz sachlich, das sie den Rest ihres Lebens nicht mehr allein verbringen wollen, sondern miteinander. Und wenn dann gleich richtig, mit Heirat und allem Drum und Dran. Doch so einfach ist das nicht, Margarete ziert sich und ihr ist nicht ganz wohl bei der Sache. Was werden wohl die Leute dazu sagen? Da sie nicht weiß, wie sie ihrem Sohn die "späte Liebe" beibringen soll, lässt sie das Beichten einfach erst mal ganz weg und heiratet, ohne die Familie einzuweihen.

Die Geschichte ist unheimlich süß und hat einen sehr trockenen Humor. Burger steht ständig kurz vorm Herzanfall und zofft sich freundschaftlich mit dem jungen Zivi mit den hängenden, "kaputten" Hosen, der ihm täglich sein Essen bringt. Als Margarete mal ihre Enkelin mitbringt, zieht der Zivi gleich mit ihr ab ins Kino - keine Manieren, die jungen Leute!
Auch Margarete und Wolfgang sind nicht immer ein Herz und eine Seele. Sie streiten ganz selbstverständlich, wie ein lang verheiratetes Ehepaar. Nicht selten fällt der Satz: "Da hab ich mir ja was eingehandelt." Trotz der gegenseitigen Kritik wirkt das Hin und Her irgendwie liebevoll und vermittelt eine Art von Geborgenheit.
Ich (35) habe die Geschichte sehr gern gelesen und kann sie jeder Altersgruppe wärmstens empfehlen!
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Gegen den Jugendwahn ... 7. November 2011
Von Reinhard Busse TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
*Seit drei Wochen hatte es nicht mehr geregnet. Margarete Gmeiner lief seit drei Wochen täglich am späten Nachmittag zum Friedhof, die Blumen auf dem Grab ihres vor drei Jahren verstorbenen Mannes zu gießen. Sie hatte Salvien gepflanzt, Geranien und Zinnien; jeden Herbst riss sie die abgeblühten Blumen aus und setzte das Grab voll mit bunten Astern. Obwohl ihr niemand die siebzig Jahre ansah, sie wirkte wie fünfzig, fraulich und resolut zugleich, litt sie unter der Hitze. Sie verschnaufte mehrmals auf dem zwei Kilometer langen Weg von ihrer Wohnung in der Neubausiedlung am Rande der Altstadt bis zum Friedhof, sie wischte sich verstohlen, als schäme sie sich dessen, den Schweiß von Gesicht und Nacken und sah sich dabei um, ob sie von jemandem beobachtet würde. An diesem Spätnachmittag im Juni ruhte sich die Gmeiner lange aus auf einer Bank vor der Hauptwasserstelle des Friedhofes, unter einer weitausladenden Blutbuche, und atmete schwer. Sie war noch erbost über ihre Freundin Hildegard, mit der sie sich wieder einmal gestritten hatte. Hildegard mischte sich in letzter Zeit in alles ein. Immer aufdringlicher beredete sie Margaretes Angelegenheiten, wollte alles und genau wissen, spielte sich auf, als sei sie zu Margaretes Vormund bestellt. Hildegard war rechthaberisch geworden und unleidlich dazu. Seufzend erhob sich die Gmeiner und tauchte ihre große Plastikgießkanne in den Wasserbottich. Während sie sich mehrmals vergeblich mühte, die randvoll gefüllte Gießkanne aus dem Wasser zu heben, griffen zwei Hände neben ihr zu, hoben die Gießkanne heraus und stellten sie vor den Füßen der Gmeiner ab. Erstaunt sah sie auf ...*
~~~~~~~~~~
Zum Inhalt: "Jetzt fangen wir an zu leben. Wir können nicht mehr alles nachholen, aber das wollen wir ja auch nicht." Mit stolzen siebzig Jahren blicken der ehemalige Schneidermeister Wolfgang Burger und die Witwe Margarete Gmeiner bereits auf ein bewegtes Leben zurück - beide mit Besonderheiten nicht verschont. Doch Wolfgang Burger ist überzeugt, die Liebe auch im fortgeschrittenen Lebensalter noch finden zu können. Zwischen ihm und Margarete entwickelt sich dann auch eine innige Freundschaft, die beiden ein scheinbar neues Lebensglück verheißt, doch zunächst müssen sie ihr spätes Glück gegen viele Widerstände durchsetzen.
~~~~~~~~~~
Fazit und Anmerkungen: "Späte Liebe" ist der Band 6 der 'Max von der Grün' - 10-bändigen Werkausgabe im Pendragon Verlag.
Diese Erzählung Max von der Grüns (1982) beweist, dass Liebe und Glück keine Frage des Alters ist. Eine Erzählung gegen den Jugendwahn der Leistungsgesellschaft (heutzutage aktueller denn je ...): "Immer ist Jugend Trumpf; es wird so getan, als gebe es weder Alter noch Tod."
Band 6 wird ergänzt durch die Texte "Masken", "Der Bettler", und "Alt werden - eine Strafe?". Zudem ein Interview sowie ein ungewöhnliches, beeindruckendes Nachwort von Klaus-Peter Wolf.
Liebe Leser: Bitte entdeckt Max von der Grün neu - es lohnt sich! - Wirklich!
[Reinhard Busse]
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