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Späte Familie
 
 
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Späte Familie [Broschiert]

Zeruya Shalev , Mirjam Pressler
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 590 Seiten
  • Verlag: Bt Bloomsbury Taschenbuch Verlag (1. Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383330488X
  • ISBN-13: 978-3833304880
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,8 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 45.526 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tseruyah Shale?
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Von einem Tag auf den anderen trennt sich Ella von Ihrem Mann und fordert ihn auf, die Wohnung zu verlassen. Sie bleibt zurück mit dem gemeinsamen Kind, und aus der anfänglichen Erleichterung wird bald tiefe Verunsicherung aus der sie nur langsam wieder herausfindet. Und schließlich begegnet sie einer neuen Liebe. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Der Verlag über das Buch

Von einem Tag auf den anderen trennt sich eine Frau von ihrem Mann und fordert ihn auf, die Wohnung zu verlassen. Das Gefühl der lang ersehnten Freiheit bleibt für Ella jedoch aus. Stattdessen quält sie die lähmende Angst vor der Einsamkeit und die Sorge, ihrem Sohn Gili die Familie genommen zu haben. Sie erkennt, dass sich zwei Menschen niemals wirklich verlassen können, wenn ein gemeinsames Kind sie verbindet. Schließlich findet Ella eine neue Liebe: den Psychiater Oded. Noch einmal wagt sie sich in das höchst komplizierte Gebilde einer neuen, einer »späten« Familie, auf der viele Hoffnungen ruhen und die dennoch eine empfindsame zarte Pflanze bleibt.

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Kundenrezensionen

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40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Annebel
Format:Broschiert
Die israelische Autorin erzählt im 3. und letzten Teil ihrer Liebes-Trilogie die Geschichte vom Ende einer Ehe und dem Beginn einer neuen Liebe. Nach zehn Jahren Ehe trennt sich Ella Miller eines Tages von ihrem Mann Amnon, mit dem sie nur noch das gemeinsame Kind Gili verbindet, doch statt Erleichterung empfindet sie große Verunsicherung und Selbstzweifel. Vor allem auch, weil sie von Eltern und Freunden statt Verständnis nur Vorwürfe erhält. Aus einer selbstquälerischen, aufreibenden Perspektive heraus schildert Ella den Trennungsprozess fast schon minutiös und ihre Gedanken entwickeln beim Lesen eine Sogwirkung, der man sich kaum mehr entziehen kann. Immer tiefer wird man in die Abgründe der menschlichen Seele hineingezogen.

Im zweiten Teil des Romans schafft es Ella ganz langsam wieder aus dem Seelensumpf herauszukommen als sie den Psychiater Oded kennen lernt. Doch auf die erste berauschende Verliebtheitsphase folgen auch schon wieder Ernüchterung und neue Probleme. Oded ist der Vater von Jotam, Gilis bestem Freund, und auch Odeds Frau Michal ist für Ella keine Unbekannte...

Nicht nur der erste Teil des Romans, sondern auch die realistische Schilderung über die problembehaftete Entstehung der neuen Beziehung, die schließlich in einer "späten Familie" endet, gehört für mich zum Eindrucksvollsten, Gnadenlosesten, Schmerzhaftesten und doch, oder gerade deswegen, zum Glaubhaftesten und Nachvollziehbarsten, was ich seit langem gelesen habe. Der Roman schafft es, eine Brücke zu schlagen zwischen hoher und eingängiger Literatur, zwischen Kunstwerk und Schmöker. Selbst wenn man "Liebesleben" und "Mann und Frau" noch nicht kennt, sollte man diesen Roman, der auch wieder in sich abgeschlossen ist und keinerlei Bezug auf die vorangegangenen Romane hat, unbedingt lesen, denn dieser übertrifft meiner Meinung nach die ohnehin schon exzellenten Vorgänger noch an Intensität.
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49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Ankunft im Dazwischen 26. Januar 2006
Von Thomas Reuter TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
„Späte Familie“, der neue Titel von Zeruya Shalev, klingt nach einer Ankunft – wenn auch einer verspäteten – und wenn man die beiden Vorläufer zu diesem Roman, „Liebesleben“ und „Mann und Frau“ mitdenkt, so könnte man den Eindruck gewinnen, als haben die notorisch zweifelnden Charaktere Shalevs nach all ihren Eskapaden, gescheiterten Beziehungen und Ehen schließlich doch noch einen Ort gefunden, der ihre Heimat werden könnte. Der Titel „Späte Familie“ hat etwas Heimeliges. Ein Hauch von Es-gerade-noch-geschafft-haben. Die Idylle einer späten Ankunft im Zu-Hause.
Nichts davon trifft zu. Das Figurenarsenal des neuen Romans von Shalev ist genauso gebrochen, skeptisch, unentschieden und unglücklich wie in den beiden Vorläufern. Ella, Archäologin von Beruf, eine nicht mehr junge Frau verlässt am Anfang der Geschichte mit dem kleinen Sohn Gili ihren Mann Amnon. Von der ungeheuren Erschütterung, die dieser Lebensumbruch mit sich bringt, sind alle Beteiligten offenkundig für immer benommen. Dann tritt Oded, ein Psychoanalytiker, der ebenfalls seine Familie verlassen hat, in Ellas Leben, und für eine gewisse Zeit macht es den Anschein, als eröffnete sich hier die Möglichkeit zu einem neuen, unverbrauchten, glücklichen Leben. Aber der Schein trügt. Die neue Beziehung gestaltet sich genauso schwierig wie die alte. Am Ende sind die Figuren nirgends angekommen. Sie etablieren sich in einem Zustand des Dazwischen, in dem beständige Unklarheit und beständiger Zweifel herrschen. Von einer Ankunft kann also keine Rede sein. Der deutsche Titel „Späte Familie“ ist daher zwar schön, aber verzerrend.
Zutreffender und aufschlussreicher ist der hebräische Titel des Originals, wo der Roman „Thera“ heißt. Dies sagt den meisten von uns zunächst zwar wenig, erfasst jedoch das Thema des Buches – wie einem bei der Lektüre schnell klar wird – umso genauer. Thera ist der Name einer vulkanischen Insel in Griechenland, die heute Santorini genannt wird. Ein gigantischer Vulkanausbruch von dieser Insel aus soll vor etwa 5000 Jahren für den Untergang der minoischen Kultur verantwortlich gewesen sein. Ein Naturereignis, das die soziale und gesellschaftliche Struktur der gesamten antiken Welt verändert haben soll.
Dies ist das Bild, dies ist die Metapher, von der aus sich der Roman erschließt. Ellas Abkehr von ihrem Mann wird kaum begründet und wenig erklärt. Die Entscheidung ihn zu verlassen wird als Ausbruch einer Naturgewalt beschrieben, ein Ereignis mit dem sich nicht verhandeln, mit dem sich nicht räsonieren lässt. Dies ist die furchtbare Realität, an der sich Shalevs Protagonisten abarbeiten und dem sie hilflos versuchen einen Sinn zu geben. Als Archäologin und als Psychiater sind Ella und Oded beide auf dem Gebiet der Sinngebung und Ursachenforschung tätig. Der Glaube an die Existenz von Antworten auf alle unsere Fragen ist hierfür essentiell. Als Ella jedoch gegen Ende des Romans gefragt wird, warum sie ihren Mann eigentlich verlassen habe, vermag sie nur zu sagen: „Du kannst mir glauben, dass ich das schon selbst nicht mehr weiß, es war unausweichlich, wie eine Naturkatastrophe.“
Die tiefe Verunsicherung, die diese Erkenntnis mit sich bringt, ist das Thema des Buches. Das Leben – und ganz besonders die Liebe – hat demzufolge keinen Sinn und kein Ziel. Sie sind willkürlich und ungerecht und obendrein noch unverständlich. Bei den zahllosen Auseinandersetzungen und Streits, die die Paare hier ausagieren, wird dem Leser aufgezeigt, wie wenig diese Liebenden doch voneinander verstehen – wobei man als Betrachter die Probleme natürlich sofort versteht und es ihnen zurufen möchte.
Dies alles wird in einer fesselnden und wuchtigen Sprache beschrieben. Shalev rückt ihren Figuren ganz nah auf die Seele. Die Sätze sprudeln in Kaskaden ohne Halt, Punkt und Komma die Seiten herunter. Jede Verletzung, jede Freude, jedes noch so kleine Gefühl der Missachtung wird minutiös seziert und in Sprache gebannt. Wie die beiden anderen Romane von Zeruya Shalev ist „Späte Familie“ ein Roman, der von jeglicher Geschichte absieht und sich konsequent auf die Gefühlswelt der Charaktere einlässt. Es ist ein Beziehungsroman in Reinform. Als solcher findet er zu fast archetypischen Bildern von großer poetischer Kraft. So endet das Buch damit, dass sich die beiden Paare, die einst wie von einer Naturkatastrophe zu einer neuen Konstellation zusammengewürfelt wurden, gemeinsam zu einem Begräbnis auf dem Friedhof treffen. Unsicher stehen sie beieinander, „denn der Wind lässt uns schwanken, als wollte er unseren Stand prüfen, wir stehen dicht beieinander, und ich überlege, ob jemand, der uns jetzt von außen betrachtete, erkennen könnte, wer zu wem gehört.“ Ein poetisches Bild, das die Ankunft der Liebe im ewigen Dazwischen beschreibt.

Thomas Reuter

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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Highlight 28. November 2006
Von Valentine TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Am Anfang steht die Trennung. Ella hat die Nase voll von ihrem Mann Amnon, der ihr mit seiner herrischen Art nur noch auf die Nerven geht, und verkündet, dass sie sich von ihm trennen will.

Als Amnon ausgezogen ist, gerät Ella plötzlich ins Zweifeln. War die Entscheidung richtig? Durfte sie dieses Trauma dem gemeinsamen Sohn, dem sechsjährigen Gili, zumuten? Soll sie nicht doch lieber zu Amnon zurückkehren?

Auf einer Schabbatfeier von Gilis Klasse hatte sie Oded zum ersten Mal gesehen, den Mann von Michal, den Vater von Gilis Freund Jotam. Er geht ihr nicht mehr aus dem Kopf, doch sie weiß ja, dass er verheiratet ist.

Eines Tages stellt sich heraus, dass auch Oded und Michal getrennte Wege gehen werden...

Zeruya Shalev ist wie kein/e andere/r mir bekannte Autor/in Meisterin darin, das Seelenleben ihrer Protagonisten förmlich bloßzulegen, zu sezieren, "Seelenarchäologie" zu betreiben. Man ist am Geschehen, an den Gedanken und Gefühlen der Hauptfigur Ella so nahe dran, dass es schon beinahe wehtut, vor allem, wenn man die eine oder andere Parallele zum eigenen Leben entdeckt oder sich fragt, wie man an ihrer Stelle reagiert oder gehandelt hätte.

Der schmerzhafte Prozess der Trennung, der Umgang mit Gili, der nicht mehr der liebe, süße kleine Junge ist, sondern sich plötzlich zornig und bockig aufführt, die widerstreitenden Gefühle einer neuen Liebe und schließlich der dornige Weg zu einer neuen, "späten" Familie, zu diesem Phänomen der heutigen Zeit, der Patchworkfamilie - das alles erleben wir hautnah durch Ellas "Brille". Die Ich-Erzählung im Präsens, die langen, fast gehetzten Sätze ohne Anführungszeichen reißen den Leser in einen Strudel aus Emotionen, dem man sich kaum entziehen kann.

Beim Lesen schwankte ich ständig zwischen Bedauern, Verständnis, Wut und Genervtheit über Ella. Keine Figur ist durchweg sympathisch oder unsympathisch, schwarz oder weiß, wir erleben die Beteiligten schonungslos so, wie sie sind, in guten wie in schlechten Tagen.

Ein Jahreshighlight!
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Nobelpreis für Sprache, Ausdruck und Intensität
Hier vergebe ich gern meinen Literaturnobelpreis. Selten habe ich sprachlich und inhaltlich dichteres und kunstvolleres gelesen als bei Frau Shalev. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von R. Mentzel veröffentlicht
krönender abschluß der trilogie
nach "liebesleben" und "mann und frau" bildet dieses buch den krönenden abschluß der beziehungstrilogie. shalev schafft es den leser in den sog der geschichte zu ziehen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. November 2009 von esc
Die Welt im Dazwischen
LEER UND AUSGEBRANNT WIE DIE INSEL THERA - ÜBER DAS ENDE VON BEZIEHUNGEN UND DIE UNMÖGLICHKEIT IN DER NEUEN ETWAS BESSER ZU MACHEN (LUDWIG WITZANI)
Ella, eine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2009 von Rheinischer Lesekreis
Wow!
Ich habe dieses Buch einfach verschlungen und von Anfang an geliebt! Es ist meiner Ansicht nach der bisher beste und stärkste Roman von Zeruya Shalev. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. August 2009 von Loewenkind
intensive beziehungsstudie - "hallo wach"
in 'späte familie' zeigt die autorin wieder einmal alles von ihrer seelenlage in ihren beziehungen. zu ihrem sohn, zu ihren partnern und liebhabern, ihren eltern. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Juli 2009 von Sina Käfer
Sagen, was gesagt werden muss
Dieser letzte Teil von Zeruya Shalev's Trilogie hat mir nach Liebesleben am besten gefallen. Mir gefällt es, wie realistisch Shalev die Zusammenführung von zwei... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Mai 2009 von I.W.
So realistisch kann Liebe sein
Der Inhalt des Buches ist ja schon hinreichend beschrieben worden. Bücher über Menschen,die sich trennen und nach einigem Hin und Her wieder eine Beziehung eingehen, gibt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. November 2008 von Steffen Schmitz
Weltliteratur!
Das ist Literatur! Shalevs Erzählstil ist nicht nachzuahmen, atemlos, und sie schafft es gleichzeitig in ihrer Protagonistin zu versinken, aus ihr heraus zu schreiben und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. April 2008 von 82 square metres
Wunder
Dies ist die bedrückende Schilderung einer Welt der Erwachsenen. Ich habe mich durch das Buch, das ohne Zweifel ein besonders lesenswertes ist, gearbeitet, bis ich den Inhalt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2007 von Kelvira
Geschichte einer Patchwork Familie
Ella trennt sich von Amnon, der grobschlächtig und nicht sonderlich einfühlsam dargestellt wird, und bleibt mit Sohn Gili in der ehemals gemeinsamen Wohnung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Juli 2007 von B. Kugler
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