Kurz zur Geschichte:
Marion, verheiratet, die Tochter schon 17, trennt sich Hals über Kopf von ihrem Mann. Die Liebe ist erkaltet nach all diesen Jahren. Sie zieht zuerst zu ihrer Schwester, dann mietet sie sich eine eigene Wohnung und begegnet dann der Trödel-Sammlerin Claude, da diese Möbel für sie hat (sie ist eine Freundin von Marions Schwester). Aus einer Frauenfreundschaft wird langsam Liebe. Marion hat noch nie eine Frau geliebt. Claude schon. Für Marion beginnt eine Identitätskrise. Daraus ensteht und davon lebt die Geschichte. Natürlich reagiert auch die Tochter geschockt, als sie es rauskriegt, der Ex-Mann will Marion zurück, nimmt sie nicht ganz ernst, was die endgültige Trennung angeht. Marion merkt immer mehr, dass sie die etwas undurchschaubare Claude will......
So richtig vom Sockel gehauen hat mich der Film nicht. Auch nicht wirklich tief berührt. Das liegt zum einen sicher an der Chemie zwischen den beiden Frauen. Irgendwie ist der Funke nicht übergesprungen. Zudem ist Marion nicht der emotionale Typ, zeigt die Gefühle die in ihr lodern nur sehr verhalten. Doch gerade sie ist DIE FIGUR in diesem Film! Claude ....naja, sie zeigt mehr Gefühle, kann aber auch nicht ganz überzeugen Schlecht ist der Film aber sicher nicht. Er hat sehr gute Momente und behandelt einige Hochaktuelle Thematiken. Die Liebe zwischen zwei Frauen, die Probleme einer 17-jährigen, wie man in einer Ehe allein sein kann und wie schwer es ist jemanden zu verlieren.
Fazit: Das Potenzial des Films wäre enorm, ausgeschöpft wurde es bei weitem nicht.