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Soziologie: Allgemeine Grundlagen
 
 
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Soziologie: Allgemeine Grundlagen [Taschenbuch]

Hartmut Esser
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 642 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 3 (16. September 1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593349604
  • ISBN-13: 978-3593349602
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 15,4 x 4,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 263.473 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Hartmut Esser
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Diese Einführung in die Soziologie behandelt die allgemeinen Grundlagen des Fachs. Nach einem Überblick über die Entstehungsumstände und die Arbeitsbereiche der Soziologie folgt eine Darstellung der formalen und inhaltlichen Anforderungen an eine soziologische Erklärung. Danach werden zwei eher vorsoziale Grundlagen aller gesellschaftlichen Prozesse behandelt: die Evolution des homo sapiens und seiner grundlegenden anthropologischen Eigenschaften und die demografischen Differenzierungen und Prozesse der Bevölkerungsentwicklung. In einem Zwischenabschnitt werden die Folgerungen aus den Erkenntnissen der biologischen und soziologischen Anthropologie für die Modelle des Menschen skizziert, von denen die Sozialwissenschaften auszugehen pflegen. Den Abschluss des Bandes bildet die ausführliche Behandlung des allgemeinsten Gegenstandes der Soziologie: Die Gesellschaft der Menschen. Hier wird auch auf die wichtigsten Grundbegriffe und theoretischen Ansätze der Soziologie eingegangen, wie sie in den Einführungsveranstaltungen zur Soziologie gewöhnlich behandelt werden.

Über den Autor

Hartmut Esser ist Professor für Soziologie und Wissenschaftslehre an der Universität Mannheim. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hervorragender Einstieg... 5. Februar 2009
Von S. Pflaum
Format:Taschenbuch
Die "Allgemeinen Grundlagen" sind ein ganz hervorragender Einstieg in die Soziologie. Und wer Lust auf Mehr hat, sollte sich unbedingt auch die "Speziellen Grundlagen" ansehen.

Esser versteht es, die wesentlichen Aspekte soziologischer Theorie und Praxis (nicht allein aus RC-Brille!) kurz und prägnant darzustellen. Klassiker und moderne soziologische Theorien werden nicht wie in anderen Einführungen Vertreter für Vertreter, Schule für Schule "abgenudelt", sondern jeweils in sinvolle thematische Kontexte (Handeln, Normen, Institutionen, etc.) eingebettet und diskutiert.

Rational Choice dabei als roten Faden zu wählen, ist ein gelungenes Konzept. Im zugrunde liegenden RC-Ansatz Colemanscher Prägung liegt m.E. das größte Potenzial soziologischer Erklärungsversuche; unter anderem da eine Brücke zwischen Mikro- und Makroebene geschlagen wird, (was man in der ökonomischen Theorie oftmals noch vermisst).

Kurz, ein Buch, das frei nach dem Motto "Ein bisschen Soziologie schadet nie!" Lust auf mehr macht.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
22 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Soziologie 29. August 2004
Format:Taschenbuch
Nimmt man den Titel dieses Buches für bare Münze, dann hat Esser eindeutig das Thema verfehlt. Mitnichten handelt es sich hier um eine Einführung in die allgemeinen Grundlagen der Soziologie. Esser - latente oder manifeste? - Absicht, die nicht nur zwischen den Zeilen zu erahnen ist, sondern aus jedem einzelnen Absatz hervor geht, ist die Verengung der soziologischen Theorie auf ein einfaches, utilitaristisches und rationalistisches Modell. Man muss hier wirklich von „Absicht" sprechen. Esser liefert stellenweise eine leicht zu durchschauende und dazu noch: lächerliche Polemik - vor allem gegen Niklas Luhmann und Talcott Parsons - ab, die jedem „toleranten" Soziologie-Theoretiker die Haare zu Berge stehen lassen. Die gesamte struktur-funktionalistische (und umgekehrt) als auch die systemtheoretische Spielart der soziologischen Theorie wird in diesem Buch in der Art von „Wie kann man nur?!" als unbedeutend und noch viel krasser: als falsch zurückgewiesen. Statt einer fundierten Einführung in die soziologische Theorie, von der ich persönlich erwarte, ALLE vorhandenen Richtungen, zumindest unter dem ANSPRUCH wissenschaftlicher Objektivität dargestellt zu bekommen, ergeht sich Esser in einem individualistischen Reduktionismus, der einfach nur ärgerlich ist. Dazu gesellt sich noch theoretische Inkonsistenz. So stellt er zum Beispiel Gesellschaft EINZIG als das Ergebnis der Aggregation individuellen Handelns dar, bestreitet dagegen die Möglichkeit der Rückwirkung von Makrophänomenen auf das Handeln von Individuen. Und dass, obwohl er selbst im ersten Kapitel Michels ehernes Gesetz der Oligarchie darlegt, welches nur ein Beispiel für den Einfluss makrosozialer „Strukturphänomene" auf das individuelle Handeln ist. Es wäre nichts dagegen einzuwenden, schilderte Esser kritisch die von einigen (vielen?) Soziologen aufgestellte Behauptung von kollektiven Institutionen als „Wesen sui generis". Allein, er bestreitet dies, entfernt sich also mthin vom eigenen Anspruch einer „objektievn" Darstellung und ergreift im Gegensatz dazu Partei für ein eigenes (?), individualistisches Programm. Soziologie scheint für Esser vor allem Statistik und dabei Gesellschaft über 4-Felder-Matrizen erklärbar. So hält er etwa das Verhalten eines Mückenschwarms mit dem einer menschlichen Gesellschaft für vergleichbar. Das ist einfach nur lächerlich. Jedes individuelle Handeln ist laut Esser rational, ob intendiert oder nicht. Was Esser nicht berücksichtigt sind so basale soziologische „Kategorien" wie Kultur, Institution, Organisation, Sozialisation etc. Diese werden entweder als unbedeutend beiseite geschoben oder aber der für Esser wichtigsten Kategorie zur Erklärung von Gesellschaft, der Rationalität, untergeordnet. Das damit nur eine der vier Weberschen Arten des Handelns, des zweckrationalen nämlich „gehuldigt" wird, scheint ihn nicht zu stören. Weiteres Beispiel: auf der einen Seite ist ihm der radikale Konstruktivismus eine „Modeerscheinung", andererseits hält er Berger/Luckmanns „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit" für das grundlegende soziologische Einführungsbuch usw. usf. Wer sich als junge Soziologie-StudentIn über alle Richtungen soziologischer Theorie informieren möchte oder muss, dem empfehle ich z.B. die Einführungsbücher von Morel, Kiss oder Kaesler. Gemessen an seinem Anspruch (Siehe Titel): Ein schwaches Buch!
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20 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Gehasst, verdammt, vergöttert - so könnte man wohl die Lage von "Rational Choice" in Deutschland beschreiben, jenem Forschungsprogramm, was Ernst macht mit der Einheit der Sozialwissenschften, das kollektive Phänomene durch die Aggregation der unintendierten Folgen absichtsvoller individueller Handlungen erklärt und auf eine einzige Handlungstheorie, nämlich der Theorie des subjektiven Erwartungsnutzens, aufbaut. Mögen auch besorgte Kritiker schon von "Paradigmenimperialismus" sprechen, Esser ist in Deutschland einer der wichtigsten RC-Fürsprecher, und dieses Buch liefert genügend Diskussionsstoff.

Aufgemacht ist es weniger wie ein übliches Lehrbuch, sondern der Autor wirft den Leser sofort ins kalte Wasser, wenn er anfangs fünf sozialwissenschaftliche Probleme stellt: So etwa: Warum sank die Scheidungsrate in Deutschland nach 1950 und steigt seitdem kontinuierlich bis auf eine Anomalie 1977 an? Warum sind umweltmoralische Apelle so unwirksam, obwohl doch jeder davon profitieren würde? Wieso kam es in so kurzer Zeit zu einem so großen Anwachsen der Montagsdemonstrationen in Leipzig?

Diese Fragen sind der Einstieg in die Soziologie. So gibt es zuerst einen Kurzeinführung in die Wissenschaftstheorie, speziell die Logik sozialwissenschaftlicher Erklärungen. Die Frage nach der Handlungstheorie führt zu den biologischen und anthropologischen Grundlagen des Menschen. Und weiter werden Themen wie Demographie und Soziologie, der Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Gesellschaft, Kooperationsentstehung, Funktionalismus, Systembegriff und Strukturen der Gesellschaft behandelt, immer mit der Absicht, bisherige Ansätze nicht zu ignorieren sondern zu integrieren. Da trifft Max Weber auf Alfred Schütz und Karl Popper, wird Norbert Elias mit James Coleman verglichen. Allerdings fasst Esser die "Großen" der Zunft nicht mit Samthandschuhen an, wo er außer "Wortmagie" wenig findet, sagt er dies auch deutlich und drastisch, etwa wenn es um die luhmannsche Systemtheorie geht.

Übrigens: Wer nach der Lektüre noch immer nicht zum RC-Anhänger bekehrt wurde, der darf sich über Essers nahende fulminante Fortsetzung "Soziologie - Spezielle Grundlagen" aufregen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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