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60 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Lebendige Einführung, 10. Dezember 2003
Von Ein Kunde
Das (mächtige) Buch stellt eine nett geschriebene, mit vielen Fallbeispielen versehene Einführung in die Sozialpsychologie dar. Neben den klassischen Themen wie 'soziale Kognition', 'Konformität', 'Aggression' etc., werden in zusätzlichen Kapiteln (von den Autoren 'Module' genannt) Themen wie 'Sozialpsychologie und Gesundheit', oder 'Sozialpsychologie und Umwelt'abgehandelt. Auch ein eigenes Kapitel über die vielfältigen Erkenntnisse zum Selbstwertschutz & -erhaltung ist berücksichtigt worden. Wer eine lockere, alltagssprachliche Darstellung der Sozialpsychologie bevorzugt, die darüber hinaus auch mit (sehr) vielen Beispielen untermalt ist; wer sich einen ersten Überblick verschaffen möchte; wer gerne einige im Buch beschriebenen Theorien und Hypothesen an sich selbst ausprobiert (im Buch mit 'Ihr Versuch' gekennzeichnet); wer also eine praxisnahe, leicht verständliche Darstellung bevorzugt, wird gerne in diesem Buch 'schmökern'. Zumal das 'moderne' Layout (das Buch ist geschmückt mit vielen Comics, Schaukästen, Fotografien, Skizzen, Grafiken und Zitaten von Persönlichkeiten)zum entspannten Verweilen einlädt. Wer hingegen einer wissenschaftlichen Darstellung des Stoffes den Vorrang gibt, sollte von diesem Buch Abstand nehmen. Die Sätze des Buches sind voll grammatikalischer Fehler (ich habe den Eindruck, dass die Übersetzer schlecht oder unter hohem Zeitdruck gearbeitet haben), teilweise sogar missverständlich. Der Stil ist gekennzeichnet durch ein 'freundschaftliches, entspanntes Plaudern' über sozialpsychologische Erkenntnisse. Eine wirklich wissenschaftliche Abhandlung des Stoffes wird man in diesem Buch nicht finden (so werden in den angeführten (Labor)experimente oft nur die Befunde mitgeteilt, die die gerade betrachtete Theorie unterstützen - widersprechende Ergebnisse fallen unter den Tisch). Die Autoren haben mehr Wert auf die Vermittlung eines groben Überblicks gelegt. Dementsprechend richtet sich das Buch meiner Meinung nach nicht unbedingt an das Fachpublikum: jede psychologisch interessierte Person kann das Buch zur Hand nehmen, ohne in Verständnisschwierigkeiten zu geraten. Die populärwissenschaftliche Darstellung geht deshalb auch auf Kosten der wissenschaftlichen Exaktheit. Das Buch besitzt davon zuviel, was andere fachwissenschaftliche Werke zu wenig haben: eine lebendige Darstellung des Stoffes. Alles in allem ein freundlich geschriebenes, sicherlich auch Interesse weckenedes Buch, das als 'Bettlektüre' empfohlen werden kann (sofern man von den vielen grammatikalischen Fehlern absieht). Oder man benutzt es als Quelle für Alltagsbeispiele und (labor)experimentelle Befunde.
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Miese Übersetzung -- für Studierende unbrauchbar., 10. Oktober 2008
Im Original ist es ein ganz gutes Lehrbuch: Es ist umfassend und sehr aktuell, gibt zahlreiche Beispiele und vermittelt einen guten Überblick für Anfänger. An der amerikanischen Originalausgabe lässt sich eigentlich nur bemängeln, dass die Vielzahl der oft recht trivialen Beispiele das Buch schon etwas geschwätzig macht. Bei dieser Menge an Fülltexten sind die eigentlichen wissenschaftlichen Fakten nicht immer leicht zu finden. Ein weiterer Mangel: Kontroverse Befunde werden selten diskutiert; es wird meist nur das belegt, was die AutorInnen für den Konsens halten. Ich hätte die deutsche Ausgabe trotzdem als Grundlage für eine Vorlesung in Sozialpsychologie in Erwägung gezogen, aber leider ist die Übersetzung so schlecht, dass man das Buch Studierenden nicht empfehlen kann. Die sprachliche Qualität spottet wirklich jeder Beschreibung. Da werden ganze Sätze im englischen Satzbau ins Deutsche übertragen; es werden knackige englische Fachbegriffe in komplizierte deutsche Sätze übertragen, was das Glossar geradezu in einen Erlebnispark verwandelt; es werden Fachbegriffe falsch übersetzt (z.B. "low-ball technique" in "den Ball flachhalten"). Der Nadir ist wohl die Verwechslung von "Exitus" mit "Exodus" im Kapitel über Gesundheitspsychologie. Viele Sätze sind grammatikalisch falsch oder unverständlich; anhand des seltsamen Satzbaus kann man dann versuchen zu rekonstruieren, wie der Satz im Amerikanischen gelautet haben muss. Amerikanische Redewendungen werden fast immer wörtlich statt sinngemäß übersetzt, was häufig zu bizarrem Kauderwelsch führt. Der Dativ ist offenbar auch eine Herausforderung: An vielen Stellen heißt es "jemanden", wenn es "jemandem" heißen müsste. Besonders ärgerlich ist die Behandlung von literarischen Zitaten: Da vergreift sich die Übersetzerin mal eben an Blake, Keats und Shakespeare, mit entsetzlichen Folgen. Auch hier gibt es einen Tiefpunkt, den ich leider schon kommen sah: Sigmund Freud wird aus der amerikanischen Übersetzung ins Deutsche zurückübersetzt(!), freundlicherweise mit der Anmerkung, dass das Resultat nicht dem Originaltext entspreche. Tut es tatsächlich nicht. Man kann nur vermuten, dass diese Übersetzung unter enormem Zeitdruck entstanden sein muss, denn das Resultat kann man nur als katastrophal bezeichnen. Deshalb sollte man der Übersetzerin nicht allein die Schuld geben: Hier haben offenbar auch Lektorat und Redaktion versagt. Das Resultat ist bitter -- Das 40 Euro teure Buch ist im Rahmen einer Vorlesung einfach nicht zu verwenden.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eigentlich 6 Sterne, 29. Januar 2007
Meiner Meinung nach hat dieses Buch mehr als 5 Sterne verdient. Mir diente es als Grundlage meiner Zwischenprüfung und ich war und bin davon begeistert, denn ich finde, dass es die Verfasser sehr wohl geschafft haben, viel Wissen auf strukturierte Art und Weise auch noch clever durchdacht zu vermitteln. Gut, die kleinen Comic-Einlagen mögen Geschmackssache sein, mir jedenfalls tat die Auflockerung dazwischen ganz gut. Auch gefällt mir der unkonventionelle, ausführliche Schreibstil. Ohne diesen hätten sich die Autoren zwar mit Sicherheit 100 Seiten des Schmökers sparen können und wären vielleicht sogar von Bevorzugern der so beliebten akademischen Ausdrucksweise geschätzt worden... aber genau das (und dass sie sich nicht scheuen, wichtige Termini widerholt zu erklären) machte es mir einfacher, den Stoff zu verstehen und zu verinnerlichen. Keine Ahnung, wie ich mich durch ein Buch dieses Volumens im klassischen Lehrbuchstil gearbeitet hätte! So fühlte ich mich, als säße ich mit einer guten Tasse Kaffee und einer Zigarette einer netten Person gegenüber, die mir ihr Wissen anhand vieler anschaulicher Beispiele auf fachgerechtem Niveau mitteilt. Desweiteren sehe ich die Kritik an der oberflächlichen Bearbeitung dieser Einführung in die Sozialpsychologie als etwas undurchdacht. Ich finde es eher erstaunlich, wie man es schafft, diese große, komplexe Wissenschaft rund um das menschliche Verhalten und Interagieren auf 600 Seiten vorzustellen! Und da wären wir auch schon beim letzten Punkt: Es handelt sich um eine Einführung. Und es ist nunmal Sinn einer Einführung, den Leser an ein Thema heran zu führen und den sozialpsychologischen Neuling nicht ins kalte Wasser der fundierten wissenschaftlichen Abhandlungen zu werfen. Das kommt danach noch zu Genüge. Oder sehe ich das so falsch?! Fazit: Das Buch ist psychologisch clever aufgebaut, strukturiert und eignet sich gut für das Grundstudium - Level. Mir hat es Spaß gemacht!
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