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Sozialmanierismus
 
 
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Sozialmanierismus [Taschenbuch]

Thomas Kapielski
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Merve; Auflage: 2 (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3883961701
  • ISBN-13: 978-3883961705
  • Größe und/oder Gewicht: 17 x 11,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.223.907 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thomas Kapielski
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 05.01.2002
Des Denkers und Autors Thomas Kapielski neuestes Werk ist erstaunliche 400 Merve-Seiten stark, da lässt sich auch die taz nicht lumpen und räumt die Seiten frei für eine umfängliche Rezension durch Gerrit Bartels. Die ist, dem Gegenstand sehr angemessen, recht launig geraten: "Gute Nacht, Thomas, gute Nacht, Abendland, gute Nacht, Hochkultur!" Kapielski, einst Außenseiter, nun beinahe Protagonist des Kulturbetriebs, mit Vorleserei in Klagenfurt und Professur in Braunschweig, schreibt vor allem gegen eines an: "Laberdreck", "Labermüll" und denkt scharf darüber nach, wie sich der vermeiden lässt. Auf einen ordentlichen Nenner lässt sich Kapielski dabei, findet Bartels, nach wie vor nicht bringen. Einerseits präsentiert er sich als "Bildungsbürger, Gelehrter, Wertkonservativer", andererseits schlägt sein Herz für diverse popkulturelle Nichtigkeiten wie die Teletubbies. Nichts hasst er so sehr wie politische Korrektheit und den "Kitsch humaner Gutseinsvermutungen". Mehr oder weniger, findet Bartels, geht das alles schon in Ordnung und das neue Buch ist so ein weiteres starkes Stück des "großformatigen Künstler- und Entwicklungsromans", an dem Kapielski seit eh und je schreibt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

"Da ich nun bis dato in Büchern alles erzählt hatte, was in meinem Leben passiert war, dachte ich: Gut, biste jetzt Romancier, fährste hin (nach Klagenfurt). Kommste mal wieder raus aus der Kneipe, erlebst du mal wieder was! Dieser Schönschreiberbetrieb wird erzählerisch nicht unergiebiger sein als das wundersame Kunstwesen. Haste was zu erzählen, überholste langsam erzählerisch die zu erzählenden Ereignisse mit dem Flugzeug." "Aber man bedenke: Armut macht Demut, Demut mach Beförderung, Beförderung macht reich, reich macht Hoffart, Hoffart macht Krieg, Krieg macht Armut."

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Halleluja., 19. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Sozialmanierismus (Taschenbuch)
Letztens war ich schlecht gelaunt. Alles mies und grau, innen wie außen. Die Menschen wuselten in riesengroßen Herden hektisch durch die Fußgängerzonen: Das Fest der Liebe sollte bald begangen werden. Jesus, so war das wohl nicht gedacht. Die Depressionen drohten überhand zu nehmen. Da hörte ich von einer Weihnachtskarte, die Herr Kapielski gestaltet hatte. Sie trug den holden Gruß: „Frohe Arschnachten, Ihr Weinlöcher!" (So ungefähr.) Hehe, für kurz war alles wieder gut. Ich beschloss, mir mal die Bücher dieses gewieften Wortspielers zu kaufen - und drei, vier halbe Liter Bier dazu. Und siehe: Beides wurde aufgesogen gleich eines Schwammes, der da Lebenswasser aufnimmt die Fülle, auf dass er nie mehr brachliege und darbe, sondern fortan zuversichtlich und freudig erhobenen Hauptes lebe und seinen Nächsten aus dem Schwammvolke von der frohen Kunde abgebe.
Es war also vor allem die Kombination aus Bier und Kapielskibüchern, die gute Laune (sozusagen die Freude zurück-) gebracht hat. D.h., eigentlich waren es nur die Bücher, denn nüchtern macht es mindestens genauso viel Spaß. Aber Kapielski (selbst) und Bier, diese zwei gehören tatsächlich zusammen wie Pech und Schwefel oder Clown und rote Nase. Davon ist man überzeugt, wenn man nach dem Lesen der Bücher selig seinen Bauchmuskelkater streichelt, der sich vor lauter Lachen unbemerkt eingeschlichen hat und kaum wieder gehen will.

P. S.: Die Bücher kaufen! Alle.

D.K.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Je Dickens destojewskij, 5. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Sozialmanierismus (Taschenbuch)
Von Februar 1999 bis Dezember 2000 reichen die kapielskischen Aufzeichnungen, Abenteuer und Anekdoten, die in gewohnter (Grand) Manier vorgebracht werden (= Sozialmanierismus): Kapielski erzählt einfach, wie's so war, daheim und anderswo, schweift dabei auch wieder ohne Umschweife ab und nimmt gerne jeden noch so nah oder fern liegende Kalauer mit. Die Ansätze lakonischer Zustandsbeschreibungen (des Systems und seiner Bewohner = Sozialmanierismus) werden durch die alles andere als nüchterne Befindlichkeit und Sprache (des Autors, wenn wir seiner Selbstdarstellung glauben schenken wollen - und das sollten wir unbedingt & unwidersprochen) elegant am Aufkeimen gehindert. Und irgendwie ist das alles gebührend und überzeugend witzig, diese neolog(ist)isch aufgestammtischte Weltsicht und Lebensabschnittsweißheit des Autors (= Sozialmanierismus), auch wenn er hier viel bereits Abgesondertes nochmals aufbrät." Alles klar?" ("Ich glaube schon. Aber warum muß der Gewinner einen ausgeben?", fragt der Arglose. "Weil es so ist", sagt die Kohlenberta.)
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Berliner Schnauze, 28. Mai 2002
Von 
Daniela Dierker (Berlin, Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Sozialmanierismus (Taschenbuch)
Na, das war doch mal was! Lohnender Einblick in das Leben eines zeitgenoessischen Kneipenintellektuellen, der mit C3-Professur die Seinen naehrt und ansonsten Kunstschaffender und einer ihrer schaerfsten Kritiker ist. Verlage, Galeristen, Kulturpreise - findet alles mit wahrhaft gelungenem Wortwitz seinen Niederschlag (nach dem Motto "was Sie sich schon immer gefragt haben, Ihr Feuilletonist aber nie zu schreiben wagte")

Demaskiert das hohle Gehabe des Kulturbetriebs mit Worten, die auf grosse Belesenheit schliessen lassen und von viel Humor zeugen, mischt eine Portion gesunden Menschenverstand bei (was auch immer man darunter verstehen mag!) und man fuehlt sich geneigt zu sagen: ey, lass mal in Braunschweig fuer Kunst einschreiben, bei dem kannste was lernen! Zumindest Spass haben!!

Einziges kleines minus: fuer meinen Geschmack ein bisschen zu oft und unnoetig ins Vulgaere gerutscht. Kabolski, muss doch nich sein...

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