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Soziale Netzwerke: Konzepte und Methoden der sozialwissenschaftlichen Netzwerkforschung
 
 
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Soziale Netzwerke: Konzepte und Methoden der sozialwissenschaftlichen Netzwerkforschung [Taschenbuch]

Johannes Weyer
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 334 Seiten
  • Verlag: Oldenbourg Wissenschaftsverlag; Auflage: aktualisierte und erweiterte Auflage (18. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3486583158
  • ISBN-13: 978-3486583151
  • Größe und/oder Gewicht: 24 x 17 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 376.658 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die moderne Netzwerk-Gesellschaft zeichnet sich durch vielfältige Formen der Vernetzung aus: Unternehmen bündeln ihre Ressourcen in Unternehmens-Netzwerken; in Politik-Netzwerken wirken Interessengruppen, aber auch Betroffene an der politischen Regulierung mit; in regionalen Netzwerken nutzen die Akteure die Vorteile räumlicher Nähe; im Internet hingegen kommuniziert man im globalen Maßstab in virtuellen Netzwerken. Das Werk präsentiert Methoden und theoretische Perspektiven, die zum Verständnis dieser unterschiedlichen Varianten des Phänomens „Netzwerk“ beitragen. Zudem liefert es Einblicke in eine Reihe von Praxisfeldern der Netzwerk-Gesellschaft.

Der Autor über sein Buch

Soziale Netzwerke
In modernen Gesellschaften ist der Gedanke weit verbreitet, dass soziale Netzwerke eine große Leistungsfähigkeit bei der Generierung von Problemlösungen besitzen und anderen Formen der Handlungskoordination, beispielsweise der bürokratischen Organisation, oftmals überlegen sind. Netzwerke verknüpfen Flexibilität und Effizienz in einer einzigartigen Weise. Sie machen zudem das Risiko innovativen Handelns kalkulierbarer, weil sich die kooperierenden Partner wechselseitig absichern.

Der vorliegende Band liefert anhand unterschiedlicher gesellschaftlicher Handlungsfelder Einblicke in die Praktiken einer vernetzen Gesellschaft. Er präsentiert zudem Bausteine einer soziologischen Theorie sozialer Netzwerke. Themen den Bandes sind u.a.: Methoden der Netzwerkanalyse, strategische und regionale Netzwerke, Policy-Netzwerke, Forschungs- und Innovationsnetzwerke, die Akteur-Netzwerk-Theorie sowie system- und handlungs- und kulturtheoretische Analysen zum Netzwerkbegriff.

Inhalt

I. Einleitung: Zum Stand der Netzwerkforschung in den Sozialwissenschaften (Johannes Weyer)

Die vernetzte Gesellschaft - Netzwerke in der Transaktionskostenökonomie - Ansatzpunkte der soziologischen Netzwerkforschung - Beiträge zur Analyse von Interorganisations-Netzwerken - Soziale Netzwerke und soziologische Theorie - Überblick über die Beiträge des Buches

Teil 1 - Formale Netzwerkanalyse

II. Netzwerke und soziales Kapital: Methoden zur Analyse struktureller Einbettung (Dorothea Jansen)

Für eine strukturalistische Perspektive in der Soziologie - Soziales Kapital als Scharnier zwischen Akteuren und Strukturen - Operationalisierung von sozialem Kapital - Soziales Kapital und Exzellenz in einem Forschungsnetzwerk - Fazit

Teil 2 - Netzwerke als Form der Handlungskoordination

III. Strategische Netzwerke: Koordination und Kooperation in asymmetrisch strukturierten Unternehmensnetzwerken (Eckhard Heidling)

Kooperation von Unternehmen als interorganisationale Netzwerke - Strategische Netzwerke als spezifische Form interorganisationaler Netzwerke - Austauschbeziehungen in strategischen Netzwerken - Blockaden in interorganisationalen Netzwerken - Das Kfz-Gewerbe als Teil des strategischen Netzwerks "Automobilproduktion" - Fazit

IV. Regionale Netzwerke in der globalen Wissensgesellschaft (Martin Heidenreich)

Die Grundlagen regionaler Leistungsfähigkeit - Möglichkeiten und Dilemmata regionalen Lernens - Regionale Ordnungen und lernende Institutionen - Zwischen Regionalisierung und Globalisierung - Fazit

V. Policy-Netzwerke (Christoph Knill)

Einleitung - Konzeptionen von Policy-Netzwerken - Policy-Netzwerke: Metapher, analytisches Modell oder Theorie? - Ein Policy-Netzwerk im Wandel: Die britische Luftreinhaltepolitik im Spannungsfeld nationaler Reformen und europäischer Integration - Fazit

VI. Innovation und Vernetzung: Die Konzeption der Innovationsnetzwerke (Uli Kowol/Wolfgang Krohn)

Einleitung: Das Modernisierungsparadox - Innovationsnetzwerke: Eine Skizze kategorialer Merkmale - Rekursive Technikentwicklung: Die Erzeugung einer Eigenlösung - Fazit

VII. Netzwerke und Leitbilder: Die Bedeutung von Leitbildern für die Funktionsfähigkeit von Forschungs- und Entwicklungs-Netzwerken (Jörg Abel)

Leitbilder als Koordinations- und Steuerungsinstrument - Zur Kritik und Erweiterung des Leitbild-Ansatzes - Zur Ausdifferenzierung des Leitbild-Begriffs - Die Bedeutung von Leitbildern bei der ICE-Entwicklung - Fazit

Teil 3 - Perspektiven einer Theorie sozialer Netzwerke

VIII. Akteur-Netzwerk-Theorie: Zur Koevolution von Gesellschaft, Natur und Technik (Ingo Schulz-Schaeffer)

Einleitung - Einblicke in die fremde Welt der Aktanten - Konzeptuelle Grundlagen der Akteur-Netzwerk-Theorie - Kritik - Schlussbemerkung: Gesellschaftstheoretische Weiterungen

IX. Netzwerke als strukturelle Kopplung: Systemtheoretische Überlegungen zum Netzwerkbegriff (Eckard Kämper/Johannes F.K. Schmidt)

Zum Stand der Netzwerkforschung - Der Stellenwert des Netzwerkbegriffs in der Systemtheorie Niklas Luhmanns - Netzwerkkonzepte der Systemtheorie - Netzwerke als strukturelle Kopplung - Fazit

X. Soziale Netzwerke als Mikro-Makro-Scharnier: Fragen an die soziologische Theorie (Johannes Weyer)

Offene Fragen der Netzwerkforschung - Antworten seitens der soziologischen Theorie - Elemente einer soziologischen Theorie sozialer Netzwerke - Fazit

XI. Kulturelle und sozialanthropologische Aspekte der Netzwerkforschung (Hans-Jürgen Weißbach)

Primärbedürfnisse und soziale Strukturen legitimer Bedürfnisbefriedigung - Horde und Clan als Vorläufer von Netzwerken - Die Genese von Netzwerken im Zerfallsprozess der Clan- und Tribalgesellschaften - Kulturalistische Versuche zur Klassifikation vormoderner Netzwerke - Das Netzwerk als Regressionsphänomen: Innovation durch Entdifferenzierung? - Kulturelle Prägungen in modernen Netzwerkstrukturen - Globalisierung und Netzwerkkulturen -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Format:Gebundene Ausgabe
Defizite in den Strukturen insbesondere von großen Unternehmen und Organisationen, aber auch die rasante Entwicklung der Kommunikationstechnologien ließen in den letzten Jahren vermehrt Literatur zum Phänomen "Netzwerk" auf den Markt gelangen. Dabei muss trotz einiger Gemeinsamkeiten zwischen Büchern über Beziehungsnetzwerke im Sinne persönlicher Kontaktpflege und Büchern unterschieden werden, die sich mit Netzwerken als Organisationsform auseinandersetzen. Zu letzteren gehört das Buch "Soziale Netzwerke", das 2000 im Oldenbourg Verlag erschien. Um es vorwegzunehmen: Johannes Weyer und sein Autorenteam ist es gelungen, einen umfassenden Einblick in den aktuellen Stand der Netzwerkforschung zu liefern. Kulturmanager, die erkannt haben, dass die derzeitige Krise im Kulturbetrieb nicht allein mit Finanzierungsproblemen
zu tun hat, sondern neben personellen auch auf strukturelle Ursachen zurückzuführen ist, werden sich bei der Lektüre durch Fakten sicher bestätigt
fühlen. Der Leser kann einerseits klarer zwischen unterschiedlichen Arten von Netzwerken unterscheiden. Andererseits lernt er die Vorzüge von Netzwerken kennen, als da wären: die Beschleunigung von Innovation, das Durchbrechen von Hierarchien, das Vertrauen als Basis für die Koordination zwischen Netzwerkakteuren, die Ermöglichung transorganisationaler Kooperationen und die Erleichterung überregionalen Handelns.

Im Unterschied zur einschlägigen Fachliteratur aus der Wirtschaftstheorie legt dieses Buch seinen Fokus auf die sozialen Prozesse, die sich in Netzwerken abspielen. So führen die Autoren letztlich die Erkenntnisse der Institutionenökonomie fort und können somit Phänomene an und in Netzwerken besser erfassen, die nicht allein durch ökonomische Ursachen zu erklären sind. Für Nonprofit- und Kulturorganisationen, die zumeist leitbild- und ideenorientiert aufgestellt sind (oder sein sollten), führt dieser Ansatz erheblich schneller zum Ziel.
Das Buch verlangt vom Leser aus einer Kulturorganisation sicherlich die Fähigkeit, die dargestelllten ökonomischen und sozialwissenschaftlichen Theorien auf seine konkrete Situation zu übertragen. Diese Mühe lohnt sich allemal, denn wie in kaum einem anderen Buch zu diesem Thema eröffnen sich hier weitsichtige Perspektiven für die künftige Strukturen ökonomischen und gesellschaftlichen Handelns.
---Dirk Heinze, Kulturmanagement Network

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