Jemand, der dieses Buch liest, hat ja wohl meistens ein Problem, das er mit dem Werk lösen will - nämlich seine Soziale Kompetenz zu lernen, so wie es der Titel verspricht. Hält allerdings sein Versprechen nur teilweise: alle Gespräche, die so täglich zu führen sind, werden in drei Kategorien eingeteilt, nämlich jene in denen man an sein Gegenüber Forderungen stellen kann (zum Beispiel wenn man etwas kauft, es wird kaputt und man bringt es in das Geschäft zurück, dann hat man eine berechtigte Forderung gegenüber dem Verkäufer, und man will sich durchsetzen), Beziehungsgespräche (man ist seinem Partner gleichberechtigt, wie in einer Beziehung/Partnerschaft) und Gespräche, wo das Gegenüber unterlegen ist und man will trotzdem etwas (zum Beispiel man will vom Chef an einem besonderen Tag frei bekommen). Es wird darauf hingewiesen, dass es ein zu jedem dieser drei Gesprächstypen typisches Verhalten gibt, das dann erfolgreich ist. Daher muss man, um sozial kompetent zu sein, zuerst den Typ eines Gesprächs klassifizieren. Dann gilt es, das Gespräch nach entsprechenden Anleitungen zu führen. Und genau da hapert es im Buch: während die Kategorisierung noch klar ist und leicht zu vollführen, sind die Anleitungen, wie man diese Art des Gesprächs dann führt, etwas mager. Also im Endeffekt kann es schon sein, dass sich Soziale Kompetenz lernen lässt, aber eher nicht ausschließlich mit diesem Ratgeber.