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Ein Ökosupermarkt liefert dem Kindergarten „Lirum Larum Löffelstiel" ein Jahr lang Müsli. Eine Firma, die Ventile herstellt, unterstützt eine Kinderkunstausstellung im Kindergarten „Regenbogen". Ein Frisörsalon lässt sich vom katholischen Kindergarten das Schaufenster gestalten, stellt die Materialien zur Verfügung und finanziert ein Holzregal - in ihrem Buch „Sozial-Sponsoring" wendet sich Autorin Christa Zeller zwar in erster Linie an Kindertageseinrichtungen, doch sind ihre Tipps und Ideen hilfreich für alle, die im sozialen Bereich mit einem Sponsor neue Wege gehen wollen. Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Praxis, ohne dass es die theoretische Basis vernachlässigt. Kurz und prägnant werden die Vor- und Nachteile eines Sponsorings und seine Besonderheiten erklärt. Da wäre zum Beispiel das schwierige Verhältnis zwischen der „geldgierigen Wirtschaft und der lieben Basteltante". Solche Vorurteile zu überwinden, kann ein Effekt von Sozial-Sponsoring sein. Christa Zeller macht auch deutlich, dass Kindertagesstätten professionell vorgehen müssen, um mit Unternehmen - die Autorin empfiehlt vor allem den Mittelstand - ins Geschäft zu kommen. Das heißt: Wer sich für Sozial-Sponsoring als Mittelbeschaffung entscheidet, muss hohe Anforderungen erfüllen bezüglich Konzept, Corporate Identitiy und Kommunikation nach innen und außen. Mithin eine Aufforderung, die Rolle des unterwürfigen Empfängers abzuschütteln und selbstbewusst als Partner von Unternehmen aufzutreten. Und nicht zuletzt ist eine pfiffige Idee nötig, denn Geld gibt’s in aller Regel nur für einzelne Projekte. Zum Beispiel wird ein Sponsor keine laufenden Personalkosten für eine Erzieherin übernehmen, aber möglicherweise eine Architektin finanzieren, die gemeinsam mit Team, Eltern, Kindern und Träger eine Spielebene plant und umsetzt. Gleichzeitig dämpft die Autorin allzu hohe Erwartungen, Sozial-Sponsoring könne die Wunderwaffe gegen leere Kassen sein. Es ist ein Geschäft: Der eine erhält projektorientiert Geld, der andere will damit etwas fürs Image tun. Das Buch und damit die Leserinnen und Leser profitieren von Christa Zellers Erfahrungen. Ihr Stufenplan für ein Sponsorship ist klar aufgebaut und auf individuelle Bedürfnisse zu übertragen: Welche Voraussetzungen sind gefordert? Wie sieht die Partnersuche aus? Wie funktionieren die Vertragsverhandlungen? Wie kann das Projekt umgesetzt und sein Erfolg gemessen werden? Praktische Tipps, Adressen, Internetadressen, Literaturhinweise und ein Glossar runden das übersichtlich aufgebaute Buch ab. Es ist somit eine Einführung ins Thema, aber auch ein Ratgeber sowie Rüstzeug für jene, die sich auf den Weg machen wollen - etwas Besseres zum weiten Feld des Sozial-Sponsoring ist derzeit nicht auf dem Markt.
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