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Produktinformation
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Sein Schicksal in der Armee ist kein glückliches, es führt immer weiter abwärts: Langeweile, Aufbegehren, Bestrafung, Kampf und Gefangennahme. Am Ende ist sein Leben fast ruiniert, sein Dorf zerstört, seine Familie getötet, seine Chancen gering. Doch trotz aller Rückschläge, Scham und Demütigung, verlassen ihn seine Lebenslust, seine naive Energie nie ganz.
Ken Saro-Wiwa erhielt 1994 den Alternativen Nobelpreis und wurde für den Friedensnobelpreis 1996 nominiert. Im Oktober 1995 wurde er von einem Sondergericht der Militärdiktatur Nigerias gemeinsam mit acht Mitstreitern zum Tode verurteilt und trotz internationaler Proteste am 10. November 1995 hingerichtet.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
ein packendes Antikriegsbuch,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sozaboy: Roman (Taschenbuch)
Der Held des Romans, ein afrikanischer Simplicissimus, gerät in die Wirren des Biafra-Krieges. Drastische Schilderungen von Kriegs- und Flüchtlingselend und satirische Abrechnung mit Korruption und Vetternwirtschaft seines Landes Nigeria kombiniert Saro-Wiwa mit der liebevollen Charakterisierung seines Sozaboys. Ein packendes Antikriegsbuch.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Kontinent verliert seine Unschuld,
Von Karen Lohse (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Sozaboy: Roman (Taschenbuch)
und stellvertretend mit ihm der junge Mene. Aufgewachsen in einem kleinen afrikanischen Dorf, besitzt er eine beispielslose Naivität. Die Welt und die Ereignisse, die in ihr stattfinden, betrachtet er mit großen, staunenden Augen.In der scheinbar heilen Welt des Dorfes gerät er eines Tages zwischen die Mahlsteine einer machoistischen Gedankenwelt: Was ist ein Mann? Was macht einen Mann aus? Für die Männer wie für die Frauen des Dorfes steht wider besseren Wissens fest: Ein richtiger Mann kann Familie und Dorfgemeinschaft im Streitfall beschützen. Diese Anforderung kristallisiert sich in der Gestalt des Sozaboys ' der Soldatenjunge. Mene beugt sich, wird Soza und geht seiner persönlichen Hölle entgegen. Er kann sich nicht vorstellen, was 'Krieg' bedeutet und der Einzige, der es ihm erklären könnte, schweigt aus Scham. Zaza, ein schwer traumatisierter Kriegsveteran ermutigt Mene genau wie die anderen, sich als Soza zu melden. Die Schrecken, die Sozaboy in diesem namenlos bleibenden Krieg erlebt, sieht er ebenfalls aus der Perspektive eines Unwissenden. In diesem Punkt erinnert Ken Saro-Wiwas Roman eindrücklich an Imre Kertesz' s 'Roman eine Schicksalslosen'. Das Entsetzen vor Gewalt und Diktatur sind an keine Zeit und keinen Ort gebunden, sondern offenbar die ewige Wiederholung des Immergleichen. Dabei spricht Ken Saro-Wiwa ein reelles Ereignis an: den nigerianischen Bürgerkrieg von 1967-1970, der einer der ersten schweren militärischen Konflikte im nachkolonialen Afrika war. Er kostete etwa einer Million Menschen das Leben. 'Sozaboy' verstört, macht traurig und betroffen. Aber Ken Saro-Wiwa hat mit Mene eine ungemein sympathische Hauptfigur geschaffen, über dessen naive Weltsicht man oft schmunzeln kann, manchmal sogar herzhaft lachen. Lachen und Weinen liegen in diesem Buch sehr nah beieinander ' wie im richtigen Leben auch. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Krieg auf Afrikanisch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Sozaboy: Roman (Taschenbuch)
Ken Saro Wiwa gelingt es auf unbeschreibliche Art und Weise, Krieg zwar aus Perspektive eines jungen Nigerianers zu beschreiben und aber gleichzeitig deutlich zu machen, dass Krieg überall dasselbe bedeutet und veranlasst. Einer der besten Antikriegsromane, die ich je gelesen habe.
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