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Insziniert von Richard Fleischer (Die Wikinger) erinnert Soylent Green in seiner ungewöhnlichen, über weite Strecken aber durchaus funktionierenden Mixtur aus Mystery und defätistischer Zukunftsvision an Blade Runner, auch wenn dem Film die künstlerische Geschlossenheit fehlen mag. Es ist Robinsons letzter Auftritt vor der Kamera und ein Glücksfall für den Film. Seine letzte Szene gewinnt im Rückblick erschreckend an Bedeutung. Joseph Cotton spielt den Mann, dessen Ermordung zur Aufdeckung eines schockierenden Geheimnisses führt. --Tom Keogh
New York 2022: Die Stadt hat 40 Millionen Einwohner, der Großteil davon arbeitslos. Die Menschen vegetieren in hoffnungslos überfüllten Kirchen und Wohnhäusern dahin, einzig die ewige Suche nach Nahrung treibt sie an.
Die Bevölkerung ist abhängig von drei Nahrungsmitteln, alle produziert vom selben Konzern. Das neueste Trockenfutter nennt sich Soylent Green und entwickelt sich immer mehr zur Hauptnahrungsquelle.
Eines Tages wird einer der Köpfe des Soylent Konzerns ermordet und der Cop Thron (Heston) soll den Fall lösen. Unterstützt wird er von seinem Mitbewohner (gespielt von einer fantastischen Edward G. Robinson in seiner letzten Rolle), einem der Wenigen die noch lesen können. Doch alle Personen, die dem Geheimnis hinter Soylent auf die Schliche kommen müssen sterben ...
„Soylent Green" ist ein waschechter Ökothriller, einer der ersten und besten seiner Art. Seine Welt vermag er famos fühlbar zu machen, eben durch kleine Details wie z.B.: Hestons Mimik, als er zum ersten Mal Rindfleisch essen, oder Seife verwenden darf, er sich wie ein Kind über warmes Wasser freut, oder auch auf drastische Weise: wenn Menschenmassen in Treppenhäusern übernachten, wenn eine rebellierende Menschenmasse von riesigen Gabelstaplern beseitigt wird, wenn Frauen als reines Apartmentinventar herhalten müssen. Wobei ein differenzierter Blick auf die mit einigen unerfreulichen Facetten behaftete Hauptfigur fällt, die ein Teil dieser Welt ist. Kein unerschütterlicher Fels in der Brandung, der noch an "alten" Werten festhält.
Eine der erschütternsten Szenen im Film ist der Tod im Sterbehilfecenter der Stadt. Ein letztes Mal darf man blutrote Sonnenuntergänge, sprudelnde Quallen, Wasserfälle und grüne Wiesen auf einer Leinwand sehen, dann wird deine Leiche in den Mülleimer gekippt.
Handwerklich ist das ganze sehr durchschnittlich, zeitweise arg lieblos geraten. Da sich der Roman nur auf den Verfall der Werte reicher Menschen in einer solchen Gesellschaft bezieht, muss sich Drehbuchautor Grennberg eine inovationslose und leicht unglaubwürdige Kriminalgeschichte aus dem Ärmel ziehen, die der Film gar nicht nötig gehabt hätte, zumahl selbige nur auf die zweifellos schockierende Auflösung hinausläuft. Doch die unglaubliche Aktualität und die tollen Darsteller können dies mühelos kompensieren. Soylent Green ist ein zeitloser Klassiker, kein Meisterwerk, aber ein wichtiger Film.
Die DVD bietet eine gute Qualität und einen interessanten Audiokommentar unter der Handvoll Beigaben.
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