Dieses Buch gibt einen sehr guten Gesamtüberblick über die Entwicklung der russischen Atom-U-Boote seit dem zweiten Weltkrieg, kratzt bei der Technik aber nur an der Oberfläche. Zudem trüben Übersetzungsfehler den Gesamteindruck erheblich.
Angefangen bei den vom Typ XXI inspirierten Elektro-U-Booten der W- und Z-Klasse bis hin zu den aktuellen Oscar- (Kursk) und Typhoon-Booten werden die drei Generationen des russischen U-Boot-Baus beschrieben und die Vertreter aller Klassen vorgestellt.
Wer die detailversessenen Bücher von E. Rössler/F. Köhl liebt, wird hier aber enttäuscht sein. Die Entwicklung der einzelnen Typen wird zwar beschrieben, die Erläuterungen zum technischen Aufbau aber bleiben immer im Ungefähren. Die reichlich vorhanden Skizzen und Pläne sind allesamt nur Außenansichten, wahrscheinlich gibt es schlicht aus Geheimhaltungsgründen keine Risszeichnungen. Details etwa zu den Sensoren oder der verwendeten Elektronik gibt es gar keine.
Am schlimmsten sind aber die zahllosen Übersetzungsfehler. Nicht nur werden die russischen Begriffe in einer bunten Mixtur mal mit den englischen, mal mit den deutschen Gegenstücken übersetzt, sondern dem Übersetzer mangelt es an grundlegendem Ingenieurswissen. So werden physikalische Maßeinheiten munter durcheinandergewürfelt und schon mal die Leistung in KWh gemessen oder gleich Energie und Leistung synonym behandelt. Es drängt sich leider der Eindruck auf, dass dieses Buch von irgendeiner Agentur ohne Grundlagenwissen übersetzt wurde.
Wer weniger an technischen Details als vielmehr an der Faszination U-Boot interessiert ist, für den kann das Buch aber durchaus interessant sein.