Was macht man als Musiker, wenn man Zeit totschlagen muss? Im Falle von Drum-gott Gene Hoglan kann so ein Fall eigentlich nicht eintreten, doch bei seinen Zim-mers hole Kollegen Jed Simon und Byron Stroud kann dies schon mal vorkommen. Also, was tun? Kurz mal bei Kumpel Glen Alvelais durchgeklingelt, der scheinbar mit Forbidden momentan ebenfalls nicht allzu viel zu tun hat und Thrash Gott Steve Zetro" Souza hinters Mikro verfrachtet...Fertig ist die Allstar-Thrash Band Tenet. Doch halten die Namen das, was sie versprechen?
Zugegeben, ich bin ein riesiger Thrash Fan, doch manchmal komme auch ich nicht mehr mit. Dies geschieht auf Sovereign" (geiles Wortspiel übrigens...) leider häufi-ger. Musikalisch kamen mir sofort die seligen Sadus in den Sinn, wo ich allerdings einschränken muss, das im Gegensatz zu den Highspeed Thrasher aus Corpus Christi der Philadelphia Fünfer nicht ganz anstinken kann. Auf jeden Fall macht es Spaß, endlich mal wieder Zetro keifen zu hören, da ich ein bekennender Fan seines extremen Organs bin, was an meinen Kritiken bezüglich des aktuellen Exodus Shou-ters nachzuvollziehen ist. Tenet bewegen sich zwischen rasendschneller Virtuosität (Crown of thorns"), tollen Background Chören mit Midtempopassagen (Take a long line") und extrem nervtötenden Rifattacken (Going down"), sprich, Licht und Schat-ten wechseln sich in schönster Regelmäßigkeit ab. Außerdem ist es schade, das Zetro teilweise extrem gegen die Musik ansingen muss (Being and nothingsness") statt mit ihr das haus zu rocken.
Spielerisch klatschen Tenet so manche Band an die Wand, doch leider sind die Songs sehr hektisch und teilweise ziemlich unverdaulich geraten. Ein gepflegter Headbang ist somit nur bedingt möglich. Dennoch ist Sovereign" musikalisch ein höchst interessantes Album, welches jeden Highspeedd Puristen entzücken wird. Für mich war das Album dennoch etwas enttäuschend, ich hatte mehr erwartet.