Sovays Geschichte fesselt den Leser von Anfang an. Anfänglich ist sie lediglich eine betrogene Verlobte, die sich auf ihre ganz eigene Weise rächt. Schnell allerdings wird das Doppelleben als Straßenräuber zu ihrem Schutz. Nur so kann sie sich frei in England bewegen und hoffen, belastende Dokumente gegen ihre Familie zu finden und zu vernichten.
Auf ihrer langen Reise kann der Leser mit verfolgen, wie sie an den Herausforderungen wächst und sich von einem etwas naiven Mädchen zur erwachsenen und starken Frau entwickelt.
Langweilig wird es so gut wie nie, auch weil man die anderen Charaktere des Buches nicht sofort einschätzen kann. Sie erscheinen undurchsichtig, nicht immer ist klar, wer auf welcher Seite steht. Dadurch wird die Spannung aufrecht erhalten, da man sich nie ganz sicher sein kann, ob Sovay nicht von unerwarteter Seite verraten wird.
Ganz nebenbei erfährt man in diesem Roman einiges über die Zeit der Französischen Revolution und was diese für die Bürger von Paris bedeutete, vor allem, da die Handlung einsetzt, nachdem die Guillotine regelmäßig und auch wahllos in Gebrauch war und jeder vor jedem Angst hatte. Diese Angst ist allerdings nicht auf Frankreich beschränkt, sondern breitet sich in ganz Europa aus. Die Auswirkungen dieser Angst auf England werden besonders deutlich gemacht und sorgen dafür, dass das Buch einen neuen Ansatz zeigt und so sehr interessant wird.