Bei South Park ist es so, daß die Serie im Lauf der Zeit an Qualität zugenommen hat, wie ich finde. Die Themen und die Machart bleiben gleich: es wird gegen alle möglichen Tabus verstossen, die in der (amerikanischen) Gesellschaft vorhanden sind, daraus herum werden Stories gebaut. Oft sind Trey Parker und Matt Stone vom aktuellen Tagesgeschehen beeinflusst, wenn sie die Idee für eine Folge haben - dies lässt sich vor allem bei den Mini-Audio-Kommentaren erkennen, welche die beiden Macher für jede Folge aufgenommen haben. Reaktionäre Poltiker, Sex-Skandale, Religions-Fanatiker...sollten diese auf der öffentlichen USA-Bühne erscheinen, ist es ganz gut möglich, daß ein paar Monate später eine South-Park-Folge zu diesem Thema zu sehen ist... :o)
Die Folgen sind diesmal teilweise sehr, sehr lustig. Neben der etwas lahmen Kopfläuse-Folge sticht natürlich die Dreiteiler-Geschichte Imginationland heraus, bei dem Terroristen einen Angriff auf unsere Phantasie starten und die vier Jungs und Butters ins Land der Phantasie reisen, um diese und die darin lebenden (uns allen bekannten guten und bösen Comic-, Film-, Märchen- und Fantasy-) Figuren zu retten.
Dann gefiel mir noch die Folge sehr gut, als Ms. Garrison ihre lesbische Ader entdeckt, als Cartman herausfindet, daß er mit allen Flüchen durchkommt, wenn er vorgibt, Tourette-Syndrom zu haben, und die Folge, wo Butters in ein christliches Erziehungs-Camp kommt, wo er un-schwul gemacht werden soll (Pray the gay away!)
So ungefähr nach der fünften Staffel dachte ich, South Park würde langweiliger werden, aber das Gegenteil ist geschehen: gerade die Staffeln 11 bis 13 sind meines Erachtens mit die Besten!