Die Autoren haben ein sehr umfangreiches Werk vorgelegt, in dem (anders als der Titel es nahelegt) - auch viel J2EE enthalten ist. Es sind sehr viele Themen und Werkzeuge angesprochen. Als Beispiel seien hier Web-Services und SOAP angegeben, das mit einem AXIS-Beispiel gut und knapp einführt. Auch der Buchsatz ist zwar etwas klein aber ansonsten angenehm gestaltet.
Das Werk ist von Ansatz her eher auf die Verwendung von Bibliotheken und Werkzeugen ausgelegt. Im Anhang findet sich eine umfangreiche Fallstudie, die zwar viele nützliche Dinge enthält, aber eher zum herauspicken von Verfahren geeignet ist, da diese kaum jemand komplett nachvollziehen wird. Recht eigenwillig ist die Auswahl an Basisfunktionalitäten: Log4J, Persistenz mit Castor, SAX, DOM, Commons-Collections: BeansUtils, Collections, Validator-Framework. Diese sind zwar alle recht interessant und wichtig, stellen aber nur ein (wahrscheinlich für das Buchprojekt passenden) kleinen Pfad durch die Welt der Werkzeuge dar. Das Projektbeispiel selbst ist auf Struts, Velocity und Castor ausgelegt, was zwar einen breiten Leserkreis ansprechen dürfte; wer allerdings nicht auf Struts oder JDO setzt, der findet (bis auf JDBC) keine weitere Persistenzunterstützng (z.B. das Open-Source Tool Hibernate).
Viel zu kurz gekommen sind ebenfalls Eclipse (das nicht einmal erwähnt wird), Ant (dabei steht Ant sogar im Titel) und *Unit-Tools. Daher auch "nur" drei von fünf Punkten.
Dennoch bietet dieses Werk eine Fülle von Erkenntnissen, die man sich schon immer mal selbst mühsam aneignen wollte und hier findet.