48 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zu gut für Logikfragen!, 22. Oktober 2011
"Das nenne ich Leben" lässt Duncan Jones seinen Protagonisten Captain Colter Stevens(Jake Gyllenhaal) nach 77 Minuten von -Source Code- sagen. Am Ende des Films weiß man, dass alles, was -Source Code- ausmacht, in diesem einen Satz steckt.
Colter erwacht wie aus dem Nichts im Zug 8586, kurz vor Chicago. Ihm Gegenüber sitzt Christina(Michelle Monaghan), die er noch nie im Leben gesehen hat. "Sie scheinen mich zu kennen...aber ich weiß nicht wer sie sind" eröffnet Colter das Gespräch. Überrascht muss er feststellen, dass er im Körper des ihm unbekannten Sean Fentress steckt. Kurze Zeit später fliegt der Zug in die Luft und Colter erwacht in einer Art Kapsel. Dort wird er von Captain Colleen Goodwin(Vera Famiga) via Bildschirm kontaktiert. Colter erinnert sich wieder: Er ist Airforce Mitglied, Hubschrauberpilot in Afghanistan. Aber was macht er hier? Goodwin eröffnet ihm, dass er Teil eines wichtigen Auftrags ist. Er muss zurück in den Zug, die Bombe finden und den Attentäter ermitteln. Goodwin erklärt Colter, dass er nichts an der Explosion ändern kann, und dass er sich durch das Programm "Source Code" in die letzten acht Minuten von Sean Fentress, der beim Anschlag starb, hineinversetzen kann. Mit den Erkenntnissen, die Colter sammeln soll, will man einen Anschlag mit einer radioaktiven Bombe auf Chicago verhindern.
So wird Colter ein ums andere Mal in den Zug geschickt und kommt dem Täter immer näher. Aber nicht nur das; er verliebt sich in Christina und bekommt nach und nach heraus, was wirklich mit ihm selbst passiert. Am Ende bleibt dann nur noch eine Frage: Was würdest Du tun, wenn Du noch weniger als eine Minute zu leben hast? Eines kann ich ihnen jetzt schon versprechen: Colter Stevens wird genau das Richtige tun...
Duncan Jones, Sohn des legendären David Bowie, hat nach -Moon- wieder einen außergewöhnlichen Film in die Kinos gebracht. Die Idee zu -Source Code- ist alles andere als neu. Da steckte ein bisschen -Deja Vu- und auch ein Schuss -Matrix- im Storybook. Aber Jones mixt diese Zutaten zu einem atemberaubenden Cocktail aus Spannung, Cleverness und Action zusammen. -Source Code- ist extrem unterhaltend. Die Zeit verfliegt im Nu. Wie Jones seinen Protagonisten immer wieder auf die Reise in eine Parallelwelt jagt, das hat ganz große Klasse.
Jake Gyllenhaal und Michelle Monaghan spielen das Pärchen im "Source Code" brilliant. Ergänzt wird das Duo durch die sehr präsente Vera Famiga. Wer da nicht mitfiebert und sich fragt, wie diese Story zu Ende geht, na ja...da weiß ich nicht, welche Art von Unterhaltung noch kurzweiliger sein soll.
Mit Duncan Jones erscheint ein neuer, sehr vielversprechender Regisseur auf der Bildfläche des internationalen Films. Wenn der junge Mann sich so weiterentwickelt, dann stehen uns noch ein paar hochkarätige Filme ins Haus.
Für alle Kritiker zum Schluss: Ja...-Source Code- hat so viele unbeantwortete Fragen und Logikfehler, wie Colter Ausflüge in den Zug macht, aber: Dieser Film ist einfach viel zu gut, um das zu hinterfragen. Denn: Filme, die mit Zeitparadoxen spielen können nicht logisch sein. Das liegt nun Mal in der Natur der Sache...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gehirn ausschalten und genießen..., 9. Februar 2012
...denn mit Logik kommt man hier wirklich nicht weit. Auch wer sich mit Dingen wie Zeitreisen und Paralleluniversen beschäftigt, bei yt und Co. schon hunderte wissenschaftlicher Reportagen angeschaut hat über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit wird hier kein neues Stück zu seiner Torte serviert bekommen. Generell geht es bei diesem Streifen um gute Unterhaltung. Die Vergleiche zu Täglich grüßt das Murmeltier hinken gar nicht mal so sehr. Und auch dieser Film hat trotz mangelnder Sinnhaftigkeit im Kontrukt eine schöne Message die es wert ist "gelebt zu werden". Schauspieler und Szenario sind grandios, auch mit wenig Budget kann man also gute Filme machen. Noch ein bisschen mehr Pappe und das ganze wäre auch als Twilight Zone Folge durchgegangen, was ich keineswegs abschätzig meine, da ich diese Serie liebte. Fazit: ein schöner und positiver Film der gut unterhält und spannend gemacht ist. Mal was anderes, daher 5 Sterne.
BTW: Zum Thema Zeitreisen erfahren wir 2012 sicher noch mehr wenn CERN die Wirrungen um die Experimente zur "schneller als Licht" - Geschwindigeit lösen kann. Sollte dem so sein, so sind sich zahlreiche führende Wissenschaftler einig, ist DAS Hindernis aus dem Weg geräumt, dass bisher die Vermutungen über die Möglichkeit von Zeitreisen als SCIFI darstellt. Könnte also noch ein spannendes Jahr werden :)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
5 Sterne für 90 Minuten, 1 Stern für die letzten Minuten, 13. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Source Code [Blu-ray] (Blu-ray)
Dieser Film erzählt eine Science-Fiction-Geschichte auf zwei Zeitebenen. Er ist weniger ein Actionthriller, als der er beworben wird, sondern eher eine nachdenkliche Geschichte über den Wert, die Einmaligkeit und Vergänglichkeit des menschlichen Lebens. Auf der einen Zeitebene läuft ein (mäßig spannender) Kriminalfall in der Vergangenheit, auf der anderen Zeitebene eine (sehr spannende) Geschichte über die Würde des Menschen und die ethischen Grenzen des technisch Machbaren.
Würde der Film nach 90 Minuten einfach genau an der Stelle enden, die das Drehbuch ursprünglich sicher vorgesehen hat, wäre er ein kleines Meisterwerk: Die Geschichte ist einmalig, die beiden rätselhaften Zeitebenen sind spannend miteinander verwoben und werden Stück für Stück aus der Perspektive des Hauptdarstellers und Zuschauers aufgeklärt, dabei wird dankenswerterweise auf unnötige Effekthascherei verzichtet.
Leider hat Hollywood sich aber dann entschieden, wohl auf Druck der Geldgeber und deren Wunsch nach einem freundlicheren Ende, noch einige Minuten an den Film anzuhängen. Dieses künstlich angepappte, völlig unnötige und vor allem völlig unlogische Ende stellt die bis dahin kunstvoll aufgebaute Geschichte komplett auf den Kopf. Damit wird in den letzten Minuten leider komplett zerstört, was zuvor kunstvoll aufgebaut wurde.
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