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Kundenrezensionen

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Ich gebe es zu - man kauft sich eine Biographie ja immer nur dann, wenn man die darin beschriebene Person, irgendwie interessant findet. Jan Josef Liefers hat darüber hinaus einen unbestrittenen Sympathiefaktor. Und natürlich, ein wenig - oberflächlich betrachtet - könnte man einen singenden Schauspieler (oder ist es, nachdem ich den Inhalt des Buches nun kenne, nicht eher anders herum?), der in seiner Lebensmitte dann auch noch seine Memoiren schreibt, schon ein bisschen milde anlächeln.

Nun denn. Der Mann spielt (und das gut) und singt und nun - also - schreibt er auch noch. Ich bin also neugierig geworden und beginne mit einem Zitat aus dem Buch:

"...eigentlich gab es die DDR dreimal. Eine, in der man jeden Tag lebte, die zweite, die in der Zeitung stand, und die dritte, die so war, wie man sie sich gewünscht hätte. Es gab auch zwei Wahrheiten, eine für zu Hause, die Familie und Freunde, und eine für draußen, für die Schule, die Arbeit, die Partei und die Stasi. DAs war dann nur die halbe Wahrheit. Eine Wahrheit light..." (Zitat)

Da ich hier die Hörbuchversion rezensiere, muss ich jetzt unbedingt noch anmerken, dass es zusätzlich ein besonderes Vergnügen ist, Herrn Liefers in gewohnt pointierter Weise dabei zuzuhören, wie er angenehm unspektakülär Privates, Alltägliches und Politisches nahtlos ineinander fließen lässt. Und manchmal, ganz kurz, da blinzelt er mir durchaus kurz entgegen, dieser kauzige Professor Boerne aus Liefers’ Tatort-Rolle. Wunderbar schräg, witzig, tiefgründig und seiner unverkrampten Erzählweise wegem, doch recht authentisch.

Ich begleite Herrn Liefers also "vom Moment der Zeugung" hindurch durch seine Kindheit und Jugend in die ehemaligen DDR. Und schon nach den ersten Sätzen wird mir klar, dass mich dieses Buch wirklich interessieren wird. Und mich dabei erfreulicherweise mal keine Biographie erwartet, die einer aneinandergereihten Faktenmasse oder einer Selbstbeweihräucherung gleichkommt. Schafft er es doch auf bildreiche, lebendige Weise und mit in Wortwitz getränkten, gut ausformulierten Sätzen, echtes Entertainment zu schaffen (Stichtwort: "Der Sozialismus "sieschd"). Ich liebe diese Doppeldeutigkeit, den Wortwitz, diese Schachtelsätze und ja, auch die unverhohlene Liebe, die er in vielen Sätzen seiner Familie, im Besonderen der Mutter und den Großmüttern, zukommen lässt. Besonders bemerkenswert finde ich, mit welcher selbstverständlichen Leichtigkeit er seine Empfindungen auf den Punkt bringt und die Tatsache, dass er vieles in seinem Leben vor allem den Frauen (seiner Familie) zu verdanken habe. Also erzählt er humorvoll und witzig, manchmal auch ironisch und immer wieder voll der Liebe. Ernste Themen werden behutsam mit dem nötigen Feingefühl beschrieben. Oft muss ich schmunzeln, um dann kurz darauf nachdenklich in mich zu gehen. Kurz: man merkt es dieser Geschichte an, dass sie in ehrlicher Herzlichkeit vor allem vom Autor für den Autor selbst - der immer schon mal "ein Buch" schreiben wollte - niedergeschrieben wurde, dieser "Soundtrack seines Kindheit" und weniger mit vollem Augenmerk auf ein breites Publikum, welches es jetzt natürlich - völlig verdient - trotzdem erreicht hat. Oft habe ich das Gefühl, ich lausche den persönlichen Ausführungen an einem gemütlichen Sonntag Nachmittag "live" am Kaffeetisch des Herrn Liefers und manchmal muss ich laut auflachen, weil der im Detail versteckte Wortwitz einfach so gut ist. Wirklich gelungen.

Ich selbst habe wieder ein bisschen mehr vom ehemaligen Leben "dort drüben" gelernt während ich Herrn Liefers auf dieser sehr persönlichen, manchmal schrägen und auf jeden Fall unterhaltsamen Reise durch seine Kindheit und Jugend begleitet habe. Selten habe ich eine so kurzweilige, unterhaltsame Biographie gelesen. World OFF, Spot ON. Was ein Glück, dass er tatsächlich auch noch angefangen hat zu schreiben! :)
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am 28. Oktober 2009
Zuerst war ich einfach nur neugierig, was der lustige Herr Rechtsmediziner aus dem Münsteraner Tatort so zu berichten hat. Angenehm überrascht war ich dann von Liefers lockerer und doch genauer Erzählweise. Eine - mittlerweile prominente - Kindheit und Jugend ordentlich aufzuschreiben ist schon schwer genug, das kann ja mitunter lästig für den Leser werden. Das ist hier nicht so. Und ich als alter Wessi habe außerdem so einiges gelernt über das Aufwachsen im paranoiden Überwachungsstaat DDR. Ein gutes Erinnerungsbuch.
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am 4. November 2009
Jan Josef Liefers gelingt, was nicht ganz so viele Schauspieler können: Er kann wirklich wunderbar aus seinem Leben erzählen, bunt, unterhaltsam, und doch mit ordentlich Tiefgang. Und beim Lesen hat man die Musik seiner Kindheit tatsächlich im Ohr.
Ein richtig gelungenes Buch und ein tolles Lesevergnügen!
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Januar 2013
Durch Zufall habe ich Jan Josef Liefers` Autobiografie als Hörbuch in der Bibliothek gefunden und dachte mir: da hörst du mal rein. Ich kenne Liefers hauptsächlich als überkandidelten Rechtsmediziner Karl-Friedrich Boerne aus dem Münster-Tatort.

Da ich wussste, dass er in Dresden aufgewachsen ist und ich in Dresden wohne, war ich doppelt neugierig auf das, was er zu erzählen hat. Und ich muss gleich dazu sagen: Es gibt nichts besseres, als eine Autobiografie als Hörbuch zu erleben, gelesen vom Verfasser selbst. Das ist nochmal etwas ganz anderes, viel persönlicher als gedruckte Worte auf Papier.

Ich habe es hauptsächlich auf längeren Autofahrten gehört und mich haben wahrscheinlich so einige Verkehrsteilnehmer merkwürdig angeschaut, wie ich da grinsend hinterm Steuer saß, wenn Liefers von seiner Oma Hilde und grünen Klößen erzählte, von seinem unbeabsichtigten Annäherungsversuch an seine Lehrerin in der 1. Klasse oder der - ebenfalls unbeabsichtigten - sogenannten "Grenzverletzung" bei einer Party in der Nähe der Berliner Mauer, die mit der Innenbesichtigung einer Polizeistation und beinahe dem Rausschmiss aus der Schauspielschule endete. Am witzigsten fand ich aber das von ihm nachgestellte Gespräch mit einem DDR-Offiziellen, der ihn überreden wollte, freiwillig einen verlängerten Wehrdienst anzutreten um zum Abitur zugelassen zu werden. Vorgetragen im breiten Dresdner-Sächsisch seiner Kindheit. Ein Highlight des Hörbuches!

Daneben berichtet er aber auch vom Alltag in der DDR, von persönlichen Erfahrungen mit dem System und von den Unwegbarkeiten, die der Sozialismus für eine Schauspielerfamilie bereithielt. Und das erstaunlicherweise ganz ohne die Vergangenheit zu verklären oder den moralischen Zeigefinger zu erheben. Es war halt die Realität, in der er aufgewachsen ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich habe vieles davon wiedererkannt, auch wenn ich die DDR nur als Kind und nicht mehr als Jugendliche oder junge Erwachsene erlebt habe. Außerdem habe ich ja eine besondere Verbundenheit zu den Handlungsorten, da ich sie teilweise kenne und fast täglich sehe. Das hat für mich noch einen ganz besonderen Reiz beim Hören ausgemacht.

Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der mehr über das Leben in der DDR wissen möchte, ohne dabei vordergründig "politisch belehrt" zu werden. Und ich würde natürlich empfehlen, es zu hören statt zu lesen.
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am 23. Oktober 2009
Jan Josef Liefers schreibt über seine Kindheit und Jugend in der DDR. Unterhaltsam, humorvoll, mit viel Augenzwinkern und doch dem nötigen Ernst. Und ohne jeglichen Anfall von Ostalgie. Er beschreibt die Paralellwelten, in denen er, wie vermutlich auch viele andere DDR Bürger, aufgewachsen ist. Ein Buch, welches mir als Wessi das normale Leben in der DDR um einiges näher gebracht hat. Und gleichzeitig Seiten des Menschen Jan Josef Liefers zeigt, die mir bis dato gänzlich unbekannt waren. Kann ich nur empfehlen!
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am 5. Juni 2011
Das hier zu bewertende Buch glänzt durch seinen hohen Informations- und Unterhaltungswert. Der Schauspieler Jan Josef Liefers ist Teil einer Familie, die auf den Brettern der Bühnen der DDR zu Hause gewesen ist. Er schildert seine Kindheit, Jugend und seine Ausbildung zum Schauspieler mit all den Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten, die es damals in Ostdeutschland gegeben hat. Immer wieder streut er beschreibende nostalgische Stummfilm-Szenen ein, die aus Aufnahmen seines Vaters stammen. Auch Liedertexte, die sein Leben geprägt haben, werden vollständig abgedruckt und erklärt. Zusätzlich lockern viele Fotos die Beschreibungen auf. Liefers gehörte zu den Leuten, die mit dem System DDR nicht einverstanden gewesen sind und dieses auch, so weit es ging, zum Ausdruck gebracht haben. Wenn man das Buch gelesen hat, weiß man mehr unter welchen Umständen der Beruf des Schauspielers in der DDR erlernt werden konnte. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Liefers gehört zu den Schauspielern, die besonders vielseitig sind. Vermutlich gehört er deshalb derzeit zu den meistbeachtetsten schauspielenden TV-Gesichtern unseres Landes. Ich selbst habe Liefers 1998 bei einer Filmvorstellung im alten Gloria-Kino in Braunschweig mal persönlich kennnenlernen dürfen. Damals machte er Werbung für seinen Streifen "Sieben Monde" und unterschrieb mit schwarzem Filzstift die schwarz gedruckten Programmhefte zum Film. Damals war sehr wenig Publikum im Saal. Heute wäre dies mit Sicherheit ganz anders.
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am 23. Oktober 2009
Ich habe das Buch geradezu verschlungen und kann mich nur voll und ganz dem Eintrag von Susan Vance anschließen und ihr in jedem Wort rechtgeben.
Ein Buch,dass ich nur weiterempfehlen kann,in dem man viel über das Leben in der DDR erfahren kann und einem vieles sehr viel näher gebracht wird.Und das alles auf ehrliche,unterhaltsame und humorvolle Art,aber auch mit dem nötigen Ernst und frei von jeder Ostalgie.

Dass Jan Josef Liefers mit allen Priviliegien aufgewachsen ist,wie hier erwähnt wurde,kann ich nur dementieren.Und das geht eigentlich aus dem Buch auch sehr gut hervor.Ganz im Gegenteil,wurden ihm als Sohn von Eltern die ebenfalls Schauspieler waren und zu den Intellektuellen gehörten,Steine in den Weg gelegt wo es nur ging.Gerade dafür bewundere ich ihn,dass er es fertig bringt,ganz neutral,objektiv und frei von negativen Emotionen zu erzählen.Man erfährt auch viel über ihn als Mensch und seine Familie,die ihn geprägt hat und zu dem Menschen gemacht hat,der er heute ist.
Man erfährt,dass er wirklich in einer tollen Familie mit viel Liebe und Geborgenheit groß geworden ist und nachdem ich das Glück hatte ihn bei seinen Konzerten inzwischen auch persönlich kennenzulernen,kann ich nur sagen : man merkt es ihm auch heute richtig an.Die Wärme und Herzlichkeit,die er erfahren hat,bringt er auch rüber,das merkt man richtig,wenn man ihn kennenlernt und das ist auch ein Charakterzug der ihn richtig liebenswert macht und ihm seine Bodenständigkeit bewahrt hat,die alle so an ihm schätzen.Das sei mal nur so nebenbei erwähnt.

Ich habe jedenfalls schon bei seinen Konzerten ( auch sehr zu empfehlen !) und noch mehr jetzt in dem Buch,sehr viel Interssantes und Wissenswertes über die Zeit in der DDR erfahren und sie ist mir dadurch um noch ein großes Stück näher gerückt.Ich finde auch sein Bemühen Ost-und West näherzubringen und Gemeinsamkeit herzustellen absolut lobenswert.Darum kann ich das Buch nur empfehlen.
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am 4. Dezember 2012
Herr Liefers ist so 2 Jahre älter und viele Begebenheiten aus seiner Kindheit/Jugend erinnern mich an meine. Das Jugendweihefoto ist wie bei uns, die steife Aufreihung und die Klamotten. Einfach herrrlich. Ein amüsantes Buch.
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am 9. August 2013
Soundtrack meiner Kindheit ist die Lebensgeschichte von J.J Liefers. Seine ehrliche Schreibweise gefällt mir sehr. Wie treffend er die Parteileute und die Politiker beschreibt. All seine Kindheitserlebnisse beschreibt er so toll,, dass man sichs richtig vorstellen kann. J.J.Liefers schreibt dieses Buch zum Stummfilm seines Vaters. Darin sieht man all die Orte wo er mit seinem Vater war. Er beschreibt eine glückliche Kindheit mit Höhen und Tiefen. Als Kind einer Künstlerfamilie wurde er oft bemitleidet oder benieden. Er konnte stets ins Theater wo seine Eltern arbeiteten. Doch in der Schule hiess es, dass man von einem Künstlerkind halt nicht mehr erwarten könne. Aus diesem Kind ist ein hervorragender Theaterspieler, Schauspieler, Zauberer, Autor, Vater und Ehemann geworden.! Dieses Buch beschönigt nichts. Aber es gibt einen Eindruck wie e in der DDR zuging und wie er es erlebt hat.
So empfehle ich dieses Buch allen die etwas über die DDR wissen wollen und allen J.J.Liefers-Fans.
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. November 2014
Nein - ich habe nicht alles verstanden, aber ich bin ja auch nicht in der DDR aufgewachsen, auch wenn ich jetzt auf dem Gebiet der ehemaligen DDR lebe und nein, ich kenne die vielen Bands, die der Liefers beschreibt gar nicht.

Genau das schmälert leider die Leselust an dem Buch, das ansonsten sehr amüsant geschrieben ist. Ein bisschen durcheinander bin ich gekommen, weil das Buch nicht immer im glatten Zeitstrahl aufgebaut ist, sondern mitunter durch die verschiedenen Zeiten springt.

Dennoch ist es ein spannender Bericht eines Zeitzeugen eines untergegangenen Staates. Und es zeigt, dass man auch als kleiner Rebell sich irgendwie durch das System schleichen konnte. Manchmal musste man sich anpassen und mitmachen und an anderen Stellen konnte man ein bisschen heimlich, hintenrum und versteckt protestieren. Aber es zeigt auch einige Gründe des Zusammenbruchs des Systems und wie lächerlich sich die Diktatur am Ende selbst gemacht hat.
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