Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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152 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
SOTU - Die (R)Evolution!, 13. April 2009
Depeche Modes jüngstes Album ist ein von Wahnsinn und Genialität geprägtes Kunstwerk elektronischer Musik, das von einigen Kritikern als das "Violator" des 21. Jahrhunderts gefeiert wird.
Für mich ist es ein gelungenes Experiment, ein exzellentes Album und genau das, was ich von Depeche Mode erwartet und womit ich auch gerechnet habe. Ich wollte kein zweites "Violator", kein zweites "Ultra" und auch kein zweites "Songs of Faith and Devotion". Ich wollte, wie viele andere auch, keine bloßen, farblosen Klänge, keine Hits oder gar Musik für die Massen; ich wollte Gefühle, akustische Erlebnisse und eine Lyrik mit einem gewissen Tiefgang - dieses Album offeriert alle drei Komponenten und noch viel mehr, ferner setzt es neue audiophilen Maßstäbe (als Tonquelle dien[t]en der SACD-Player DCD-2000AE, der Vollverstärker PMA-2000AE und mein Lieblingskopfhörer AH-D2000, alle drei aus dem Hause Denon).
Nach 30 Jahren klingt Depeche Mode ausdrucksvoller, futuristischer und revolutionärer denn je. Auf dieser Scheibe hört man Dave, Martin und Andrew in perfekter Symbiose. Daves Stimme ist sauberer, gefühlsvoller und akzentuierter als in den Jahren 2001 bis 2006. Martins opulente Gitarre elektrisiert, ebenso Andrews Synthesizer, die klanglich ins musikalische Universum katapultieren. In ihren Songtexten setzen sich die drei Virtuosen mit den eigenen, dem Anschein nach chronischen Manien auseinander - Lust, Leidenschaft, sündige Versuchung, sinnliche Begierde und Spiritualität.
Ich kann diejenigen verstehen, die der Meinung sind, die DM-Alben der 80er und 90er Jahre seien/wären "besser" gewesen. Dennoch sollte man bedenken, dass Menschen sich im Laufe der Zeit ändern, sich weiterentwickeln. Richtige Musik, fernab jegliches Mainstreams, wird von Menschen kreiert, die Visionen haben. Wie bei jedem anderen Album von Depeche Mode muss man/frau sich erst mal reinhören - erst nach mehrmaligem, konzentriertem Hören entwickeln sich die ohnehin grandiosen Melodien zu wahren Perlen, die immer wieder auf's Neue faszinieren und buchstäblich unter die Haut gehen. Sounds Of The Universe ist nicht nur revolutionär, sondern im gleichen Maße visionär.
"In Chains" besitzt ein interessantes Intro, welches an Kraftwerks "Metropolis" aus dem Album "The Man Machine" aus dem Jahr 1978 erinnert. Dave brilliert mit seiner hypnotischen Stimme, die erfreulicherweise sehr jung klingt. Das feinsinnige Arrangement der Instrumente hätte nicht besser werden können. Die obsessive Lyrik setzt sich im Verlauf des ganzen Albums fort
"Hole To Feed" ist dunkel, kalt aber temporeich, die tonale Abstimmung und Daves Klangfarben passen hervorragend zusammen. Martins Gitarre und seine unverwechselbare Stimme im Hintergrund verleihen diesem Lied einen überragend galaktischen Anstrich
"Wrong" besticht durch seine düstere Dynamik und Homogenität, die Lyrik regt zum Nachdenken an - 100% Depeche Mode
"Fragile Tension" erzeugt wahrlich eine empfindliche Spannung, nicht nur, weil die Klänge der Synthesizer und der Gittare sich soooo sublim anhören
"Little Soul" verleitet dazu, die Augen zu schliessen und die Schönheit des retro-futuristischen Duets von Dave und Martin in all ihrer Vollkommenheit zu geniessen
"In Sympahty" macht einfach nur Spass, außergewöhnliche helle, tanzbare (ja!) Musik gepaart mit einer noch außergewöhnlicheren Lyrik
"Peace" hat die typische Klangcharakteristik, die Depeche Mode seit eh und je auszeichnet, erinnert sehr stark an alte Klänge aus den 80ern und hat das Potential einer Hymne á la "Enjoy The Silence"
"Come Back" verdeutlicht in welcher Superliga Depeche Mode verkehrt und dürfte das akustische Nonplusultra dieses Albums sein
"Spacewalker" als plötzliches Intermezzo, schnell, in weniger als zwei Minuten, zum Mars und wieder zurück
"Perfect" verzückt durch sein optimistisches, positives und melodiöses Kolorit - abermals Atypisches aus Martins Feder, das wirklich perfekt klingt
"Miles Away / The Truth Is" steht mit einer kompromisslosen Gitarre und zwei detailorientierten Stimmen zur Disposition - hat das Zeug, ein Klassiker zu werden
"Jezebel" überwältigt, die charismatische Dramaturgie in Martins Stimme, seine Gitarre und die surrealen Klänge aus Andrews Synthesizer sind sooooooo wunderschön
"Corrupt" ist richtig schmutzig und sexy zugleich, korrumpiert und macht Lust auf mehr. Das Lied bis zum Schluss laufen lassen - welch ein fulminantes Finale!
Mein Fazit, als seit 25 Jahren treuer Fan dieser Band der Superlativen: Eine meisterhafte Leistung, die Depeche Mode mit den Sounds Of The Universe geliefert hat. Ich freue mich auf die Deluxe Box (Highlights dürften SOTU + Bonus Tracks in 5.1 Surround Sound sein!) und auf das Konzert in München - ich hoffe, wir sehen uns! ;-)
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18. April 2009
Kurzes Update und eine Empfehlung: Alle, die an dieser Platte Gefallen gefunden haben und nicht mehr genug davon bekommen können ("Just Can't Get Enough" lässt grüssen), sollten sich auch das Deluxe Box-Set kaufen. Das darin befindliche audiovisuelle Material ist derart überwältigend und majestätisch, dass mir nach wie vor die Worte fehlen! In Kürze erlaube ich mir noch eine Rezension über dieses Set, pardon, KUNSTWERK zu schreiben. Meiner Meinung nach sind die Bonus Tracks sowie die Neuinterpretationen und/oder B-Sides auf Disk 3 die absoluten Highlights ["Sweetest Perfection", "Walking In My Shoes", "I Feel You", "Only When I Lose Myself", "Corrupt", "In Chains" und "Peace"gesungen von Martin!, darüber hinaus "Jezebel" und "Come Back", die eine noch raffiniertere, noch subtilere, noch eindrucksvollere Klanglandschaft als die "Originale" bieten].
An dieser Stelle noch einen Gruß an Michael Pilz, seines Zeichens "Kulturredakteur" von Welt Online und Autor der epochalen und ex aequo amüsanten Plattenbesprechung "Jetzt stecken auch Depeche Mode in der Krise" - man muss, nolens volens, konzedieren, dass die "Krise" omnipräsent und sogar in den Kulturredaktionen unserer Mainstream-Presse angekommen ist.
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48 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"Walking a thin white line between love and hate...", 28. März 2009
und auch an diesem Longplayer werden sich die Geister scheiden. Ich beginne meine Rezension bewusst mit einem Textauszug aus dem Song "Come Back", denn Depeche Mode sind nach vier Jahren wieder einmal zurück in aller Munde und demnächst "Back on Stage" durch ihr neues Album.
Nachdem ich die 13 Songs nun mit etwas Abstand mehrmals hintereinander gehört habe, fällt meine Bewertung wie folgt aus: nach dem für mich persönlich enttäuschendem Album "Exciter" gab es einen leicht positiven Aufwärtstrend mit "Playing The Angel". Dieser Aufwärtstrend wird mit "Sounds Of The Universe" nicht nur bestätigt, sondern noch weiter ausgebaut und gefestigt! Es ist ein Depeche Mode Studioalbum was sich komplett angenehm und durchgängig hören lässt, die Qualität der Songs fällt auch zum Ende hin keineswegs ab! Jedes einzelne Lied fügt sich wirklich im positiven Sinne ins Gesamtkonzept des Albums! "Sounds Of The Universe" wächst aus meiner Sicht mit stetigem Hören, Experimentierfreude hin oder her! Auch die sehr analogen Soundklänge empfinde ich hier nicht als störend, wie vielleicht noch bei einzelnen Songs von "Playing The Angel".
Nach den ersten seltsamen Übertragungsgeräuschen eines wohl im Universum einsam schwebenden Satelliten, eröffnet der Song "In Chains" das Album. Ein wirklich guter Opener, der erfrischend und jazzig daherkommt & dem Hörer keineswegs das Gefühl vermittelt, man wollte ihm Ketten auferlegen!
Mit dem Titel "Wrong" liefern Depeche Mode erneut eine extravagante, phänomenal gute Vorab-Single! Der Song ist aus meiner Sicht nicht nur ungewöhnlich großartig für die aktuelle Pop-Musik-Szene, sondern auch sehr einprägsam und einfach der Knaller (erfreulich, dass hierbei die Musik, Lyrics und das Video seit langem mal wieder perfekt miteinander harmonisieren und so eine einzigartige Stimmung erzeugen)!
Mit "Little Soul", "In Sympathy" oder auch "Peace" liefert Martin L. Gore weitere wirklich inspirierende und gute Songs ab! "In Sympathy" könnte eine weitere Single werden... aber auch das Songwriting von David Gahan ist im Vergleich keineswegs so schlecht, wie es manchmal gemacht wird, ganz im Gegenteil: seine Songs "Come Back" und vor allem "Miles Away/The Truth Is" überzeugen mich auf ganzer Linie! Ein weiteres Album-Highlight ist für mich der Song "Perfect", der seinem Namen alle Ehre macht und ebenfalls als weitere Single-Auskopplung geeignet ist. Einen würdigen Abschluss erfährt das Album mit dem Song "Corrupt", der treibend düster & kraftvoll dem Hörer das Ende der beinahe 1stündigen Universumreise bereitet!
Zum Abschluss möchte ich noch erwähnen, dass ich es sehr positiv finde das Martin Gore und David Gahan auf diesem Album etliche Songs gemeinsam singen!
Ich gebe dem Album trotz des durchwegs positiven Eindrucks nur "4 Sterne", um den Album-Meilensteinen wie "Violator", "Songs Of Faith And Devotion" und "Ultra" nach wie vor gerecht zu werden! "Sounds Of The Universe" (für Fans in erster Linie wohl auch das Deluxe Box-Set) erhält von mir eine klare Hör- und Kaufempfehlung!
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36 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Perfektes Album, 10. April 2009
Sounds Of The Universe
Ein wunderschönes Album. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack.
Es ist sehr ruhig, sehr elektronisch. Es enthält vielleicht außer Wrong nicht nur Hits, wie auf Violator, Music For the Masses. Vielleicht gibt es weniger Single Material.
Aber hört man das Album 3 mal, dann sind z.B. Perfect, Fragile Tension, Peace, Corrupt, Come Back echte Elektro-Perlen, aber auch Miles Away,
Sun and the Moon, in chains, hole to feed kann sich sehen lassen. Jemand, der kommerzielle, lustige Songs mag, mag das ablehnen. Aber jemand der auf etwas düstere 80er Jahre Musik steht, wird das Album lieben.
Natürlich wird auf der Stadiontour, die bald ansteht, außer Wrong die Uptempo Nummern fehlen und von anderen Alben kommen müssen. Aber ich kann mir die Songs sehr schön vorstellen als ruhige Balladen mit Atmosphäre im Stadion. Viele Rezessionen hier urteilen das Album ab, weil sie auf Depeche Mode der 80ier oder 90ier stehen. Depeche Mode hat sich wieder verändert und das ist gut so. Ich habe das Gefühl, dass viele sich noch gar nicht die Zeit genommen haben, alles in Ruhe zu hören.
Oftmals vergleichen die Kritiker Pet Shop Boys mit Depeche Mode: Pet Shop Boys habe mit Yes ein schönes Album geschaffen. Ich finde von Integral mal abgesehen, dass Pet Shop Boys Pop Songs schreibt, die allen in die Ohren gehen - schnell, die eine glückliche Stimmung verbreiten, aber eben eher seicht sind. Depeche Mode macht eine tiefgründige Musik, die vielleicht für ein Pop verwöhntes Ohr schwerer eingänglich sind. Und ist Kraftwerk, manche monumentale Pink Floyd Werke (more), Jean Michelle Jarre zum mitsingen und Ohrwürmer - nein. Aber die Musik ist einfach genial.
Fazit: "Sound of the Universe" zu hören braucht Zeit, ist ruhig und trifft nicht den Geschmack aller, ist aber meiner Meinung nach genial und besser als die Phase "Ultra", "Songs of Faith and Devotion". Anders als alle anderen Alben, aber in keinster Weise schlechter als Music for the Masses und Violator, nur nicht so kommerziell. Für mich war auch Playing the Angel traumhaft und die Serie wurde fortgesetzt. Aber natürlich muss nicht jeder dergleichen Meinung sein. Deshalb viel Hörgenuss.
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