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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ein interessanter Kriegsfilm, 18. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: The Sound of War - Wenn Helden sterben (DVD)
Ich finde diesen Film interessant, da er sich mit einer der blutigsten Schlachten auf deutschem Boden beschäftigt, von der heute , außer den Kennern des Genres, kaum mehr jemand etwas weiß. Wie im Abspann des Filmes gesagt wird gerät die Schlacht im Hürtgenwald, an die sich die bekanntere "Ardennenschlacht" anschließt, in Vergessenheit. Die Schlachten in der Nordeifel am Westwall, das monatelange Ringen um die Dörfer Vossenack, Kommerscheidt und Schmidt u.a. wurde für die angreifenden Amerikaner zum Alptraum und brachte die alliierte Truppenführung an den Rand der Verzweiflung, da der Durchbruch in die Kölner Bucht nicht gelingen wollte. Die "Schale des Dritten Reiches wollte nicht aufbrechen", wie ein amerikanischer Soldat es beschrieb.Tatsächlich verloren die Amerikaner auf diesem wenige Kilometer breiten Abschitt fast so viele Menschen wie im ganzen Vietnamkrieg, auch die deutschen Verluste waren hoch, wovon die Soldatenfriedhöfe in der Gegend mahnendes Zeugniss ablegen. Die Athmosphäre dieser schrecklichen Tage kommt im Film ganz gut durch, die Landschaft ist sehr ähnlich und die Austattung recht detailgenau. Die Story ist etwas konfus und manche Episoden nicht ganz nachvollziehbar, aber das passt ganz gut in das Gesamtbild der Situation in der sich die amerikanischen Streitkräfte dort befanden. Daher ist ohne historisches Hintergrundwissen der Film nicht ganz zu verstehen, weiß man aber um die Tatsachen so ist er umso interessanter, wenn auch kein Meisterwerk. Zum Glück ist Heroismus hier totale Fehlanzeige, nicht wie "James Ryan" wo noch fürs Vaterland gestorben wird. Daher kann ich auch mit dem dämlichen deutschen Titel "Wenn Helden sterben" gar nichts anfangen. Für mich ist es bemerkenswert, daß ein amerikanischer Regisseur sich mit diesem unrühmlichen Kapitel der US-Kriegsgeschichte beschäftigt - oder wollte er nur auf der Weltkriegs-Film-Kommerz-Welle mitschwimmen? Wohl nicht nur.
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein beeindruckendes Bild einer vergessenen Schlacht, 21. Februar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Sound of War - Wenn Helden sterben (DVD)
Vorweg gesagt kann ich diesen Film jedem wärmstens empfehlen, der sich für Kriegsfilme begeistern kann. Denn in diesem Film über die Schlacht in den Wäldern der Ardennen bei Hurtgen im Herbst `44 gibt es keine sogenannten Helden wie in "Soldat James Ryan" und Konsorten. Hier treibt auch nicht "Rambo" sein Unwesen. Nein, hier wird der Krieg von einer ganz anderen, noch viel brutaleren Seite gezeigt: man sieht die Angst, die Verzweiflung und die Ermattung einiger amerikanischer Soldaten, deren Ziel nicht das Erringen von Auszeichnungen sondern das pure Überleben ist. Im Gegensatz zu vielen anderen amerikanischen Filmen trieft dieser Film weder vor amerikanischem Heldenpathos noch vor Haß auf die Deutschen. Er zeigt einfach und konsequent die Grausmkeit und Brutalität des 2.WeltKrieges, gepaart mit den Ängsten und Schwächen des Menschen. Der Hauptdarsteller (Ron Eldard) ist eben kein mutiger Held, sondern eher ein etwas feiger Drückeberger, der lieber seine Kameraden sterben läßt als selbst sein Leben zu riskieren. Aber durch seine Aufgabe eine Truppe unerfahrener "Füchse" zu führen wird er bald für seine Männer zum Helden wider willen. Dennoch: alle seine Aktionen im Film drehen sich allein um den egozentrischen Gedanken sich selbst zu erhalten. Von den schon oft in anderen Kriegsfilmen erwähnten "höheren Zielen" sieht man hier nichts; kein Opfergang, kein sogenanntes Heldentum. Die Bekanntschaft mit den meisten Protagonisten im Film dauert nur kurz, so kurz wie ein Frontaufenthalt in einer für die Allierten am vernichtendsten Schlachten eben war. 25000 Gefallene und Verwundete sprechen glaube ich eine eindeutige Sprache. Aber nicht nur die menschliche Komponente beeindruckt; die grausamen Schlachtszenen zeigen ganz deutlich dass in der amerikanischen Strategie Menschen mehr Ware als Wesen waren. Wenn man beobachten muss wie die Amis immer wieder nur mit Gewehren bewaffnet durch Minenfelder auf die 88mm Flakkanonen der Wehrmacht zurennen und von diesen einfach mit der eisernen Faust zerschlagen werden, wird einem der Wahnsinn und das Sterben im zweiten WeltKrieges für 90 Minuten doch wenigstens ansatzweise klar. Ein Film den man auf jeden Fall mal gesehen haben sollte!
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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schlacht im Hürtgenwald - Darstellung ohne Hintergrund, 21. Juli 2002
Von Mitte September 1944 bis gegen Ende Februar 1945 tobten die Kämpfe vom Hohen Venn bis zur Rur, bekannter als "Schlacht im Hürtgenwald". In diesen Zeitraum fällt auch die letzte deutsche Grossoffensive der deutschen Wehrmacht, die "Ardennenoffensive", die am 16.12.1944 südlich des Hürtgenwaldes losbrach. Die Amerikaner, die auf alliierter Seite in diesem Frontabschnitt im Einsatz waren, gaben diesem Gelände seine Bezeichnung nach dem Forstamt "Hürtgenwald" (="Huertgen Forest"). Bei den erbitterten Kämpfen im Hürtgenwald sind allein zwischen dem "Stolberg-Korridor" im Norden und dem "Monschau-Korridor" im Süden etwa 12.000 deutsche und 55.000 amerikanische Soldaten gefallen - etwa vergleichbar mit der Anzahl Amerikaner, die im späteren Vietnamkrieg umgekommen sind. Die amerikanischen Truppen, die befehlsgemäss durch den Hürtgenwald vorrücken sollten und den vermeintlichen strategischen Punkt Schmidt einnehmen sollten, scheiterten an den tief in den Wäldern gestaffelten deutschen Abwehrlinien. Die Darstellung der amerikanischen Seite muss nach Aussagen von Zeitzeugen realistisch getroffen sein: Junge GI's, die ohne Führungsqualitäten von Offizieren uind Kommandeuren in die feindlichen Wälder geschickt wurden und reihenweise umkamen. Die eingestzten einfachen Soldaten mussten das ausbaden und taten ihr bestes. Auf deutscher Seite wurde, wie fast überall am Ende des Krieges, schnell ausgehobene und bunt zusammen gewürfelte Truppen eingesetzt, die sog. Volksgrenadierdivisionen. Im Film werden die deutschen Soldaten (mal wieder) als brutal und rücksichtslos dargestellt - meistens als anonyme Masse. Es kommt nicht zum Audruck, dass hier zum ersten Male auf deutschem Boden gekämpft wird und daher auch so verbissen Widerstand geleistet wird. Abschliessend noch ein Wort über die deutschen Verluste: Von den gefallenen deutschen Soldaten ruhen viele auf den Ehrenfriedhöfen Hürtgen und Vossenack (zusammen etwa 5.330 Gefallene). Eine grosse Zahl deutscher Gefallener wurde jedoch durch den amerikanischen Gräberdienst jenseits der Grenze auf den deutschen Soldatenfriedhöfen Lommel und Recigne-Bastogne in Belgien sowie in Ysselsteyn in den Niederlanden bestattet. Der Hürtgenwald selbst bot am Ende des Zweiten Weltkrieges und weit darüber hinaus noch ein Bild des Schreckens: Völlig zerschossene und verlassene Dörfer, verwüstete Felder und Wiesen und vor allem verbrannte Wälder, deren verkohlte Baumstümpfe noch lange nach Kriegsende in den Himmel ragten. Mit diesem Film wird zwar nicht der militärhistorisch interessante Hintergrund der Schacht im Hürtgenwald vermittelt, dennoch ist er interessant, weil das Leben und der eingestzten amerikanischen Soldaten hautnah gezeigt wird. Trotz Ansätzen zur Kritik sehenswert!
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