So viele sympathische Künstler loben The Smiths in den höchsten Tönen: Farin Urlaub, Max Goldt und Radiohead etwa.
Ähnlich wie von den Pixies, einer anderen brillanten Gruppe der 80er, gab es auch von The Smiths nur sehr wenige Alben. Dafür veröffentlichten die vier Briten eine stattliche Anzahl an Singles, die sich auf dem Doppelalbum The Sound of The Smiths von 2008 samt B-Seiten und anderen raren Stücke finden. Leider sind im Booklet die Lyrics nicht abgedruckt und im Inneren der sehr schön gestalteten Hülle findet sich auch nur eine Auswahl der Plattencover. Ein Box-Set samt Liner-Notes und DVD wäre keine schlechte Idee gewesen.
Wer The Smiths noch nicht kennt, sollte sich nicht vom ersten Eindruck abschrecken lassen, Morrisseys Stimme klingt erstmal gewöhnungsbedürftig, komisch und melancholisch wie Hurt von Kermit dem Frosch. Aber schon beim dritten Durchlauf der Songs fällt die Vielfalt der Musik auf, die auch gar nicht immer nur traurig klingt, etwa Shakespeare's Sister, das klingt wie ein Piano im Saloon. Trotzdem stechen besonders die melancholischen Lieder How soon is now? und There is a light that never goes out besonders hervor, das sind Werke für die Ewigkeit, makellos, wunderschön und mit sehr viel und glaubwürdigem Gefühl gesungen und gespielt.
Das Remastering der Songs, das von Johnny Marr überwacht wurde, klingt hervorragend!
Ganz grosse Kunst mit so einfachen Mitteln: Schlagzeug, Gitarre, Bass, Stimme!
Anspieltipps: This charming man, How soon is now?, There is a light that never goes out