Mit seinem dritten Album „Soulstar“ schreitet Musiq Soulchild auf dem Wege der Markenbildung voran. Ähnlich wie bei einem Markenartikel bietet das Album das Erwartete in ordentlicher Qualität, weitgehend homogen. Kaum Überraschungen, kaum Experimente.
Musiq bietet sauber produzierten gesangsbetonten R&B, mit deutlichen Anklängen an die 70er, aber ebenso deutlich besserem Bass und gelegentlich modernen Rhythmusläufen.
Er singt mit überaus angenehmer Stimmlage, erinnert manchmal an Donnie Hathaway, Stevie Wonder, D’Angelo, manchmal an – irgendeinen guten schwarzen Sänger. Was an seiner Stimme und Vortragsweise wieder besonders ist: Das Persönliche, Nahe, Unmittelbare.
Wieder? Nun, so ähnlich klang der kleine Herr Soulchild aus Philadelphia auch schon auf den beiden Vorgängeralben. Wieder stammen alle Texte von ihm selbst, die Musik weitgehend von Produktionspartner Carvin Haggins. An der musikalischen Orientierung hat sich nichts geändert, selbst bereits vertraute Gäste aus der Phillie-Qualitätsmafia sind wieder dabei: Aaries, Vikter Duplaix – aber auch Bilal und die von mir ganz besonders gemochten Kindred the Family Soul.
Herausragend sind denn auch besonders die Titel, in den die Gäste tragende Rollen übernehmen dürfen: "Forthenight", "Momentinlife" und "Dontstop". Dazu noch "Womanopoly" und "Whereareyougoing", und die Höhepunkte des gleichmäßig angenehmen Albums sind aufgezählt. Verläßliche Markenware, nicht innovativ, aber durchaus gut zu hören.