Manche Dinge kauft man ungesehen und ungehört! Sophie Zelmani steht schon lange für garantiert bewegenden und inspirierten Songwriter-Pop, aber diesmal war ich nach dem ersten Mal Durchhören irgendwie enttäuscht. Ich dachte, ich hätte jede bisher von ihr erschienene Cd in den Player packen können, d.h. halt, ... das wäre ja ein Kompliment, aber es klang weder neu, noch besser und so richtig angefreundet hatte ich mich auch mit keinem Titel, ... zu Beginn.
Wie konnte ich nur!?
>Story of us< (der vielleicht einzige kleine Hit) und das überlange Free-Akkustik Stück >My soul remembers<, welches auch nach 9 Minuten nicht aufhören dürfte, zähle ich zu ihren besten Stücken insgesamt, ... inzwischen. Der Rest ist eigentlich wie immer, eher noch ruhiger, hier und da, gefällig. Nur ist das schlecht, bei jemanden wie ihr? Wie immer? War es nicht immer toll, jede Cd von ihr?
Wenn man Musik von der Zelmani kauft, will man sich da gitarren- und gesangstechnisch nicht immer gleicherart verführen und berieseln lassen? Wäre ich nicht enttäuscht, würde sie sich ändern? Will ich Veränderungen bei jemanden, der so eigen und markant ist? Eindeutig Jein!
Das Gute ist geblieben, wirklich neu ist fast nichts. Ein bißchen innovativer darf es ruhig weitergehen für meinen Geschmack, denn man kann ja auch abwechselungsreicher seinem Stil treu bleiben, aber man bekommt nach wie vor eine der schönsten Stimmen Skandinaviens auf dieser Cd, dichtes und extrem gutes Songwriting mit wunderschönen Texten fast durchgängig und ein wahnsinnig intimes und empfehlenswertes >I love you<.
Ein weiteres gelungenes Album, dass sehr an Persönlichkeit gewinnt, gibt man ihm etwas (mehr) Zeit. Alles wie immer, unverändert (und) gut!