Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Besser als erwartet, 14. November 2008
Als ich erfahren habe, dass Seal eine CD mit reinen Coverversionen aufnimmt und dabei auch noch die ewig gehörten Songs wie "Stand by me" und "Knock on wood" mit einbezieht, da dachte ich mir das gleiche, wie viele der hier schreibenden Kritiker. Seal wird wohl einfallslos und es ist eine Platte, die wohl maximal als Weihnachtsgeschenk für Schwiegermütter geeignet ist. Doch - im Gegensatz zu anderen - muss ich meine Meinung revidieren. Seals Stimme ist und bleibt genial und ich finde durchaus, dass er die bekannten Klassiker toll interpretiert. Natürlich, er interpretiert sie eher klassisch, nahe am Original, aber das muss sicher kein Nachteil sein und entspricht einfach seiner Musik. Auch früher hat er bereits Songs wie "Walk on by" ähnlich gecovert. Bei der letzten Platte hat man ihm "zu viel Disco-Stampf" vorgeworfen, jetzt ist es Einfallslosigkeit. Ich finde beides nicht gerecht, Seal will auf seinen CDs nicht immer das Gleiche machen, er will nicht 1000 Mal "Love's Divine", "Killer" und "Crazy" neu interpretieren und das finde ich auch durchaus in Ordnung. Für mich verdient die CD 4 Sterne, weil ich auf Ihr eine tolle Stimme höre, geniale Hits neu aufgenommen aber klassisch interpretiert sind und seine Frau dieses Mal nicht mitsingt. Zum fünften Stern reicht es freilich auch bei mir nicht, da zum Einen der richtige Knaller nicht vorhanden ist und zum anderen für mich die Songauswahl nicht ganz perfekt ist. Außerdem sind rund 45 Minuten Spieldauer für eine Cover-CD eher ein wenig kurz ist. Es hätte noch ein paar tolle Hits gegeben, die ich auch gerne von Seal hören würde. Aber dies ist eher "Jammern auf hohem Niveau", mir gefällt die CD, ich höre sie gerne an und das nicht nur zu Weihnachten.
|
|
|
29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Kein Happy End, 12. November 2008
Es war einmal ein junger talentierter Soul Sänger, der mit einer aussdrucksstarken Stimme gesegnet war, und der - weil er viel Emotion in seine Darbietung legte - schnell mit kommerziellem Erfolg belohnt wurde. Als er den Traum vom Erfolg verwirklicht hatte, schrieb er eine zeitlang weiterhin ambitionierte und tolle songs und konnte sich auch künstlerisch verwirklichen - allerdings litt der kommerzielle Erfolg darunter etwas. Verzweifelt versuchte er daraufhin wieder an seine früheren Erfolge anzuschliessen, ging dabei aber viel zu kalkulierend vor, worunter vor allem seine früher so gefühlsbetonte Darbietung litt. Je mehr er wieder zurück an die Spitze (der charts) wollte, umso mehr Mißlang ihm, denn er war nun mal vor allem ein Soul sänger und die Leute erwarteten von ihm, daß seine Lieder Sie bewegten. Nachdem seine Anhänger also verägert waren, wollt er Sie versöhnen und nahm ein Album mit altbekannten und beliebten Soul Klassikern auf und alles wurde wieder....
Sorry, nein, aber diese Geschichte hat kein happy end, denn wenn man sich an solche songs macht, dann muß man in seiner performance entweder etwas ganz Besonderes zu bieten haben, oder es verdammt clever und originell produzieren lassen. Dieses Album hier hat von beiden nichts. In den ersten 30 Sekunden von ,Future Love Paradise' aus seinem Debut legte Seal mehr Gefühl und Emotion als in dieses gesamte Album. Selbst Simply Red's Version von ,If You Don't Know Me By Now' bewegt einen mehr, als die hier vorzufindende. Und der Cinemascope Sound mit dem diese Klassiker hier arrangiert werden (Bläser, großes Orchester) ist so glatt, so kalkuliert und dadurch so langweilig, daß man diesem Produkt bestenfalls das Attribut ,überflüssig' verleihen kann - ein perfektes Beispiel dafür daß handwerklich toll gemachte Musik trotzdem schlecht sein kann. Auch die Songauswahl ist ein Problem, denn ,It's A Man's World' kann man nicht besser machen, als das Original (das gleiche gilt für ,A Change Is Gonna Come', und ,I've Been Loving You Too Long'), man kann nur versuchen es anders zu machen, diesen songs neue Aspekte abzugewinnen, woran hier aber offensichtlich nicht mal ansatzweise gedacht wurde. Chaka Khan kam vor einigen Jahren beispielsweise auch mit einem cover Album, das aber sehr gelungen war, denn einerseits war der Ausdruck in ihrer Stimme großartig und zweitens wurde den meisten songs - trotz Orchester Begleitung - ein völlig neues Gewand verpaßt. Diesem Album hätte es sehr gut getan, wenn man die songs z. Bsp. in einer abgespeckten akkustischen Art und Weise instrumentiert hätte, und das hätte auch Seal's performance gut getan, denn dann hätte er seiner Stimme Ausdruck verleihen müssen, um die Songs zu tragen.
Sorry das war nix - taugt bestenfalls als Weihnachtsgeschenk für die Schwiegermutti, die sich eigentlich für Musik nicht interessiert, aber ich hoffe immer noch darauf, daß der Mann wieder ein Album aufnimmt, für das er bereit ist künstlerisch wieder 100 Prozent zu geben - und da müssen nicht mal Hits drauf sein. Vielleicht wird diese Geschichte ja noch fortgeschrieben und es gibt doch noch ein happy end.
|
|
|
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Überflüssig, 9. April 2009
Warum Seal diese CD gemacht hat ist ein Rätsel. Die Songs kommen im Orginal einfach besser rüber. Es liegt mächtiges Hitpotenzial vor, doch für mich sind die Songs irgendwie vergeigt. Da macht auch die tolle Stimme von Seal nichts gut. Klassiker sollte man eben nur covern, wenn auch eine gute Idee vorliegt, was hier aber fehlt. Ein guter Name und gute Songs reichen eben doch nicht aus, um eine gute CD zu produzieren. Hätte mehr erwartet.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|