Als Sealfan der ersten Stunde war ich vom ersten Soul-Album etwas enttäuscht. Zu lustlos produziert mit Musik aus der Konserve wirkte das Album für mich etwas "billig".
Das kann man von seinem Nachfolger wahrlich nicht sagen. Der Hauptgrund dafür ist Trevor Horn. Der Mann, der Seal entdeckt und mit dem der Ausnahmesänger seine besten Alben produziert hat, saß bei Soul 2 gemeinsam mit David Foster an den Reglern. Jeder Song ist fantastisch abgemixt und wurde mit hohem Aufwand aufgenommen (man beachte die Songcredits). Schön ist auch, dass Seal eher weniger bekannte Songs gewählt hat und damit die Klischees des ersten Soul-Albums vermieden hat. Für Sealfans ist dieses Album ein Muss, vier Sterne gibt es von mir nur, weil es eben ein Coveralbum ist. Hoffen wir, dass das nächste Studioalbum wieder von Trevor Horn produziert wird, denn die beiden sind einfach ein Dream-Team.
Noch ein abschließender Satz zu den Seal-Rezensionen im Allgemeinen: Diese Seal-Schelte ist unerträglich. Es geht hier um seine Musik, nicht um sein Privatleben oder Auftritte, die er irgendwo absolviert hat.