Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. Soubrette werd ich nie | |||
| 2. Ich geh auf Glas | |||
| 3. Wenn du aufwachst | |||
| 4. Schlampenfieber | |||
| 5. Kosmos | |||
| 6. Januar (Wenn die Mona Lisa weint) | |||
| 7. Erwarten se nix | |||
| 8. Klaus-Trophobie | |||
| 9. Voyeur | |||
| 10. Ich geh jetzt aus (sonst geh ich ein) | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Diva | |||
| 2. AnNa Galaktika | |||
| 3. Durchgedreht | |||
| 4. Frühling | |||
| 5. Niemehr niemals mit dir | |||
| 6. Sinne nähmst | |||
| 7. Bestes Stück | |||
| 8. Ödenreich | |||
| 9. Bunte Herzen | |||
| 10. Schlampenfieber | |||
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Damals, im Winter 1992, stellten sie hoffnungsfroh ihr erstes eigenes Album in die Läden und glaubten, dass nun das große Pop-Leben beginnt. Irgendwie begann aber gar nichts, denn die CD wurde kaum wahrgenommen. Dafür tourten AnNa R. und Peter landauf, landab, spielten vor 5 Leuten, vor 10, manchmal auch vor 50. Ein paar Alben gingen auch über die Ladentische, vielleicht sind es mittlerweile 20.000 oder 30.000, ganz genau kriegt man die Zahlen nicht mehr zusammen. Eins ist aber klar: Das Album hat eine wirklich spezielle Ausstrahlung, eine Stimmung, die zwischen Wahnsinn und Trauer pendelt, eine schwankende Brücke zwischen allen Gefühlslagen. Wer einmal über diese Brücke gegangen ist, findet keinen Weg mehr zurück.
Die Radios ignorierten Rosenstolz zu jener Zeit konsequent. Das sollte auch noch viele Jahre so bleiben. Aber immerhin gab es ein paar TV-Sender, die das musikalische Doppel zumindest interessant fanden und Rosenstolz in ihre TV-Shows einluden. Ein paar ausgewählte Fernsehauftritte sind nun erstmalig auf der Bonus-DVD enthalten.
Mit dem Wechsel zur Firma Polydor wechselten auch die alten Rosenstolz-Alben. So erschien "Soubrette werd' ich nie" 1996 unter dem Polydor Label, in einer leicht veränderten Version. Da AnNa und Peter parallel gerade an einer Neueinspielung des Songs "Königin" arbeiteten, die 1997 auf ihrem Album "Die Schlampen sind müde" veröffentlicht werden sollte, wurde auf die Originalversion des Stückes bei der Neuveröffentlichung von "Soubrette werd' ich nie" verzichtet. Damit ist diese Fassung auch verschwunden und war lange nicht mehr erhältlich. Allerdings lebte sie bei den "alten" Fans weiter und ist heute Kult. Auf der nun vorliegenden Veröffentlichung ist sie endlich wieder dabei. Auch das kleine akustische Finale der Originalversion des Albums ist auf der Neuveröffentlichung 1996, aus welchen Gründen auch immer, verschwunden: AnNa's zaghaft gehauchtes "Ok?" und die Antwort aus dem Aufnahmeraum "Prima!"... finden sich auf dieser Version wieder.
In den anderthalb Jahren vor der Veröffentlichung ihres ersten Albums waren AnNa und Peter wahnsinnig kreativ. Regelmäßig trafen sie sich in der Küche von Peters Friedrichshainer Hinterhofwohnung, um neue Songs zu schreiben. Die nahmen sie auf ein altes Vierspur-Tonband auf. Die schönsten Songs veröffentlichten sie auf drei Musikkassetten, die sie privat verkauft haben. Die Auflagenhöhe dieser Kassetten ist heute nicht mehr zu verfolgen, mehr als jeweils 50 werden es aber wohl nicht gewesen sein. Für die Neuauflage ihres Kultalbums "Soubrette werd' ich nie" haben sich AnNa und Peter nun noch einmal ihre alten Kassetten angehört. Es war nicht nur ein lustiger, sonder auch ein sehr nostalgischer Nachmittag. Mit mehr als 15 Jahren Abstand hört man diese alten Aufnahmen zwar mit anderen Ohren, aber das Herz ist noch genau so aufgeregt wie früher. Die Aufnahmetechnik war verheerend und extrem simpel, der Sound ist schrecklich, AnNa singt einfach "drauf los"... aber: Die Aufnahmen haben so viel Charme und sind so echt, wie AnNa und Peter nun eben mal sind. Voller Tatendrang saßen sie in der Küche und glaubten daran, etwas wirklich Großes, Einmaliges zu schaffen. Und man kann sie da förmlich sitzen sehen und spürt ihre Freude an allem, wie sie sich schlapp lachen über ihre mondän-lasziven Texte, wie sie förmlich in sich selbst versinken in ihre zutiefst traurig-nachdenklichen Songs. Damals in der Küche haben sie experimentiert, probiert und es einfach gemacht. Ohne groß zu fragen, ob das richtig ist oder reichen wird. Sie haben einfach daran geglaubt. So, wie sie auch heute noch an das, was sie machen, und an sich selbst glauben. Erstmalig veröffentlichen sie nun eine Auswahl ihrer uralten Songs auf einer CD, worüber sich viele Fans sicher freuen werden. Einigen mögen solche Aufnahmen vielleicht peinlich sein, aber letztendlich sind sie ein Dokument, die einen Anfang widerspiegeln... Den Anfang von Rosenstolz, die zu jener Zeit noch nicht einmal einen Bandnamen hatten. Das war der Anfang. Wie es weiter ging, ist eine lange Geschichte...
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