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Sorry [Gebundene Ausgabe]

Zoran Drvenkar
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (158 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [1.16mb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Ullstein; Auflage: 3. (2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550087721
  • ISBN-13: 978-3550087721
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (158 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 66.705 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Zoran Drvenkar
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Am Anfang stand ein Traum. Autor Zoran Drvenkar träumte eines Nachts, er würde gemeinsam mit Freunden eine Agentur gründen; eine ganz besondere Agentur – eine Agentur für Entschuldigungen. Aus diesem seltsamen Traum entstand bei ihm die Idee zu einem spannenden Thriller. Doch das Schreiben desselben wurde für Drvenkar selbst zu einer Art Albtraum...

„Das Buch kam mir bedrohlich vor, sodass ich fast ein Jahr mit dem Schreiben ins Stocken geriet. Ein Schriftsteller sollte sich nicht vor seinem Buch fürchten, und wenn er sich fürchtet, muss er sich den Dämonen stellen. Und das wurde dann die härteste Arbeit...“, so bekennt der insbesondere für zahlreiche erfolgreiche Kinder- und Jugendbücher bekannte Autor in einem Interview. Die Mühe seines Schöpfers merkt man dem Buch nicht an – wohl aber die außergewöhnliche Intensität, eine Art Sog des untergründigen Grauens, der diese unheimliche Geschichte durchzieht.

Tamara, Kris, Wolf und Frauke sind seit ihren gemeinsamen Berliner Schultagen befreundet. Obwohl alle schon um die dreißig sind, leben sie immer noch mehr oder weniger erfolglos in den Tag hinein; bis Kris eines bekifften Abends eine ziemlich verrückte Idee hat: Wie wäre es, eine Agentur zu gründen, die sich für andere Leute entschuldigt? Die Freunde setzen die Idee in die Tat um – zu ihrem eigenen Erstaunen mit größtem Erfolg.

Ob zu Unrecht gekündigte Mitarbeiter oder schmachvoll verlassene Geliebte: Die Agentur „Sorry“ entschuldigt sich im Auftrag ihrer Kunden bei ihnen allen. Mit der Erlösung von Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen lässt sich eine Menge Geld verdienen. Alles läuft gut - bis Wolf eines Tages vor einer grausam zugerichteten Leiche steht, mit dem Auftrag, sich bei dieser zu entschuldigen. Der Mörder beginnt ein beklemmendes Spiel mit den Freunden, in dessen Verlauf diese nicht zuletzt mit ihren eigenen Abgründen konfrontiert werden… - Ulrike Künnecke, Literaturtest

Pressestimmen

»Ein intelligent verschachtelter und äußerst spannender Roman« Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.08.09, Tilman Spreckelsen »... schert aus dem Einerlei der Genre-Produktion aus und baut einen komplexen Plot, der bis zur letzten Seite in Atem hält ... Vielschichtig inszeniert Drvenkar ein verwirrend spannendes, mit drastischen Gewaltakten ausstaffiertes Szenario, das die Täter- und Opferrollen in Frage stellt.« DER SPIEGEL, 06.04.09 »Dieser Thriller bricht mit Erwartungen und Konventionen, dass es eine Kunst ist. Eine große Lesefreude sowieso.« DIE WELT, 28.03.09

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40 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schuldfrage 12. Februar 2009
Von Stephanie Philipp VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Schuld ist ein Thema, mit dem jeder Mensch früher oder später in Berührung kommt. Nicht wenige Menschen brechen unter der Last der Schuld zusammen und einige von ihnen sehen schließlich nur noch Auswege, die sich nur schwer bis gar nicht mit den Interessen anderer Menschen vereinen lassen.

Ein solcher Fall wird dem Leser in "Sorry" von Zoran Drvenkar präsentiert. In einem ersten Kapitel, was auch dem thrillererprobten Leser den Angstschweiß auf die Stirn treibt, wird ein brutaler Mord an einer Frau in allen Einzelheiten und sehr bildlich beschrieben.
Im weiteren Verlauf des Buches baut der Autor dann eine Geschichte um vier Freunde auf, die mit einer besonderen Geschäftsidee erfolgreich in die Selbständigkeit starten - einer Agentur, die sich stellvertretend für den Auftraggeber bei gewünschten Personen entschuldigt. Alles läuft reibungslos, bis sie den Auftrag erhalten, sich bei einer Toten zu entschuldigen. Von diesem Moment an befinden sie sich in einem Strudel aus Gewalt, Angst, Drohungen und Pflichtbewusstsein.

Dies allein wäre schon spannend genug, wenn nicht die ständig stattfindenden Wechsel der Erzählperspektive verdeutlichen würden, dass die Identität des Mörders mehr als fragwürdig ist und er eigentlich gar nicht mehr existieren dürfte.
Drvenkar erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der Freunde, aus der Sicht des Mörders und aus der Sicht einer dritten Person, deren Identität erst ziemlich weit am Ende deutlich wird. Durch die Perspektiv- und damit verbunden auch die Zeitwechsel (und Rückblicke), erlebt der Leser die gleiche Szene unter Umständen mehrmals aus verschiedenen Blickwinkeln. Dies ermöglicht es gerade am Ende zum Teil, Schlüsse zu ziehen, dennoch bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten.

Der Autor versteht es, die Situationen der Handlung und die Stimmungen der Personen sehr detailliert und greifbar zu beschreiben, wodurch man als Leser von Beginn an immer weiter lesen muss. Der bereits erwähnte fulminante Einstieg macht das Buch bereits zu einem Lesehighlight - auch wenn teilweise brutale, erschreckende und furchtbare Szenen beschrieben werden (Stichwort: Kindesmissbrauch) und sich mir beim Lesen des Öfteren der Magen umdrehen wollte. Dieses Buch ein absoluter Buchtipp und somit absolut empfehlenswert.
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28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
In Zoran Drvenkars neustem Roman geht es vorwiegend um Schuld und die Sühne. Können Außenstehende Schuld anderer übernehmen, ist moderner Ablasshandel möglich? Ist es mit einem lapidaren "Sorry" getan? Inwiefern kann Schuld überhaupt gesühnt werden?

Vier junge Menschen, Frauke und Tamara, sowie die beiden Brüder Kris und Wolf, haben eine vermeintlich geniale Geschäftsidee. Gegen Bezahlung wollen sie sich für andere Menschen entschuldigen. Schnell hat ihre Agentur einen gut zahlenden Kundenkreis. Manager, die ein schlechtes Gewissen gegenüber entsorgten Mitarbeitern, verlassenen Expartnerinnen usw. haben und sich mit diesen "Problemen" nicht mehr selbst beschäftigen möchten. Alles scheint bestens zu laufen, bis sie sich eines Tages bei einer brutal ermordeten Frau entschuldigen sollen...

"Sorry" ist keine einfache Lektüre, weder sprachlich noch inhaltlich. Häufige Perspektivwechsel und Zeitsprünge sind anfangs etwas verwirrend, die Brutalität mancher Szenen erschreckend und für meinen Geschmack allzu detailliert beschrieben. Ohne diese Szenen hätte ich "Sorry" vermutlich in einem Zug durchgelesen, so fesselnd ist es geschrieben.
Drvenkars präzise und knappe Schilderungen ließen Bilder in meinem Kopf entstehen, die Figuren lebendig werden. Sehr ungewohnt ist, dass der Leser mit "du" angesprochen wird und in die Position des Mörders versetzt wird. In anderen Kapiteln ist der Leser dann mit dem Erzähler Beobachter und bleibt so stets Beteiligter der Geschichte.

In diesem ungewöhnlichen Psychothriller spielt die Polizei nur eine Nebenrolle. Die Spannung wird durch den Einblick in die Abgründe menschlicher Seelen und zwischenmenschlicher Beziehungen erzeugt, sowie durch das Verhalten von Menschen unter extremer psychischer und körperlicher Belastung. Wer ist Täter und wer Opfer? Die Beantwortung dieser Frage ist bei "Sorry" nicht so leicht, wie es anfangs scheint.

Störend fand ich die konsequente Verwendung von ß statt ss, sogar bei Boss und Business, sowie die fehlenden Satzzeichen bei wörtlicher Rede.

"Sorry" fragt nach Schuld und Moral und überlässt die Beantwortung dieser Fragen dem Leser. Ein beeindruckendes Buch, das ganz anders endet als erwartet und die Leser nicht nur deshalb noch lange beschäftigt.
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25 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zuviel des Guten! 20. Februar 2009
Von Hamlet
Format:Gebundene Ausgabe
Eigentlich möchte ich für das Buch gar keine Wertung abgeben und kann meine Empfindungen auch nur schwer in Worte fassen. Zoran Drvenkar mutet seinem Leser einiges zu, vielleicht werde ich auch nur dünnhäutiger mit der Zeit:

Ich weiss nicht, in wie weit der Autor Anleihen bei literarischen Vorbildern genommen hat, aber Dennis Lehane hat in "Mystic River" (ebenfalls veröffentlicht unter "Spur der Wölfe") das gleiche Motiv wesentlich subtiler behandelt. Im Gegensatz dazu kommt Drvenkar mit dem Holzhammer daher und schildert die gewalttätigen Perversionen absolut detailverliebt und dermaßen drastisch, dass ich mehr als einmal kurz davor stand, das Buch zuzuklappen.

Der Stil ist allerdings auch gänzlich anders als bei Lehane: Drvenkar erzählt im Präsens und aus unterschiedlichen Perspektiven, schafft es dadurch aber nie, dass sich beim Leser eine entsprechende Distanz aufbaut. Die Geschichte legt dadurch ein hohes Tempo vor und zieht den Leser tief hinein. Aber vielleicht ist das auch so gewollt, um die Emotionen des Lesers anzusprechen und zu fesseln.

Natürlich ist Kindsmissbrauch immer ein Thema, das sehr stark emotional besetzt ist. Aber gerade hier hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl von dem Autor erwartet. Und ich kann mich nur einem meiner Vorschreiber anschließen: Ich mache mir ernsthaft Gedanken um die Seelenzustände von Herrn Drvenkar!
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Der Leser ist der Täter... oder so ähnlich
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Das Buch ist von Anfang spannend und bleibt es bis zum Schluss. Man mag es gar nicht aus der Hand geben.
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Vor 14 Tagen von erwinleseratte veröffentlicht
schlicht: Großartig
Sorry ist keine leichte Kost. Hier wird die Schuldfrage nicht einfach der Kripo überlassen, hier geht es nicht um Äußerlichkeiten. Was ist Schuld? Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von LeseLust veröffentlicht
Gute Idee
Die Geschäftsidee ist genial und so baut der Krimi auf einem ordentlichen Fundament auf. Auf jeder Seite Spannung. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Sender veröffentlicht
unter die Haut ...
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