Das Buch löste in unserer Familie eine rege Diskussion aus. Tja, was kann man eigentlich tun, wenn man in der Schule von größeren Schülern geärgert oder gar erpresst wird?
Das Buch gibt klare Lösungsvorschläge und ich empfand es als gelungene Diskussionsgrundlage. Die farbenfrohe grafische Umsetzung dürfte das übrige dazu beigetragen haben, dass meine beiden Kinder geradezu gebannt der Geschichte zuhörten. Meiner Meinung nach erfüllt das Buch seinen Anspruch, ein „Mutmachbuch" zu sein, ohne weiteres.
Zum Inhalt: Sophie wird auf ihrem Weg zur Schule sei einiger Zeit von größeren Schülern bedrängt. Es braucht eine Zeit, bis sie sich traut, darüber mit Erwachsenen zu sprechen. Doch als sie sich dann traut, macht sie nicht nur die Erfahrung, dass andere Kinder ganz ähnliche Probleme haben wie sie, sondern auch, dass sie diesem Problem nicht hilflos ausgeliefert ist. In der Schule kann man Schüler zu Streitschlichtern ausbilden, auf dem Schulweg kann man sich mit anderen zusammen tun, anstatt alleine unterwegs zu sein. Und wenn man sich als Gruppe zusammen tut und nach außen hin zeigt, dass man sich nicht mehr einschüchtern läst, dann kommt es nicht mehr so schnell zu Übergriffen. Ganz wichtig auch: man lernt, wie wichtig es ist, sich von außen Hilfe zu holen. Denn dann bieten einem andere vielleicht Hilfestellungen an, die man vorher gar nicht bedacht hatte.
Stellt sich noch die Frage, für welches Alter das Buch geeignet ist. Die Sophie in der Geschichte besucht die zweite Klasse, auch Erstklässler oder Vorschulkinder werden das Buch aber sicherlich mit Gewinn vorgelesen bekommen, wenn das Thema in ihrem Umfeld gerade ansteht.
Kompliment an das die beiden Verfasserinnen des Buches, die mit diesem Buch eine gute Hilfestellung geben, um über ein wichtiges Thema ins Gespräch zu kommen.