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Produktinformation
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Während die Geschwister Sophie (Julia Jentsch) und Hans Scholl als Mitglieder der „Weißen Rose" Flugblätter auf der Münchner Universität mit hetzerischen Parolen gegen das Machtdiktat Hitlers und dem Aufruf zur Beendigung eines längst verlorenen Krieges unter die Studenten bringen wollen, werden sie von der Gestapo verhaftet. Getrennt voneinander werden die Geschwister verhört und der Verfassung anderer öffentlicher Pamphlete bezichtigt. Hans ist geständig, doch davon weiß weder der Kinogast noch seine Schwester Sophie. Minutiös folgt von nun an die Kamera den Verhören Sophies durch Robert Mohr (Alexander Held), einem regimetreuen Gestapobeamten. Fast eine Stunde lang lebt der Film von den frontal-genialen Kameraeinstellungen und von den um die Schuld oder Unschuld kreisenden Dialogen zwischen der jungen, hübschen Studentin und dem verhärmten Gestapomann. Mit großem Geschick, Ruhe und Klarheit in ihren Worten stemmt sich Sophie anfangs gegen die bohrenden Fragen Mohrs. Als bekannt wird, dass ihr Bruder alle Schuld auf sich genommen hatte, bekennt sie sich ebenso schuldig, und damit zu ihrem Bruder und der Freiheit des menschlichen Wesens. Die Ruhe und Klarheit weicht jedoch nicht aus ihren Worten. Robert Mohr kann seine Faszination für Sophie Scholl nur kaum verbergen, als sie mit Aussagen wie „das Gewissen ändert sich nicht, Gesetze jedoch schon" den totalitären Unterdrückungswahn Hitlers gewissermaßen vor das Jüngste Gericht stellt. Mohr ist so sehr angerührt, dass er Sophie, dem Häftling, echten Bohnenkaffee reicht und von seinem Sohn, der nur ein Jahr jünger ist als sie ist, erzählt, ohne dabei seine unterkühlte Miene zu verziehen.
In den brillanten Dialogen dieser beiden herausragenden Schauspieler malt der Film "Sophie Scholl - Die letzten Tage" nie schwarz-weiß und stellt den Gestapobeamten Mohr nicht wie einen Gegenpol zu Sophie Scholl als „das Böse schlechthin" dar, sondern differenziert vielmehr feinsinnig, ohne dabei den sanften Wesenswandel Mohrs zu überzeichnen.
Schlussendlich möchte Robert Mohr Sophie Scholl vor dem drohenden Todesurteil sogar bewahren, sie rüttelt aber nicht daran, sich schuldig zu bekennen und zieht es vor, für ihre Freiheit lieber in den Tod zu gehen. Gemeinsam mit Ihrem Bruder Hans und einem weiteren Mitglied der „Weißen Rose", Christoph Probst wird sie nur 4 Tage nach ihrer Verhaftung in einem Schauprozess von Roland Freisler, dem Präsidenten des Volksgerichtshofs, unter Missachtung aller juristischen Formen verurteilt und noch am selben Tag guillotiniert.
Für all jene Menschen, die sich heute in Tagen von Terror und sinnlosem Krieg mit Themen wie Freiheit, Gerechtigkeit oder Gottesglauben weit über den dialektischen Diskurs hinaus beschäftigen wollen und auf der Suche nach dem stillen, verborgenen „Dahinter" sind, ist dieser Film wie geschaffen. "Sophie Scholl - Die letzten Tage" macht diese Attribute tief drinnen fühlbar und pflanzt quasi dem Kinogast ein Verständnis für die wahren, zeitlosen Werte mitten ins Herz. Wunderbar, ein Geschenk des Himmels!
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