Im 6. Bd. wollen die Reitschüler der Himmelwiese mit ihren Pferden eine Weihnachtsaufführung veranstalten und dafür selbst ein Stück inszenieren. Dabei gibt es allerlei Reibereien: Ines, die Reitbeteiligung von Jonnys Pferd Grisabell, vereinnahmt, die Stute immer mehr, so dass Jonny kaum noch zum Reiten kommt. Erschwerend kommt hinzu, dass Jonnys Mutter ihre Tochter lieber als erfolgreiche Geigerin sieht und sie am liebste von ihrem Pony trennen würde. Jana hat die Aufgabe übernommen, das Weihnachsttück nach den Wünschen der Reiter und Talenten der Pferde zu schreiben, was ihr auch ganz gut gelingt. Leider ist sie unglücklich verliebt in Frederic, der mit seinen Pferden Negrito und Kirk neu in den Stall gezogen ist. Frederic sieht gut aus, reitet gut, ist aber unglaublich selbstverliebt und arrogant. Er ist davon überzeugt, dass nur das schönste Mädchen für ihn als Freundin gut genug ist, und hat es daher auf die hübsche Michelle abgesehen. Diese kann aber wiederum den oberflächlichen Frederic nicht ausstehen, sie durchschaut ihn und gibt ihm scharf Kontra, als Frederic sich über ihr Pony Ares lustig macht. Sophie hat ebenfalls Sorgen, sie soll in der Aufführung eine Musikerin zu Pferd spielen und für Michelle und ihr Pony ein Solo auf der Gitarre spielen. Das Lampenfieber ist groß, obwohl Sophie eine talentierte Gitarristin ist.
Bis die Weihnachstaufführung steht, geht es im Stall also drunter und drüber.
Das Buch ist witzig und realistisch geschrieben, es läuft nicht immer alles rund im Leben wie in vielen anderen Pferdbüchern, wo die Helden jedes Problem sofort lösen und immer und überall erfolgreich sind. Manchmal muss man eben Kompromisse eingehen, aber das macht die Sophie-Serie echt. Auch der Umgang mit den Pferden wird realistisch beschrieben, der Leser lernt dabei noch einiges dazu, es sind keine "Wundertiere", sondern eben "nur" Tiere.
Die Sophie-Reihe ist unbedingt zu empfehlen!