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am 6. April 2015
Bis jetzt war ich überzeugter Canonist und ich weiß, dass mich mancher beim Lesen dieser Einschätzung verdammen möchte. Trotzdem, ich bin nach vielen Jahren der Nutzung von Canon-Vollformat-Kameras (zuletzt die EOS 5 D Mark II mit ausschließlich L-Objektiven) in das Sony-Lager gewechselt. Nach langem Zögern und Zagen und mit nicht unerheblichen finanziellem Verlust. Warum? Ich war es leid, ständig mehrere Kilo mit mir herum zu schleppen, aber ich tat es trotz Rückenproblemen immer wieder, weil ich unbedingt die Bildqualität des Canon-Vollformats wollte.
Ich konnte mir nichts Besseres vorstellen (ausgenommen Mittelformat ).Dann kam die Alpha 7 R. Klein, leicht und mit einer Bildqualität ,die um einiges besser als die meiner Canon war. Zur Einschränkung muss ich erwähnen, dass ich vorwiegend Landschaften, Architektur, Makro und Porträts fotografiere. Wäre Sport mein Thema, hätte ich nicht gewechselt. Der Autofocus der 7 R ist zwar schneller als der der 5 D Mark II, aber langsamer als der der Mark III. Als die 7R bei mir eintraf, schaute ich zuerst mit gemischten Gefühlen auf den Winzling. Klasse-Verarbeitung ,eine Unmenge Möglichkeiten zur individuellen Einstellung usw. Dann mit dem 55er die ersten Aufnahmen, in LR 5 importiert und
es haute mich um. Nie vorher war ein Foto von mir so scharf, detailreich und homogen. Jetzt war für mich der Wechsel beschlossene Sache.
Es macht eine riesige Freude mit den gut 400 Gramm plus Objektiv zu fotografieren und ohne Rückenschmerzen das Ergebnis nach Hause zu tragen. Klar ist natürlich, man erntet weniger Aufmerksamkeit, als wenn man mit fast 2 Kilo Kamera durch die Gegend läuft. Natürlich gibt es auch Kleinigkeiten, die ich nicht so gut finde, z. Bsp. das scheppernde Geräusch bim Auslösen. Die Kamera hat in den Rezensionen viel Lob erhalten. Dem ist nichts hinzuzufügen, nur eines noch: der Sucher ist eine Klasse für sich ! Jede Änderung z.Bsp. der Belichtung wird sofort im Sucher sichtbar, man sieht immer das Bild so, wie es aus der Kamera kommen wird. Für alle, denen die Bildqualität über alles geht, eine klare Empfehlung von mir. PS: Mancher Profi ist auf die Alpha 7R umgestiegen und wurde dafür in den Medien ,zerrissen,. Soviel ich weiß, hat keiner von ihnen der Sony den Rücken gekehrt. Nach mehrwöchigem Gebrauch diese Ergänzung:
Ich bin nach wie vor begeistert von der wahnsinnig guten Bildqualität und habe den Kauf / Umstieg nicht bereut. Mit der 7R habe ich eine Kamera, die bei geringem Gewicht Spitzenleistungen liefert. Jetzt hat auch mein früherer Hersteller Kameras mit bester Bildqualität entwickelt. Aber sie sind teuer und sehr, sehr schwer. Für manche Aufgabe werden sie der 7 R vorzuziehen sein. Ich denke dabei an Sport, Action u.a. Disziplinen, die einen sehr schnellen Autofocus benötigen. In der Bildqualität schlagen sie m.E. die 7R nicht.(Gute Objektive sind dafür allerdings die Voraussetzung).Ich kann mich immer noch nicht satt sehen an den Landschaftsaufnahmen der 7R,in denen -auch im Druck -jedes einzelne Blatt zu erkennen ist. Was könnte an dieser Kamera besser sein?: Das schon erwähnte Auslösegeräusch wäre z.Bsp. nichts für Tierfotografie in freier Wildnis. Nach dem ersten Schuss wären alle Tiere verschwunden. Der Stromverbrauch ist vergleichbar hoch, ein zweiter mitgeführter Akku ist Pflicht. Die Megapixel verlangen nach guten Objektiven und die sind vergleichsweise teuer. Das Fotografieren mit der Kamera macht sehr viel Spaß, bei bisher keiner meiner Kameras hatte ich solch ein gutes Sucherbild und die Möglichkeit, ohne die Kamera vom Auge zu nehmen, fast alle Aufnahme-Parameter einzustellen. Das Objektivangebot wird auch immer umfangreicher. Fazit: Ich habe den kostspieligen Umstieg nicht ein Minute bereut. Es macht mir viel Freude mit Kompaktkamera-Gewicht durch die Gegend zu ziehen und bestmögliche Bildergebnisse nach Hause zu bringen. Und auch mein Rücken dankt es mir mit weniger Beschwerden. Wer jung und kräftig ist, wird diese Vorteile nicht so sehen. Aber warum Kraftsport leisten, um gutes Material zu erhalten, wenn es auch viel leichter und -so glaube ich- besser geht. Einige Rezensionen veranlassen mich, nach einiger Zeit meine eigene zu ergänzen. Alles bisher Gesagte hat sich in der weiteren Nutzung der Kamera voll bestätigt, Die Kamera arbeitet zuverlässig und erzielt Spitzenfotos, wenn man die technischen Besonderheiten eines solchen Pixel-Boliden beachtet. Eine hohe Auflösung wird durch Verkleinerung der Pixel erreicht. Und je kleiner diese sind, desto stärker wirken sich natürlich Verwacklungen aus. Wer die Kamera also kauft, um damit Reportagen zu machen ,seine Familie oder Hund und Katze frei Hand zu fotografieren, kann-den Eindruck habe ich bei mancher Rezension- enttäuscht von der Schärfe sein. Ich glaube, dieses Problem löst auch nicht die R II. Die Qualität einer hochauflösenden Kamera- egal welche- erschließt sich erst in Kombination mit einem Stativ ! Schon die 1/250 ist bei 50mm-Objektiv die längste vertretbare Zeit. Auch fallen riesige Datenmengen an, die nicht jeder PC locker verkraftet. Wer sich seine Fotos nur auf dem Bildschirm ansieht, braucht die hohe Auflösung auch nicht, erst im Druck kommt die außerordentliche Detailschärfe wirklich zur Geltung.
Mein Vorschlag an alle, die schlechthin nur allgemein fotografieren wollen, kaufen Sie die A 7 II oder eine andere Kamera, sie werden damit mehr Freude haben. Wenn in einer Rezension steht, die Anschaffung der 7 R erfolgte, um alte manuelle Objektive zu nutzen, wird das Ergebnis vielleicht enttäuschen. Nur die z.Zt. besten Objektive und ältere Spitzen-Objektive genügen den Anforderungen der R.,egal, ob manuell oder mit AF.
Wer Spitzenbilder will und ein leichtes Stativ nicht scheut, für die Aufnahme sich etwas Zeit nehmen kann, sollte zur R greifen. Er wird bestimmt nicht enttäuscht.
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am 14. Dezember 2013
Da ich aktuell in China arbeite und lebe und Sony die Kamera hier früher auf den Markt gebracht hat bin ich schon seit dem 23. November stolzer Besitzer einer Sony A7R.

Vorgeschichte:
Fünf Jahren habe ich mit der Nikon D90 durchgehalten und war soweit sehr zufrieden, dennoch war es Zeit für was Neues. Dieses Mal sollte es eine Vollformat sein und natürlich hab ich mich zuerst im Nikonlager umgesehen. Hatte schon die D600 auserkoren, aber dann kamen immer mehr Meldungen vom Sensorproblem mit Öl und Staub. Die D610 hat mich dann auch schon nicht mehr interessiert, da sie nicht die Neuerungen der (nahezu zeitgleich erschienenen) D5300, built-in WiFi und GPS mitbrachte. Dann hab ich meinen Fokus auf die D800e gelegt. Hätte Sony nicht dazwischen gefunkt, wär es wohl jetzt diese Kamera gewesen. Was sofort mein Interesse weckte war die Baugröße der Sony. Die D800(e) ist ja ein ganz schöner Brocken und die hat man nicht einfach mal zufällig dabei.

Wieso habe ich mir die A7mitR und nicht die A7ohneR gekauft?
Anfangs war ich eigentlich mehr auf die A7 aus. Erfahrungsgemäß ist es ja so, dass ein Mehr an Pixel mit einen höheren Bildrauschen Hand in Hand geht. Aber dann tauchten die ersten Tests im Internet auf und heiß, dass die A7R das Bildrauschen nahezu genauso im Griff hat wie die A7. Desweiteren wurde berichtet, dass der Phasen-AF mittels 117 Messpunkten den nur in der A7 verbaut ist kaum Vorteile bringt. Und dann wurde noch auf der Internetseite des Chip Magazins veröffentlicht, dass die A7R in punkto Bildqualität die D800e deklassiert hat und mit Mittelformatkameras verglichen werden kann... Da war die Entscheidung dann gefallen.

Die Kamera bekommen:
Ich hatte Kamera vorbestellt und somit gleich bei Veröffentlichung erhalten. Natürlich möchte man gleich loslegen, aber da wird man schnell ausgebremst. Der Akku ist fast leer gewesen und muss dann in der Kamera geladen werden und Kamera sollte dazu aus sein. Hab mir dann während der eeeeewig langen Ladezeit (über 3 Stunden) gleich ein externes Ladegerät und einen Zusatzakku im Internet bestellt. Wer gleich los legen will sollte das vorher machen.

Objektive:
Zum Start war eigentlich nur ein FE-Mount für die A7R auf dem Markt: das 35mm f2.8 von Zeiss. Das wollte ich aber nicht. Meiner Meinung müsste das viel billiger sein oder zumindest ein f1.X
Hab mir dann einen Kipon NIK-NEX Adapter gekauft, womit ich zwei meiner Nikon Linsen verwenden kann. Das Nikkor 50mm F1.4D und das Tokina Makro 100 F2.8D. Beide sind Vollformat tauglich und haben einen Blendenring und funktionieren prächtig an der Sony. Dennoch fehlte mir was im WW-Bereich so habe ich der Empfehlung von Steve Huff vertraut und mir das Voigtländer Nokton 35mm F1.2 II mit einem Kipon L/M-NEX Adapter gekauft. Eine wirklich sehr gute Entscheidung. Das Teil ist schon bei F1.2 knackscharf und bei F2 herausragend.
Durch meine Entscheidung diese Objektive zu nehmen habe ich natürlich eine paar Nachteile, die sich aber nicht auf die Bildqualität auswirken. Blende und Fokus müssen manuell eingestellt werden. Die Kamera weiß nicht was für ein Objektiv montiert ist und somit macht auch die Zeitautomatik auch mal Fehler. Aktuell stelle ich meistens alles (Fokus, Blende, Belichtungszeit, ISO) manuell ein. Manchmal lass ich der Kamera die Belichtungszeit oder ISO.
Sobald das Zeiss FE 24-70 F4 auf dem Markt ist, werde ich mir das mal ansehen.
*****Update 30.01.2014: Habe jetzt das Sonnar T* FE 55mm F1.8 ZA und das ist der Hammer!!! Wird ja in gewissen Tests schon mit dem 4x so teueren Otus verglichen. Schon ganz offen ultrascharf von Ecke zu Ecke. Das einzigste was man bemägeln könnte ist, dass es halt ein F1.8 und kein F1.4 ist, aber in der Praxis stört das meist nicht.

Der Kamera-Body, Verarbeitung und Bedienung
Die Verarbeitung ist sehr wertig und wenn man die Kamera in die Hand nimmt wird sofort jedermann klar, dass dies keine "Billigcam" ist. Über das Aussehen kann man streiten, aber ich finde sie ganz schön. Ok der Buckel wo der elektrische Sucher drin steckt, hätte man vielleicht... ne das passt schon. Die Klappe für den Akku macht jetzt für mich nicht den Eindruck von "Unkaputtbar", aber sonst ist die Verarbeitung top. Die Drehräder haben ein angenehmen Wiederstand und das klappbare Display hat auch schon seine Nützlichkeit mehrfach unter Beweis gestellt. Für das Display hatte ich mir dann noch gleich so einen aufklebbaren Schutz bestellt.
Die Bedienung finde ich hervorragend und durch die drei frei programmierbaren Tasten und Einstellrad ist es wirklich leicht mit die Schnellzugriffen die richtige Einstellung zu tätigen. Dennoch sind ein paar Kleinigkeiten, die mir nicht so gefallen:
- Wenn man bei der Bildwiedergabe ins Foto zoomen will, muss man die C2 Taste drücken. Dann springt man sofort in die 100%-Ansicht. Bei 36MP und einem sehr lichtstarken Objektiv (F1.2) ist man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in einem unscharfen Bereich.
- Der Auslöser hat tatsächlich keinen Druckpunkt. Ich habe ja aktuell noch kein AF-Objektiv, aber ich glaube wenn man erst mal was anfokusieren will mit halb durchgedrückter Taste, wird man öfter ein Foto schießen als man möchte.
- Die Video-Taste ist an einer unpraktischen Position.

Die Fotos,
die diese Kamera schießt sind grandios. Wirklich, diese Schärfe habe ich vorher noch nicht gesehen. Man kann ja bei Flickr oder 500px und anderen Seiten sich schon viele Beispielbilder ansehen, teilweise sogar in voller Auflösung. Diese Kamera definiert Schärfe nochmal neu. Natürlich kann sie nicht zaubern. Wenn man den Fokus daneben setzt oder die Belichtungszeit zu lang wählt oder sonst irgendwie es versaut ist das Bild halt Mist. Aber man kann unglaublich scharfe Fotos machen und die Qualität wie sie die Kamera verlassen ist schon sehr, sehr gut. Habe mit diesen Images viel weniger an Photoshop zu tun als vorher bei der Nikon. Braucht man die 36MP? Nein, in 95% der Fälle wohl nicht, aber gut zu wissen das man sie hat. Ist ja wie mit einem AMG-Mercedes. Der braucht die 500ps auch fast nie, aber ab und an machst einfach Spaß. Was man wissen sollte, dass selbst die JPG-Dateien schell die 20MB überschreiten, wenn man das ganze Foto scharf hat (F8+) Die RAWs noch größer. Da hat dann auch ein älterer Rechner seine Arbeit mit.
Das Rauschverhalten ist auch sehr gut, wenn auch nicht das Beste. Aber bis ISO6400 kann man die Fotos problemlos verwenden. Ok ich bin beim Thema Bildrauschen sehr pingelig und bleibe bei maximal 3200. Aber mit dem Nokton und ISO3200 kommt man in sehr dunklen Situationen noch zu brauchbaren Ergebnissen.

Shuttergeräusch
Ja es ist sehr laut. Ich hab ja mal extra noch im Netz geschaut, warum man überhaupt noch einen Shutter braucht, aber ist halt so. Er ist sehr laut und wenn man meint man könne mit der Kamera einen heimlichen Schnappschuss machen, ohne das es der Fotografierte mitbekommt, wird hier schnell eines Besseren belehrt.
Dennoch finde ich das Shuttergeräusch eher als cool an, gibt der Kamera was eigenständiges. "Separates the man from the boys!"

Akku
Der Akku ist klein und somit geht ihm auch schneller die Puste aus. Also ist nicht mit einem DSLR-Akku zu vergleichen. Aber da er so klein ist findet der Zweitakku auf jeden Fall noch Platz auch in der engsten Jeans. Unbedingt 1-2 extra Akkus kaufen + externes Ladegerät.

Elektrischer Sucher und Peak Focusing
Ich bin wirklich von dem Elektrischem Sucher (nicht das Rückdisplay) überzeugt und kann eigentlich nur Vorteile finden. Er ist sehr, sehr scharf. Er ist sehr hell. Man kann ein Live-Histogramm einblenden, oder eine elek. Wasserwaage. Die Helligkeit passt sich je nach eingestellter Belichtung an. Dann kann man noch Peak Focosing aktivieren. Dann werden die Bereiche im Sucher (oder auch auf dem Display) besonders markiert, die im Fokus sind (scharf sind). Das funktioniert ganz gut fürs manuelle fokussieren, dennoch kann man sich nicht blind drauf verlassen, sonder sollte es nur als kleine Hilfe sehen.

Für all diejenigen, die sich noch entscheiden müssen A7 oder A7R:
Wenn man einigermaßen vernünftig ist und nicht ständig Ausdrucke in DIN A2 mit 300dpi macht, sollte man sich vielleicht besser die A7ohneR holen. Das gesparte Geld dann lieber in Linsen investieren. Das ist sinnvoller. Aber da Vernunft noch nie meine Stärke war und auch wenn man sie meistens nicht braucht, es doch toll ist 36MP und die beste Bildqualität auf dem Markt zu haben. "Mit vollen Hosen ist gut stinken!"

Fazit:
Ich würde es wieder tun. Die Kamera ist angenehm von der Größe und macht die besten Bilder auf dem Markt. Die dünne Original-Objektivauswahl stört, aber das ändert sich (wenn auch nur langsam). Mit Adaptern kann man aber ich denke nahezu jedes Vollformat-Objektiv montieren. Man muss es sich gut überlegen, ob man das mit dem manuellen Fokussieren auf sich nehmen möchte. Meine Frau findet es doof und kommt gar nicht mit zurecht, aber sie ist auch nicht so Fotographie interessiert wie ich. Auch ist die Kamera nicht perfekt und klar ist Nikon Df besser im Rauschverhalten, aber da würde man wieder Äpfel mit Birnen vergleichen. Ich bin der Meinung Sony hat ein tolles Paket geschnürt und ist mal wieder Vorreiter in Innovationen was Kameras angeht. Nikon und vor allem Canon ruhen sich schon lange auf Ihren Lorbeeren aus. Das sollte bestraft werden. Der Vernünftige greift zur A7, für die anderen gibt's die A7R.

*****
Update 24.12.:
Also ich hab die Cam jetzt einen Monat und zirka 2000 Fotos geschossen und bin von rundum zufriedenen mit meiner A7R. Gegen keine Kamera der Welt möchte ich sie tauschen, zumindest solange bis Sony mit dem nächsten Knaller auf den Markt (?A9R?) kommt.
Durch das manuelle fokussieren braucht man vielleicht ein wenig länger, schießt vielleicht auch weniger Bilder, aber man macht sich dabei auch gleich noch mehr Gedankten über das Foto. Aber das nur so nebenbei, weiter im Test:

Sony App PlayMemories:
Seit dieser Woche hab ich ein neues Telefon und dieses Mal ein Android (vorher Win8 Phone) und jetzt hab ich mir auch die PlayMemories Mobile App runter geladen. Funktioniert ganz gut aber ist noch ausbaufähig. Sehr gut finde ich, dass die Fotos direkt aufs Handy geladen werden können. Geht auch recht komfortabel. Nachdem man sich verbunden hat, kann man sich am Handy durch die Fotos blättern (die Vorschau ist ein wenig unscharf, aber gut erkennbar) markiert die, die man möchte und drückt zum Schluss den Kopier-Button. Flott werden die Fotos kopiert und man kann sie gleich bei einem beliebigen sozialem Netzwerk einstellen. Man kann die Fotos in Originalgröße, 2M oder VGA übertragen lassen. Bin jetzt mal bei der Grundeinstellung 2M geblieben.
Das Fotos machen ist auch ganz lustig mit der App. Man hat Live-View auf dem Handy und kann dann bei Bedarf abdrücken. Das Foto kann dann direkt aufs Handy geladen werden. Aber für einen blitzschnellen Schnappschuss geht das Ganze noch ein bisschen zu träge. Aber trotzdem ein nice-to-have.

Die vom Shutter verursachten Vibrationen
...und damit zusammenhängende Verwackelte Fotos sind nun schon mehrfach nachgewiesen worden, aber nur in einer bestimmten Situation. Eine detaillierte Beschreibung findet man seit Samstag (21.12.) auf Sonyalpharumors(punkt)com. Um es mal kurz zusammen zu fassen: Höchste Wahrscheinlichkeit für dieses Problem ist bei Brennweiten über 150mm, Hochformat, Belichtungszeit um 1/100s und wenn das Objektiv (nicht die Kamera) auf ein Stativ montiert wurde. Das ist bis jetzt nur mit adaptierten Objektiven nachgewiesen worden (gibt ja noch kein Tele für die Cam), aber sicherlich ist das ein Punkt, den man vor dem Kauf wissen sollte.
Es wird erwartet, dass Sony dies mit einem Software-Update beheben kann. Eine Verzögerungszeit von 2/10s sollte Abhilfe schaffen, so auf SAR zu lesen. Als temporäre Lösung hatten sie ein Gewicht an das Stativgewinde der Kamera montiert. Das hatte die Vibrationen auch verhindert.
Und auch wenn ich selbst diesen Fehler nicht Reproduzieren kann (habe bei 100mm ein paar Versuche gemacht), möchte ich dennoch darauf hinweisen. Punktabzug gibt's erstmal nicht.

Da ich das bei Rezensionen selber gern lese schreib ich jetzt auch mal eine +/- Liste:
+ herausragende Bildqualität
+ Bildrauschen auf Augenhöhe mit der Konkurrenz
+ geringes Gewicht
+ geringe Baugröße
+ robustes Magnesiumgehäuse
+ sehr scharfes und sehr heller elektronischer Sucher
+ Klappbares Display
+ Tasten und Einstellräder lassen sich konfigurieren
+ Gut gelungene Motivprogramme (High Contrast BW, Micro,...)
+ App-steuerbar mit Live-View
+ NFC Übertragung
+ Fokus-Peaking-Funktion
+ Live-Histogramm und Wasserwaage einblendbar
+ 1080p Video mit 50 Vollbildern
+ Mit Adaptern kann wohl nahezu jedes Objektiv montiert werden.

o sehr lauter Shutter

- kein interner Blitz
- Autofokus bei Lowlight
- bedingt durch die kleine Bauform ist die Akkuleistung auch gering ca. 300 Auslösungen.
- Ladegerät ist nicht im Lieferumfang
- kein GPS eingebaut
(- Vibrationen vom Shutter)

*****
Update 30.12.:

RAW
Eins vorneweg: Ich bin kein Fan von RAW-Dateien und ihrer Handhabung und mit Sony wird sich das auch nicht ändern. Sony muss hier auch wieder sein eigenes Süppchen kochen und kommt mit .ARW-Dateien her. Mein Photoshop CS5 kann damit nix anfangen. Meine Version kann auch nicht updatet werden, da... (Ihr wisst schon). Also dann hab ich den "Image Data Converter Ver. 4" von der Sony-Seite runtergeladen und damit geht's dann ganz gut. Mit dem Programm kann die .ARW-Dateien entwickeln (ähnlich wie in Adobe CameraRaw) und dann mittels eines Button oben in der Menüleiste an das installierte Photoshop schicken. Was mich an der Sache stört, dass mein Laptop (Win7pro 64Bit/6GB RAM/i7 2,67GHz/NVIDIA GeForce GT 330M/256GB SSD) schon ordentlich am schnaufen ist, Lüfter auf Anschlag und der Mauszeiger ruckelt nur noch verzögert über den Bildschirm. Ob es jetzt am Programm, am Dateiformat, den 36MP oder an meinen (zugegeben nicht mehr ganz neuen) Rechner liegt vermag ich jetzt mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht zu sagen. Wahrscheinlich alles zusammen. In Photoshop geht alles fix wie immer, minimal langsamer im Vergleich zu den 12MP-Fotos der Nikon. Beim Image Data Converter muss man schon für jede geänderte Einstellung, mehrere Gedenksekunden parat haben. Das ist keine Dauerlösung und eigentlich auch nicht mal als temporäre Lösung denkbar. Werde mir wohl das aktuelle Lightroom holen.

SD oder Sony Memory Stick Duo
Es geht nur "oder" und nicht "und". Ich hatte gehofft man könnte (wie z.B. der Nikon D7100) zwei Karten einsetzten, eine für JPG und die andere für RAW nutzten. Geht nicht, nur ein Schlitz.

Manuelle Objektive
Okay, das ist jetzt eigentlich nicht zur Kamera, aber vielleicht nutzt es dem ein oder anderen der auch mit Adaptern arbeiten will.
Wie schon eingangs erwähnt nutze ich aktuell noch kein Originalobjektiv. Blende und Fokus muss ich so immer manuell am Objektiv einstellen. Das Fokussieren geht bei allen sehr gut, nur beim Nikkor ist der Fokusring für mein Empfinden ein bisschen zu leichtgängig.
Was mir nicht so gefällt sind die Blendenringe am Nikkor und am Tokina. Die Blendenreihe dieser beiden folgt den ganzen Blendenstufen, d.h. beim Nikkor 1,4 2 2,8 4 5,6 8 11 16 und beim Tokina 2,8 4 5,6 8 11 16 22 32. Hingegen das Voigtländer 35mm, das als reines manuelles Objektiv entwickelt wurde und auch halbe Blendenstufen einstellen lässt: 1.2 1.4 1.7 2 2.4 2.8 3.3 4 4.8 5.6 6.7 8 9.5 11 16 22. Man sieht schon alleine an der Auflistung, was das für eine Unterschied ist.
Ganz ehrlich gesagt reichen die ganzen Blendenstufen schon aus, aber manchmal wünscht man sich doch eine feinere Einstellung. Mittlerweile bin ich echt sehr erfolgreich den Fokus manuell zu setzten und arbeite sehr viel mit Offenblende. Bin schon am überlegen, ob ich mir überhaupt noch ein so lichtschwaches Zoomobjektiv antun soll. Naja, für den Urlaub macht's dann doch wieder Sinn.

*****
Update 30.01.2014:

RAW 2
Habe jetzt das Adobe Lightroom 5.3, welches mit den .ARW-Dateien der A7r umzugehen weiß. Läuft auch an meinem Rechner flüssig und somit wie es sein sollte.

Back to AF
Nachdem jetzt das Sony Zeiss Sonnar T* FE 55mm F1.8 ZA in verschieden Test hervorragend abgeschnitten hat, konnte ich nicht wiederstehen mir die Linse zu kaufen. Schon der erste Test noch im Geschäft zerstreute die Bedenken, dass man bei schlechten Lichtverhältnissen die Kamera einen unbrauchbaren AF hat. Auch A7r kann Indoor schnell ihren Fokus finden. Bei brauchbaren Lichtverhältnissen ist der Autofokus sehr schnell. Ok es kommt schon mal vor, dass der Fokus bei schlechten Lichtverhältnissen „pumpt“ und nichts findet, aber die Kamera hat halt einen Kontrast-AF und wenn sich im Fokusfeld kein Kontrast befindet (blauer Himmel, weise Wand, dunkler Raum,…) wird’s schwer. Da muss ich jetzt zugeben ist die Konkurenz (Canon, Nikon,...) besser.
Die Kamera bietet viele Einstellmöglichkeiten für den AF: Feld, Bereich, Center, Spot. Auch lassen sich Gesicht-, Lächeln-, und Augen-Fokussierung aktiveiern. Mir gefällt der CMF-Modus sehr gut. Beim halb durchdrücken wird automatisch fokussiert und durch Drehen des Fokusrings wird der Bereich, den der AF auserwählt hat mit der Bildschirmlupe dargestellt und es kann nachjustiert werden. Also z.B. wenn bei Offenblende der AF die Nasespitze fokussiert, kann man das schnell kontrollieren/korrigieren und den Fokus auf die Augen legen.
Was mir nicht so gefällt ist, wenn man das Fokusfeld verschieben möchte, kann man dies mit dem Steuerkreuz oder mit den Einstellrädern machen, aber die Einstellung ist viel zu genau. Es scheint, dass für jeden Pixel, den sich der Fokusbereich verschieben soll, einmal gedrückt werden muss. Das nervt und ist viel zu langsam. Eine halbe oder gar ganze Fokusfeldbreite pro Klick würde mehr Sinn machen und die Sache beschleunigen. Der ein oder andere wünscht sich vielleicht an dieser Stelle ein Touchscreen, wo der gewünschte Bereich einfach angeklickt werden kann, aber ich bin froh, das Sony darauf verzichtet hat. Ich bin kein Fan von Touchscreens bei Kameras.

Entfesselt Blitzen
Nur ganz kurz: Geht preiswert mit dem Yongnuo RF-602/N und YN-560 Mark III. Habe mir drei dieser Blitze geleistet, ausprobiert und es funktioniert. INFO: Die YN-560 Mark III haben die Empfänger schon integriert und müssen nur auf den Sender RF602 eingestellt werden (Standardeinstellung: RF603).

*****
Update 08.02.2014:
Habe noch ein paar Fotos dran gehängt. Das sind JPG direkt von der Kamera, keine Bearbeitung der Bildqualität, nur verkleinert (amazon lässt nicht mehr als 625px Kantenlänge zu) und ein 100% Crop draufgeheftet, dass man überhaupt was erkennt. Dennoch für eine genaue Beurteilung sollte man bei flickr oder ähnlichen Fotos in voller Auflösung ansehen.
Wenn man die RAWs hernimmt und dann in Lightroom entwickelt schauen die Fotos natürlich gleich nochmal ne Ecke besser aus. Werde langsam zum LR-Fan. Das ich solange das Programm nicht genutzt habe…
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am 18. September 2014
Das Wichtigste an einer Kamera ist die Bildqualität und die stimmt bei der Sony A7R bis in die höheren ISO Werte. Dafür würde sie auch von mir 5 Sterne kriegen, weil es kaum eine andere Kamera momentan besser kann. Das ultrascharfe Gerät dürstet allerdings nach Premiumlinsen, um diese Stärken auch ausspielen zu können. Das 28-70 Kitobjektiv der A7 gibt es so zur A7R wohl aus diversen Gründen gar nicht erst, weil es schon bei der A7 seine Grenzen hat. Das Angebot an Objektiven ist knapp , exklusiv und lässt den günstigen Preis für den Body ganz schnell vergessen. Da stehen die ersten 1000 Euro bereits für das preiswerteste Standardzoom auf dem Kassenbon. Natürlich ist es von Zeiss und es macht sein Ding, aber beim Telezoom wirds dann richtig happig. Das 70-200 2,8 schlägt sogar das legendäre gleichbrennweitige Nikkor noch um 1000 Euro und kostet fast 3000, bildet aber keinesfalls besser ab. Hier muss man also schon auf das 4er zurückgreifen, dass dann "nur 1400" kostet. Auch die Festbrennweiten haben keine Blendenwerte, sondern Dollarnoten auf der Skala. (1,8 55-1000 Euro usw.) letztgenanntes Objektiv ist zwar eine Qualitätsinstitution (das beste was es in meinen Augen gibt), aber viele andere sind auch nur teuer und nicht besser als ein 1,4 50er Nikkor , dass es für 300 Euro gibt.
Dieses Beisspiel sollte keineswegs die Qualität der Kamera und LInsen schmälern, nur man sollte sich im Klaren darüber sein, dass der günstige Preis für den Body eben auf andere Art am Ende doch seinen Preis hat. Wer mit mehr Größe und mehr Gewicht und zehn Megapixeln weniger leben kann, bekommt auch bei Nikon und Canon was gutes geboten, bei reichhaltiger und gut qualitativer Objektivauswahl in allen Preissegmenten und am Ende kostet die Sony A7 R Ausrüstung auch soviel wie eine D800 mit Objektiven. Sparen ist hier also nicht angesagt.

Zur Kamera

DAS GUTE
Verarbeitung,
viele Einstellmöglichkeiten,viele Tasten frei belegbar
super Bildqualität
hohe ISO Werte bis 1600 sehr gut zu gebrauchen, 3200 für die 36MP noch gut
klein, leicht, trotzdem robust
guter Monitor, guter Sucher
gute Scharfstellmöglichkeiten auch manuell durch Fokus Peaking

MITTELPRÄCHTIG
Der AF ist zwar besser als sein Ruf, aber immer noch langsam, wenn man eine Spiegelreflex gewöhnt ist.
Für alles was sich schnell bewegt, absolut ungeeignet, für alles was sich überhaupt bewegt (vor allem bei wenig Licht) grenzwertig.
Wer die Kamera dafür nicht einsetzt, der hat keine Probleme und wird mit der Sony gut klarkommen.

Sehr begrenztes aber hochwertiges und ultrahochpreisiges Objektivangebot

Das laute Verschlussgeräusch ist nichts für ruhige Orte unterstreicht aber eindrucksvoll den Retrocharakter

geringe Auswahl bei Blitz und Zubehör
kein eingebautes Blitzgerät, aber wo sollte es auch hin, wenn da der Monitor für den Sucher eingebaut ist.

SCHLECHT
In dieser Preisklasse und mit diesem Anspruch kein!!!! Ladegerät mitzuliefern grenzt an eine Frechheit und ist ein absolutes NOGO. ("Verzeihen sie, ich habe meine Kamera nicht dabei, weil ich meinen Ersatzakku gerade darin aufladen muss..")
Ich hatte wirklich gedacht, dass das Ladegerät in meiner Packung vergessen wurde und bin zurück ins Geschäft. Aber es gibt natürlich nur eins im Zubehör bei Sony für Geld. Hallo Sony: Bei fast jeder Kompaktkamera ab 50 Euro befindet sich ein Ladegerät im Lieferumfang!

FAZIT

Wer reich ist und wie hier vorhin gelesen zum Wandern , nie ohne Vollformat aus dem Haus geht, der ist mit der Sony aufgrund ihrer guten Bildqualität bei wenig Gewicht und geringer Größe bestens bedient. Für alle die keinen Sport fotografieren und beste Bildqualität suchen ist diese Kamera wohl auch die derzeit beste Wahl.
Für jemanden, der eine Allround Kamera sucht, die beste Bildqualität bietet, wäre wohl ein Blick ins Canon oder Nikon Lager notwendig, oder aber man nimmt evtl die Alpha 7, die zwar weniger MP hat, aber dafür einen besseren AF. Sony hat mit der A7R vieles richtig gemacht, aber eine D800 würde ich nicht missen wollen, weil es einfach die rundere Kamera ist, die alles bietet, was ich brauche und dazu bis 800 ISO locker die gleiche BIldqualität hat. Und der Preis ist am Ende auch der Gleiche. Wenn man sich die Bilder der Sony anschaut, dann ist man immer wieder geneigt ihr einen Stern mehr zu geben, aber dafür bietet sie einfach bei essentellen Dingen zu wenig. die Bildqualität ist für mich zwar das wichtigste Kriterium, aber man hat einfach in einigen Situationen mit dem Gerät keine Chance ein gutes Bild zu machen, weil sie z.B. einfach nicht scharfzieht.

Update 28.01.2015

Zwischen mir und der Sony wollte einfach keine fruchtbare Zusammenarbeit entstehen, sodass ich mich kurzerhand wieder von Ihr getrennt habe. Irgendwie ist dieses Gerät in seiner Anwendbarkeit so eingeschränkt nutzbar, dass man,um sicher zu gehen immer noch eine andere Kamera im Schlepptau haben muss, zweimal Objektive, zweimal Blitzsystem usw. Das nervt und ist nicht gut für den Rücken. Der AF ist recht oft zu langsam, einfach viel zu oft. Solange man die Aufnahmen von Personen nicht direkt steuern kann und die sich, wie im richtigen Leben auch in Innenräumen durchaus mal bewegen, ist man irgendwie mit diesem Gerät nicht gut beraten. Abgesehen davon kippen die Farben ab 1600 ISO brachial. Die Nikon D750 macht ihre Arbeit mit zwar nur 24 Megapixeln weitaus besser und ist für mich die bessere Ergänzung zur D800 und für alle, die eine Allround Kamera suchen, nur im Body teurer, ab dem zweiten guten Objektiv wird sie sogar günstiger.
77 Kommentare|112 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. November 2014
Normalerweise schreibe ich solche Rezensionen nicht und profitiere, faul wie ich bin, von den Erfahrungen, die andere Käufer der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

In diesem Fall drücke ich meine Begeisterung auch auf diese Weise aus.

Ich wechselte vor rund 3 Monaten von einer Canon 6D zur 7R. Die Absicht dahinter war die Bildqualität, im Vergleich zur ohnehin schon sehr guten 6D, zu verbessern. Hinzu kam die deutliche Gewichtsersparnis, von der ich auf längeren Touren profitieren kann.

Was soll ich sagen? Erwartungen voll erfüllt. Wenn man weiß, für was man sich entscheidet - eine Kamera, die ihr volles Potenzial möglichst vom Stativ entfaltet - wird man mit ihr sehr glücklich werden.

Ich bereue diesen Wechsel keinesfalls. Lockere 5 Sterne ...
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am 9. Januar 2015
Ich möchte hier auf die Test-Urteile von "Chip" verweisen, die die sehr hohe optische Qualität der Kamera in harten Fakten darstellen: demnach absolut empfehlenswert und aus meiner Sicht eine vollwertige Alternative zur Nikon D800. Ich habe die Kamera unter den widrigen Bedingungen in Höhlen getestet. Das Kamera-Gewicht mit 460 gr (mit Objektiv Zeiss FE 16-35 = 1020 gr) lässt noch eine einhändige Bedienung zu. Für meine recht kleinen Hände (Handschuhgröße 8) liegt die Kamera perfekt in der Hand, die Steuerelemente sind gut erreichbar. Bei großen Händen mag das nicht so perfekt sein. Der Autofokus arbeitet in der frühen Abenddämmerung noch sehr zuverlässig, bei stärkerem Dämmerlicht oder nebliger Umgebung kommt er an seine Grenzen (auch die Nikon D800 hat hier keine vernünftigen fokus-Ergebnisse zustande gebracht). Da das E-mount Objektiv von Zeiss (Vario Tessar FE 16-35) im manuellen Fokusbetrieb über das Display der Kamera die Entfernung des Fokuspunktes angibt, lassen sich auch unter schlechten Sichtbedingungen (Nacht, Dämmerung, Nebel, Höhle) beste Schärfeergebnisse erzielen. Der digitale Sucher überzeugt durch seine Abbildungsleistung und Lichtstärke. Über den Sucher kann ich beispielsweise problemlos des Text des PC- Bildschirmes lesen. Die Plastik-Kläppchen für USB, Mikro und Kopfhörer erscheinen mir etwas empfindlich, hier ist eine feinfühlige Benutzung anzuraten. Mit den harten Bedingungen der Höhlenfotografie (Kälte, Staub, feuchter Lehm, hohe Luftfeuchtigkeit) ist die Kamera fürs erste gut zurecht gekommen. Die erzielten Fotos sind kompromisslos scharf.
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ERGÄNZUNG v.09.12.2014

Jeder von uns, der eine A7, A7r oder A7s besitzt, weiß wie zeitraubend, schwer und aufwendig es ist passende Objektive zu finden.
Daher meine Erfahrungen in Kurzform.
Übrigens, es gibt z.Z. das SEL2470 Zeiss f/2.8 als Blitzangebot rd. 300 Euro günstiger als das günstigstes Online-Angebot. Das Objektiv steht auf der Sony-Homepage bei 2.189 und als Blitzangebot bei 1.399.

Als WW nutze ich das Walimex AE 14mm f/2.8. Das Objektiv gibt es z.Z. unter 400 Euro. Ich nutze die Nikon-Version mit Novoflex-Adapter NEX/NIK. Der Adapter hat eine eigene Blende und man sollte sie ständig voll öffnen, weil man am Objektiv abblendet.
Es ist hell, preiswert und zeichnet scharf. Die Verzeichnungen halten sich für die Brennweite sehr in Grenzen.

Als normale Linse nutze ich die Zeiss SEL Sonnar T 55mm f/1.8. Es gibt z.Z. keine schärfere Linse. Sie ist sehr hell und fokusiert extrem schnell, ansonst kann man nur Gutes über sie berichten. Man findet sie ab rd. 850 Euro.

Als Tele kommt nur das G 70-200mm f/4.0 in Frage. Es ist ein E-Mount und man muß nicht auf die A-Mount-Version mit f/2.8 greifen, spart enorm viel Geld. Der Zoom gibt es z.Z. so um die 1.500.

Schließlich kommt das was ich oben erwähnte: Das 24-70 als SAL und nicht SEL, also mit f/2.8 und nicht f/4.0. Dazu den Adapter LA-LE4.
Eine ganze Menge Leute beschwerden sich über das 24-70 SEL, zumindest finden das Preis-Leistungsverhältnis nicht angemessen.
Das 24-70 SAL mit f/2.4 dagegen erntet nur Lob. Deswegen bin ich lieber diesen Weg gegangen.
Das Teil kostet auf der Sony Homepage rd. 2.200. Das günstigste Online-Angebot liegt bei 1.700.
Nun bietet es Amazon z.Z. als Blitzangebot für 1.400, deswegen habe ich nicht gezögert. M.E. gibt es z.Z. als Zoom nichts Besseres für den unteren Bereich.
Man muß allerdings den LA-LE4 dazu besorgen, falls man ihn noch nicht hat, so daß man schließlich knapp bei 1.700 landet, aber das LA-LE4 kann man öfter verwenden, z.B. bei Tamron, Sigma, Minolta etc.
Viel Glück !

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MEIN LANGER WEG ZUR A7r

Nach lange Umwege über Nikon, Canon, Pentax, Lumix, Fuji und Olympus habe ich mich in den letzten 2 Jahren vorsichtig an Sony herangetraut,
Damit Sie mich richtig verstehen, es gibt andere Kameras wie die D7100, EOS-M, GH3, GX7, X-T1, EOM EM1 etc. die absolut großartig sind, vor allem mit den richtigen Linsen wie das Leica 25mm f/1.4, das Zuiko 12-40mm f/2.8 oder das XF 35mm f/1.4 und die Auswahl bei MFT, Nikon und Fuji ist riesig und erstklassig, aber für Landschaft und Architektur blicke ich neidig auf die Bilder von Geo und National Geographic und gestehe, daß ich einfach süchtig nach Pixel bin, mehr Pixel und noch mehr Pixel.

Fast ein Jahr lang habe ich um eine Kaufentscheidung für 36 MP gekämpft, ob D610 oder A7r.
Für Nikon sprachen rd. 30 Jahre gute Erfahrungen mit einer Dutzend Kameras, zuletzt die D5000 und D7100 und den Besitz von 10 Objektiven, für Sony die guten Erfahrungen mit der RX-Baureihe.
Aber ich besaß keine Objektive und es gab (und gibt) nicht mal eine Handvoll FE-Objektiven.

Der erste Schritt war die A6000 mit APS-C-Sensor und 24 MP, Dazu die Kits 16-50 und 55-210, das Zeiss Touit 32mm f/1.8, dann das Sony G 18-105 f/4 und verschiedene Tamron (darunter das 16-300 PZD) über Adapter LA-LE4 und gelegentlich Metabones.
Die A6000 ist eine erstklassige Maschine, robust, schnell, vielseitg, mit sehr viel Ausstattung für recht wenig Geld und wird auch von viele photografers wie Jason Lanier zurecht hochgelobt.
Das Kit Sony 55-210 ist nicht besonders hell aber sein Geld Wert, aber meine lieblings-Linse ist das Sony 18-105 f/4 G mit der sagenhaft gut arbeitende OSS-Stabilisierung.

WARUM DIE A7r

Gäbe es die A7r nicht, wäre es dabei geblieben, aber es gab sie und sie stand da am Markt wie der Mont Everest für Bergsteiger, eine Herausforderung, die man früher oder später annehmen muß, sobald das Bankkonto es zuläßt.

Aber es ist nicht alles Gold was glänzt und bei der A7r gibt es bittere Pillen zu schlucken, sowohl was das Gehäuse als auch die Linsen betrifft und die haben meine Kaufentscheidung über fast 1 Jahr verzögert.

DIE EINSCHRÄNKUNGEN DER A7r
I. Bei dem GEHÄUSE bzw. der Kamera selber

I.1. - Der Preis:
Zunächst bei rd. 2.300 Euro angesiedelt, inzwischen bei 1.800 und darunter. Die A7r ist keineswegs eine universelle Kamera. Für Action, Sport, Kinder, Haustiere etc. ist die A6000 die bessere Wahl.
Der Preis ist daher unter diesen Umständen zunächst abschreckend. Hinzu kommt, daß für diese 36 MP-Kamera angemessene FE-Linsen mehr oder weniger bei 1.000 Euro liegen und man zumindest 2 Prime und 1 Zoom braucht um den gesamten Brennweiten-Bereich abzudecken (siehe Abschnitt Linsen). Macht zusammen mit Zusatzgriff und zubehör locker fünf tausend !

I.2. - Die Schnelligkeit bei Serienbilder und Fokusieren
Die A7rs ist sie nicht so langsam wie böse Zungen es behaupten. Es ist richtig, daß sie 2-3 Sekunden braucht um auf Betriebstemperatur zu kommen, aber sie fokusiert i.d.R. um 0,5 s, also retiv schnell für normale Fotografie. Das trifft auch für A-Mount-Linsen, die an dem Adapter LA-LE4 angeschlossen werden, weil dieses Teil einen durchsichtigen Spiegel besitzt, der einen Teil des Lichtes an einem Fokus-Sensor weiterleitet und dieser leitet die Infos an dem Prozessor weiter.
Bei RAW+JPEG schafft die A7r bei mir etwas mehr als 2 Bilder / s, auch mit Vorfokus, ausreichend Licht und Transcend SDXC UHS-I U3 Extreme (85MB/s Schreiben). Das reicht nicht für die o.g. Anwendungen.
Wenn wir schon beim Fokus sind: Im Mode M (manuell) bewirkt den Daumendruck auf dem AF/MF-Knopf und das Drehen am Objektiv das Fokus-Peaking, das extrem präzis arbeitet: Dazu zeigt die Kamera noch einen Entfernungsbalken und vergrößert das Bild. Die Vergrößerung kann noch mit dem C2-Knopf stufenweise enorm erhöht werden Damit kann man mm-genau in mehreren Meter Entfernung fokusieren. Einfach sagenhaft wie vieles mehr an dieser Kamera !

I.3. - Der Verschluß: Die A7r hat keinen elektronischer sondern einen mechanischer Verschluß und er ist so diskret wie ein Erdbeben in Japan.Er ist laut und erschüttert die Kamera beim öffnen und beim Schließen (Klack...Klack !). Manche sagen: Das wirkt sich auf die BQ nicht aus, andere behaupten das Gegenteil. Das hängt davon ab: Bei Tele-Aufnahmen von Landschaften schon wenn man nicht schnell genug belichtet. Ich bekam zunächst mit dem 18-105 einfach keine wirklich scharfen Bilder, erst ab 1/350.
Wie bei meinem Plattenspieler wo ich eine 2,5 Kg schwere Messingscheibe auf dem Plattenteller gelegt habe, habe ich bei der A7r die Inertie bzw. die Masse auf rd. 2 kg erhöht: Mit dem Zusatzgriff und einem schweren Nikon-Blitz, dazu ein robustes Stativ. Dadurch gehen die konstruktiven Vorteilen der kompakten A7 aber verloren.
Um Mißverständnisse zu vermeiden, betone ich, daß ich hier um eine Grenzschärfe rede, die über die einer Premium-Kamera liegt und 36 MP entspricht, z.B. die feinsten Details eines Vogel-Gefieders .in 15-20 m Entfernung.

II. Bei den LINSEN:

II.1. Kleine Auswahl an Native Objektive (FE-Objektive)
Bekannterweise gibt es als FE-Objektive z.Z., (1 Jahr nach der Markteinführung der A7r), mur
- eine Zeiss 35mm f/2.8 (Preis von 800 auf 700 gefallen)
- eine Zeiss 55mm f/1.8 (Preis rd. 1.000)
- die beiden Zeiss-Zoom 24-70 bzw. 28-70 (das Sony Kit-Zoom taugt nicht viel)
- das FE 70-200 F4, (das z.Z. rd. 1.500 kostet)

Um auf dem Punkt zu kommen, das 55mm und das 70-200 bringen Spitzenleistungen, die der A7r würdig sind und es gibt wenig Anlaß zur Kritik.
Das 35mm ist z.Z. die einzige native bzw. FE-Linse im Weitwinkelbereich. Sie ist m.E. gut aber nicht so scharf wie die 55mm.
Das Zeiss Loxia 35mm f/2.0 für die A7-Baureihe mit manuelle Fokusierung und 0,3 m Nahgrenze dürfte zu Weihnachten lieferbar sein. Damit wäre man schön gut bedient, bleibt nur noch den Bereich 18-28mm, wofür es noch nichts so richtig gutes gibt.

Mit dem 28-70 FE f/3.5-5.6 ist es so eine Sache: Dieses Objektiv polarisiert ! Die Einen sind super zufrieden, andere nicht. DxO zeigt starke Tonnen- bzw. Kissenverzeichnungen an beiden Enden der Brennweite und die Schärfe liegt unter dem 35mm (vgl. Bilder von Gary Friedmann in seinem Buch über die A7, erhältlich bei Amazon uk) deswegen ich mich für den Kauf lieber zurückgehalten habe. Ich finde das 28-70mm auch einfach zu teuer angesicht der Leistung.
Ich helfe mir z.Z. im Weitwinkel-Bereich provisorisch mit dem Sony 18-105 f/4.0. Leider ist das ein APS-C-Objektiv und die Kamera zeigt nur 15 MP im Menü. Man kann also damit die A7r nicht völlig ausnutzen.

II.2. A-Mount-Objektive
Der Adapter LA-LE4 ist eine feine Sache. Damit kann man A-Mount-Objektive an der A7r anschließen. Ich habe bisher 2 Tamron ausprobiert, aber zurückgeschikt: Sie reizen die Fähigkeiten dieser Ausnahme-Kamera nicht aus. Bei dem billigen war es nicht möglich zu fokusieren.
Minolta können mit dem LA-LE4 auch angeschlossen werden. Hierüber habe ich keinerlei Erfahrung.

II.3. Fremde Objektive
Mit dem Novoflex-Adapter NEX/NIK kann ich meine Nikon-Objektive an der A6000 und A7r anbringen,
Grundsätzlich muß man Alles manuell einstellen:, Brennweite, Fokus, Blende, Verschlußzeit und der VR geht offensichtlich nicht.
Die Blende wird manuell am blauen Ring des Adapters verstellt. Man weiß nicht welche gerade eingestellt ist, im Display steht nur F---.
Aber man sieht dank EVF sehr genau Helligkeit und Kontrast auf dem Bildschirm kontrollieren und das Fokus-Peaking funktionniert absolut prima. Das spricht für die offene Gestaltung und Kompatibilität der A7r.
Die Ergebnisse mit DX-Objektive sind nicht berauschend: Dunkle Ecken, wenig Kontrast, Schärfe wie eine preiswerte Pocket-Kamera....Da lohnt die Mühe wirklich nicht !
Bei Vollformat-Objektive wie z.B. das Walimex Pro AE14mm f/2.8 für Nikon sieht das anders aus: Einfach alles im grünen Bereich, diese sehr preiswerte Super-WW-Linse (rd. 400 €) ist an der A7r gut zu gebrauchen und schließt genau die offene Lücke im Sortiment.
Auch andere Linsen wie z.B. bekomme die Nikon AF-S 85mm f/1.8. sind zu gebrauchen, müssen aber mühselig manuell ganz genau eingestellt werden und die Bilder i. d. R. umfangreich nachbearbeitet werden..
Das manuelle Fokusieren ist bei fremden Objektiven dank Focus-Peaking-Anzeige erleichtert, aber die Fokus-Lupe geht dagegen nicht. Daher bieten fremde Objektive in vielfacher Hinsicht nicht die Bequemlichkeit der FE-Objektive.
Wenn das Licht knapp wird, erhöht man einfach die ISO bis 3600, für alle A7 absolut kein Problem.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Es gibt z.Z. eine Lücke in der FE-Linsen-Versorgung der A7, die durch Fremdfabrikate geschlossen wird.wenn man bereit ist manuell zu steuern und Nachbearbeitung im Kauf nimmt. Auf jeden Fall bietet die A7r ziemlich optimale voraussetzungen für einige Vollformat-Premium Fremdlinsen über Adapter.

FAZIT
Die A7r ist zweifellos eine faszinierende Maschine und ich bereue die Anschaffung nicht. Es gibt wenige Anwendungsbereiche, die sie nicht optimal beherrscht. Auch verfügbare native Objektive sind ein Thema. Zum Glück sind die drei verschiedenen A7 ein sehr offenes System. Allerdings harmonieren nicht alle Fremdlinsen mit dieses Body der absoluten Oberklasse.
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am 27. Dezember 2013
Hallo zusammen,
seit kurzem bin ich Besitzer einer Sony A7r. Alles in allem ist Sony mit dieser Kamera ein großer Wurf gelungen, die Bildqualität ist top, der Autofokus ist schnell und verlässlich (getestet mit Sonnar 35 mm), die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen, die Material- und Verarbeitungsqualität ist sehr gut. Das Design würde ich als sachlich und modern beschreiben und die Kamera liegt trotz der kompakten Abmessungen auch sicher in meinen großen Händen. Das liegt in erster Linie am stark ausgeprägtem Griffwulst vorne am Gehäuse. Bei anderen Spiegellosen (Olympus OM-D E-M5, Fuji XE-1) war meine erste Zubehöranschaffung ein Handgriff, dass kann man sich bei der Sony sparen! Zu den weiteren Highlights zählt für mich der EVF (electronic view finder). Ich fotografiere seit zwei Jahrzehnten mit Spiegelreflexkameras und war von den elektronischen Suchern der oben genannten Olympus, sowie der Fuji XE-1 doch etwas enttäuscht. Der Sucher der Sony kommt einem guten Vollformat-Spiegelreflexsucher schon recht nahe, mit dem Vorteil das, wenn man mit der Belichtung völlig daneben liegt, oder den falschen Weissabgleich eingestellt hat, man dies schon vor der Aufnahme sieht. Auch ist die manuelle Scharfeinstellung mit den meisten Objektiven, dank hoher Sucherauflösung, leicht möglich. Ich habe bisher verschiedene manuelle Linsen von Nikon und Canon getestet und bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden.
Trotzdem: Wer diese Kamera in erster Linie verwenden will, um seinen alten manuellen Schätzchen neues Leben einzuhauchen, sollte dies vorher im Fachhandel unbedingt ausprobieren – EVFs sind nicht jedermanns Sache.
Also alles gut? Leider nicht ganz. Das viel beschriebene Auslösegeräusch ist schon erstaunlich laut für eine spiegellose Kamera. Ich hab es nicht gemessen, doch "side by side" klingt die Sony zwar anders, aber genauso laut wie meine Canon 5Dmk2. Damit kann ich leben, aber das geht sicher auch leiser (Firware update?!). Wirklich ärgerlich finde ich den Lieferumfang der Kamera - deshalb auch nur vier statt fünf Sterne. Es gibt eine tausendsprachige Kurzanleitung (sehr unhandlich und nix für die Fototasche) die keinerlei vertiefte Informationen enthält, keine Software-CD (alles nur noch online) und kein Ladegerät für den Akku (Akku muss in der Kamera geladen werden)! Sehr enttäuschend für eine Kamera dieser Preisklasse.

Mein Fazit in Kürze:

+ tolle Bildqualität in Jpeg und noch etwas besser (Belichtungsumfang!) in Raw
+ tolle Ausstattung – viele Funktionen und viele frei konfigurierbare Einstellknöpfe
+ nahezu jedes je produzierte Wechselobjektiv lässt sich (via Adapter) verwenden
+ gute Verarbeitung und Ergonomie
+ guter manueller Focus, dank hoher Sucherauflösung, zuschaltbarem focus peaking, sowie elektronischer Sucherlupe

- lautes Auslösegeräusch – gemessen an anderen Spiegellosen
- mangelhafte Dokumentation – die Bedienungsanleitung ist ein Witz
- kein Ladegerät+lange Ladezeiten – Ersatzakku ist für Vielfotografierer Pflicht

Ich hoffe die Rezension hilft euch bei der Kaufentscheidung. Allzeit gut Licht!
L. Heinrich
1212 Kommentare|83 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Juni 2014
In den letzten zwei Jahre habe ich viel Geld in meine Nikon Vollformatsausrüstung (D600, u.a. 50mm f1,4) investiert. Allerdings blieb die Kamera wegen ihres Gewichts und Umfangs bei Wanderungen und zunehmend auch bei Reisen fast immer zu Hause. Dafuer wurde, oh nein!, mit dem Handy fotografiert.

Aus diesem Grund habe ich mir die Sony alpha 7r Mitte Mai zugelegt, und ich bin fast ein bisschen verliebt in meine mini Vollformat Kamera. Dazu habe ich mir zwei Objektiven von Zeiss (35mm f2.8 und 55mm f1.8) geleistet. Das 35mm ist mein „immer drauf“ Objektiv, und im Gegensatz zur Nikon ist nun die Kamera stets dabei im Rucksack, sie wiegt ganze 630 Gramm und verbraucht wenig Platz. Wer die Kamera einige Stunden rumträgt, oder wie ich bei Hochgebirgswanderungen mitnimmt, wird die Sony lieben.

In Bezug auf Bildqualität steht die 7r der D600 in Nichts nach: Trotz eines höheren f-stops ziehe ich das Zeiss 55mm dem Nikon 50mm f1.4 jederzeit vor, es ist sehr attraktiv für Porträts mit super Bokeh. Gute Erfahrungen habe ich auch mit der 35mm Zeiss Linse. Die hat zwar recht schlechte Kritiken bekommen (u.a. bei Amazon, insbesondere wegen dem Preis bei f2.8) aber ich finde das Glas wunderbar scharf bei Landschaftsaufnahmen. Ich fotografiere mit Jpeg, und nur in Ausnahmefällen im Raw-Format, bei schwierigen Lichtverhältnissen (noch eine Anmerkung, in den ersten zwei Wochen habe ich ein NEX Objektiv 20mm - somit auf der 7r 30mm - verwendet, das war solide, jedoch unspektakulär. Ich kann somit die Zeiss Objektive in Kombination mit der 7r voll empfehlen, die Qualität der Bilder ist sehr überzeugend und „leben“ im Vergleich zu dem NEX Objektiv).

Eine sehr positive Überraschung ist der elektronische Sucher. Mit der Sony 7r fotografiere ich viel öfters mit den manuellen Einstellungen, es macht einfach Spass diese zu verändern und in Echtzeit die Auswirkungen auf das Bild einschliesslich Schärfentiefe (!) zu sehen. Man hat hier das Gefühl, mit einer Kamera der Zukunft zu photographieren. Da kann die Nikon nicht mithalten. Übrigens ist die Qualität des Suchers so gut, dass viele Bilder darin deutlich interessanter aussehen als am Computer. Der Sucher in meinen Augen in der Standardeinstellung einen Tick zu hell, so dass ich diesen etwas dunkler gestellt habe.

Der oftmals kritisierte automatische Fokus funktioniert für mich ausreichend gut. Bisher hatte ich zwar einige Situationen, in denen der AF bei Dämmerung etwas ‚pumpte‘, aber ich fand das unproblematisch. Aber es ist natürlich ein Fakt, dass der Sony AF ein Schwachpunkt ist, und hier die Nikon eindeutig stärker ist. Fazit: Für mich als Läufer und Wanderer ist die Sony handlicher und für mich damit besser, Sport- und Tierfotografen sollten aber vorsichtig sein.

Ein Vorteil ist übrigens noch, dass die Sony wesentlich diskreter im täglichen Gebrauch als eine Nikon ist. Ich hatte die Kamera bei einem Aufenthalt in der Ukraine dabei, und bei Demos kann man damit mit weniger Aufsehen Bilder machen – die kleine Sony sieht eben nicht wie eine Profi Kamera aus (ein bisschen wie eine Leica …). Das oft bemängelte Ausloesegeräusch ist übrigens schon recht laut, stört mich persönlich aber nicht, es hat was angenehm Eigenes. Für den Konzertsaal ist die 7r jedoch ungeeignet.

Übrigens hatte ich nach ein paar Wochen Betrieb bereits Dreck auf dem Sensor, der sich jedoch recht unkompliziert mit einem speziellen Wischer und Reinigungsflüssigkeit beseitigen liess, schliesslich ist der Sensor einfach zu erreichen (Objektiv abschrauben, schon liegt er vor einem). Nicht gefallen hat mir die Position des C1 Knopfes, der u.a. das Aufrufen des manuellen Fokuspunktes dient. Dies lässt sich jedoch umprogrammieren (bei mir jetzt in der Mitte des Drehkreuzes, der OK Knopf). Auch die Menüführung könnte in meinen Augen etwas „Durchdachter“ sein. Das Fehlen eines externen Ladegeräts der Batterie (sie muss im Gehäuse aufgeladen werden) ist eine Unverschämtheit, hier sollte Sony wirklich nachlegen.

Etwas Zweifel bleiben auch in Bezug auf Sonys Ruf in Bezug auf Service und der Langlebigkeit der Kamera, vielleicht fliesst das aber noch in ein Update ein. Derzeit sind es noch 4 Sterne.

Hier also mein Fazit:

Pros:
+ Extrem attraktiv in Bezug auf Form und Gewicht
+ Super elektronischer Sucher
+ Mit Zeiss Objektiven von der Bildqualität her wirklich überzeugend, auch im Vergleich zu einer Nikon Vollformatkamera

Cons:
- Teuer, insbesondere mit den Premium Objektiven
- Ausstattung (kein Blitz, kein GPS, kein Ladegerät)

Update nach weiteren vier Wochen Nutzung:

Ich kann die schlechten Reviews wirklich nicht nachvollziehen - kritisieren Leute wirklich, dass man die Batterie in beide Richtungen einlegen kann? Das macht man einmal, dann hat man das drauf. Flimmern im Sucher, und das irritiert? Hm, mein Sucher zeigt mir das, was ich sehen will und muss - nämlich wie das Bild nach dem Abdrücken aussehen wird, einschliesslich Tiefenschärfe, Freistellung etc.. Also, nochmal zur Erinnerung, man hat eine Vollformatkamera in der Jackentasche, wirklich, und sämtliche Möglichkeiten der Fotographie dabei auf 700 Gramm, mit Objektiv. Super!

Übrigens machen die Sony Apps auch sehr viel Spass - am Anfang dachte ich mir, was für ein Quark, aber wer einmal Züge und Busse mit der Bilderapp in der Einstellung “Toy Camera” fotografiert hat wird genau so viel Spass wie ich haben. Oder auch nicht, denn es ist ja nicht wie Canon, oder Nikon, und ja, es ist ein Konsumprodukt, aber es macht Freude und darum geht’s doch.
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am 19. März 2014
Ich habe mir die Alpha 7R gekauft, um meine Leica-Objektive zu adaptieren. Das ist dank des digitalen Suchers, der Focus Peeking und eine Lupenfunktion mitbringt, sehr gut möglich. Durch die Restlichtverstärkung ist auch das Fokusieren in einer dunkleren Umgebung problemlos möglich.
Die Bildqualität ist mit Objektiven wie z.B. dem Leica Apo-Summicron R 2/90mm oder dem legendären Summicron R 2/50 hervorragend. Die Auflösung ist atemberaubend.
Negativ finde ich die sehr kurze Akkulaufzeit. Hier kommt man um einen zweiten Akku nicht herum.
Alles in allem aber ein sehr gut gelungenes Gesamtkonzept.
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am 20. November 2014
Trotz einiger Eigenheiten und durchaus verbesserungswürdiger Stellen, die gewiss in der anstehenden MKII Version entsprechend Würdigung erfahren werden, ist diese Kamera eine unglaubliche Powermaschine, wenn es um kompromisslose Bildqualität geht.

Sie ist ein wenig, wie ein Hochleistungs-Sportwagen: manchmal unkomfortabel und ziemlich anspruchsvoll in der Handhabung - dafür aber äußerst leistungsfähig.

Wenn man sich darauf einstellen kann/möchte, gibt es neben der Nikon D810 derzeit nichts Besseres, das so nahe an Mittelformat-Qualität heranreicht - und das in Kompaktkamera-Größe und zum Preis einer besseren Mittelsegment-DSLR!

Zusammen mit dem 55er und 35er Sonnar, welche die Leistung und zugleich auch Systemvorteile dieser Kamera ideal ausnutzen, eine unschlagbar kompakte Kombi. Wer gerne manuell fokussiert, sollte einen Blick auf das 50er Loxia werfen, das ausgeglichene Leistung auf hohem Niveau mit wahrnehmbaren Charakter an dieser Kamera produziert.
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