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Produktinformation
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Auf ins Unbekannte. Sagen berichten von einem fernen Land, in dem riesige Kreaturen frei umherwandern. Diese Tiere sind mit dem Land verwurzelt und besitzen den Schlüssel zu einer mystischen Macht - einer Macht, die Verstorbene von der anderen Seite zurückzubringen vermag.
Die Macher von Ico bieten Ihnen ein unvergleichliches Abenteuer wie es keines zuvor gab. Von der Liebe angetrieben und nur mit Schwert und Bogen bewaffnet, sie sich ein Mann einer außerordentlichen Herausforderung gegenüber - dem einsamen Kampf mit riesigen Gegnern, die keine Schwäche zu besitzen scheinen. Doch in diesem trostlosen und doch wunderschönen Land ist nur selten etwas so wie es scheint. Und die Reise beginnt gerade erst...
Zuerst möchte ich die Musik erwähnen. Jene ist einfach wunderschön und erzeugt eine sehr dichte Atmosphäre und untermalt die filmreife Inszenierung der Geschichte. Ich hoffe wirklich, dass es einen Soundtrack geben wird.
Die Grafik ist zwar nicht das Beste was man auf einer PS2 zu sehen bekommt, vielleicht bin ich auch schon zu sehr von der Xbox360 verwöhnt, aber sie ist trotzdem sehr schön und hat ihren ganz eigenen Charme. Von irgendwelchen „Nebeleffekten“ habe ich nichts bemerkt.
Mit der Spieldauer ist es wie bei anderen Spielen: wer schnell durchrennt, ist schnell fertig (!) Bei SotC gibt es allerdings viel zu sehen und viel zu entdecken, auch neben den Kämpfen. Die Landschaft ist gigantisch und abwechslungsreich, von tiefen Schluchten über endlose Steppen und Seen bis zu gewaltigen Gebirgen. Hier ist irgendwie alles ein bisschen größer und man sollte sich die Zeit nehmen um einfach die Optik zu genießen. Ich selbst hatte letztendlich über 15h auf dem Zähler, was meiner Meinung nach passabel ist.
Zu den Gegnern: von sanften Riesen kann man wohl kaum sprechen. Die Kolosse sind Aggressoren und greifen beim ersten Sichtkontakt an. Jeder Gegner erfordert eine eigene Taktik, wobei man auf unterschiedlichste Art und Weise mit der Umgebung interagieren muss. Jeder Koloss stellt gewissermaßen ein Rätsel dar, und die Kämpfe sind einfach cineastisch und dramatisch, und beim besten Willen nicht monoton! Außerdem ist das Besiegen der Gegner sehr tragisch in Szene gesetzt wobei gerade diese Tragik ein wichtiges Stilelement der Geschichte ist (auch hier spielt wieder die überragende Musik eine wichtige Rolle).
Steuerung und Kamera sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man ein wenig damit arbeitet, kann man auch hier filmreife Situationen einfangen. Eine perfekte Steuerung gibt es eben nicht.
Das Beste an SotC ist die Atmosphäre, die Musik, Originalität und die Inszenierung. Seit Ewigkeiten hat mich kein Spiel mehr so in den Bann gezogen. SotC hat trotz einiger kleiner Mankos etwas, was den meisten Spielen fehlt und was wichtiger ist als z.B. die Grafik: Charakter, Flair, „Feeling“, wie auch immer man es nennen mag, es zieht einem in seinen Bann und macht wirklich sehr viel Spaß.
Ich persönlich bin nur wegen diesem Spiel wieder von der Xbox360 auf die PS2 umgestiegen und ich muss sagen, von den Next-Gen-Games hat mich noch keines so begeistert und mitgerissen…
Dieses Spiel könnte ihnen gefallen, wenn
- sie es gerne auch mal ruhig haben, denn die Reisen zu den Kolossi durch eine ebenso kolossale Welt dauern oft eine Weile - In der ich aber immer noch Umwege machte, weil es so einen riesigen Spaß machte, sie zu erforschen,
- sie gerne erforschen, denn es gibt unwahrscheinlich schöne Landstriche zu entdecken,
- sie Pferde mögen , denn Agro ist wohl das bisher realistischste Pferd in der Videospielgeschichte,
- sie eher auf Qualität als auf Quantität setzen. Kämpfe gibt es in diesem Spiel, das sich, je nach Spielweise, zwischen 8 und 15 Stunden einpendelt, eben nur 16. Diese rauben einem allerdings den Atem,
- sie auf ein großartiges Finale stehen,
- sie Ico gespielt haben. Vorraussetzung ist es zwar nicht, aber das Ende wird ihnen wesentlich besser gefallen, wenn sie die Geschichte um den kleinen namensgebenden Hornträger und seine Leidensgenossin Yorda kennen.
Dieses Spiel sollten sie meiden, wenn
- sie ungeduldig sind. Ein Kampf gegen einen Koloss kann schonmal eine ganze Stunde in Anspruch nehmen, und wenn man zum dritten Mal am Hals angekommen ist und WIEDER stürzt, kann man schon mal sauer werden.
- sie nonstop Action suchen. Die Bosskämpfe sind zwar spektakulär wie wenige andere Bosskämpfe, allerdings stehen diese in einem ca. 30/70 Verhältnis zum restlichen Landstraßen-Tempo des Spiels.
- sie mit Kunst noch nie etwas anfangen konnten.
Dieses Spiel ist, meiner Meinung nach, ein bewegtes (und bewegendes) Kunstwerk. Die Regie und Artistik des Spiels sucht sowohl in dieser als auch in jeder anderen Konsolengeneration ihresgleichen. Der Spielablauf ist zwar immer gleich (Ritt zum Koloss, niedermachen, teleport zurück zum Tempel, Ritt zum Koloss), aber gerade darin liegt die Genialität des Spiels, da es trotzdem nie langweilig wird, ganz im Gegenteil! Sie werden sich sofort zum nächsten Koloss aufmachen wollen, wenn sie einen erlegt haben. Jeder Playstation 2 Besitzer sollte wenigstens einmal einen Blick auf dieses Spiel werfen. Klare Kaufempfehlung meinerseits.
Ich hoffe, ich konnte ihnen weiterhelfen. :)
Man spielt einen jungen Krieger, dessen Freundin verstorben ist. Um sie wieder zum Leben zu erwecken, benötigt er die Seelen von 16 Giganten (Kolossen). Diese gilt es erst einmal zu finden und zu bezwingen. Ausgangspunkt des Spiels ist ein alter Tempel, in der die Leiche des Mädchens aufgebart liegt. Von hier aus, gilt es, mit dem Pferd auszureiten und in den weitläufigen Landschaften die Kolosse zu suchen. Hierzu dient das Schwert des jungen Kriegers. Hält man es in die Sonne, bündelt dieses das Sonnenlicht, welches dann den Weg zum nächsten Koloss zeigt. Und so macht sich der junge Krieger, auf dem Rücken seines Pferdes, auf den Weg durch ungemein beeindruckende, wunderschöne Landschaften, vorbei an architektonisch umwerfenden und ungewöhnlichen Gebäuden und Orten, bis er den Koloss gefunden hat. Bevor man sich allerdings dem Koloss entgültig stellen kann, gilt es noch einige, zum Teil recht knackige, Kletter- oder Sprungpassagen zu überwinden. Steht man nun seinem gigantischen Feind gegenüber, kann man mit Hilfe des Schwertes die Schwachpunkte des Kolosses ausfindig machen. Auch hier gilt das gleiche Prinzip, wie beim Suchen des richtigen Weges: Das Schwert reflektiert das Sonnenlicht und bündelt dieses zu einem Strahl, welches dann die Schwachstellen anzeigt. Nun kann man sich aufmachen, den Koloss zu erklimmen und die Schwachstelle entweder mit dem Schwert oder mit Pfeil und Bogen zu bearbeiten. Das gestaltet sich allerdings wesentlich schwieriger und anspruchsvoller, als es sich anhören mag und fordert dem Spieler einiges an Geschick ab.
So viel dazu. Einige mögen sich jetzt fragen, ob es sich wirklich lohnt, sich diesen Titel zuzulegen, in dem es doch eigentlich nur darum geht, 16 Bosskämpfe zu bestreiten. Die Antwort lautet: Ja, es lohnt sich allemal! Das Spiel lebt von seiner unheimlich dichten Atmosphäre und von der ungemeinen Spannung während der Kämpfe. Die Musik zum Spiel ist einmalig gut. Der richtig schöne, epische, Klassik-Soundtrack könnte glatt aus einem der „Herr der Ringe“ - Filme stammen. Denn die Musik macht hier ebenfalls einen großen Teil der tollen Atmosphäre aus. Während man durch die weitläufigen Landschaften reitet, ist die Musik ruhig, melodisch, entspannend. Auch die Zwischensequenzen sind musikalisch toll untermalt. Während der Kämpfe wird die Musik dann auch richtig dramatisch und erzeugt damit perfekt einen Großteil der Spannung. Auch die Soundeffekte wissen zu gefallen. Sei es der Wind, der über die Lande weht, das Geräusch der galoppierenden Pferdehufe oder das Getöse während der Kämpfe. Alles klingt authentisch und sehr räumlich.
Die Steuerung könnte allerdings etwas mehr Feintuning vertragen. Ist die Steuerung des Pferdes (mit der X-Taste gibt man dem Gaul die Sporen, mit dem linken Stick bewegt man die Zügel) perfekt umgesetzt worden, hapert es allerdings bei der Sprung-Steuerung des Spieler-Charakters. Diese ist leider etwas bockig und hin und wieder etwas ungenau. Man kann sich allerdings hieran gewöhnen.
Optisch sieht das Spiel auch unheimlich gut aus. Die Grafik ist sehr schön und detailliert, befindet und ist im gleichen Grafikstil wie „Ico“. Die Weitsicht ist ebenfalls sehr beeindruckend. Hier haben die Entwickler auch sehr gute Arbeit geleistet und noch mal einiges aus der betagten PS2 rausholen können.
Ein lobenswertes Wort muss ich auch noch zur Verpackung von „SOTC“ loswerden: Die Erstauflage des Spiels erscheint, wie auch schon „Ico“ in einem schön aufbereiteten DigiPack-Pappschuber.
Fazit: „SOTC“ ist ein atemberaubendes Spiel. Wer sich mit „Ico“ anfreunden konnte, dem wird auch „SOTC“ gefallen, keine Frage. All diejenigen, die beide Titel nicht kennen, die aber gerne Adventures und Action-Adventures spielen, die sollten sich, das mehrfach preisgekrönte „Ico“ und seinen inoffiziellen Nachfolger „SOTC“ zulegen. Die beiden Sony-Titel gehören definitiv zu den schönsten und besten Spielen dieses Genres uns sollten in keiner Spiele-Sammlung fehlen.
Positiv
- Innovatives und motivierendes Spielprinzip
- Ungemein dichte Atmosphäre
- superber Soundtrack
- schöne Grafik
Negativ
- trifft nicht unbedingt den Geschmack von „Mainstream-Zockern“
- Kletterpassagen sind etwas hakelig
Grafik: 8/10
Sound: 10/10
Gameplay: 9/10
Steuerung: 9/10
Umfang 9/10
Spielspaß: 87 %
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