"Machen Sie Ihren älteren Fernseher zum Smart TV / Internet TV" hieß es in der Bewerbung für dies Gerät.
Das war für mich ausschlaggebend, da mein Röhrenfernseher nur einen Antenneneingang und einen Scart-Eingang hat und HDMI & Co keinen Eingang gewährt.
Wie sieht das in der Realität aus?
Tatsächlich hat die Box neben digitalem HDMI- und optischem Audio-Ausgang auch Component-Video-Out sowie Line-Out.
Da dem Gerät keine Kabel beiliegen, muss ich diese dazukaufen. Schnell ist ein
Audio/Video Kabel (3x Cinchstecker auf 3x Cinchstecker) 1,5 m für wenige Euro bestellt - außerdem ein
Scart-Adapter 3x Cinch und S-VHS für den Scart-Anschluss meines TV - auch der kostet nur ein paar Euro.
Da ich ohne diese Kabel das Gerät nicht am TV testen kann, wird der Sony zunächst mit HDMI am PC-Monitor und der Surround-Verstärker über den optischen Ausgang verbunden.
(Vorweggenommen: Später werde ich mit Kabel und Adapter feststellen, dass der Anschluss an den alten Fernseher tadellos funktioniert, Bild und Ton erscheinen ohne Probleme!)
Ich schalte den Sony-Player per Fernbedienung ein, denn es gibt keinen Ein/Aus-Schalter, das Gerät ist also immer im Standby, wenn man nicht die Stromzufuhr kappt. Sowas ist eigentlich unmöglich, aber ja leider weit verbreitete Mode. Dabei finde ich allerdings gut, dass kein Lämpchen im Standby-Modus leuchtet. Angenehm dezent.
Ich werde mit dem Sony-Logo und dann nach wenigen Sekunden (nur beim ersten Start) mit einer dreistufigen Schnellkonfiguration auf dem angeschlossenen Bildschirm begrüßt - diese lässt sich ganz einfach und intuitiv über die Fernbedienung ausführen:
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EINRICHTUNG DES GERÄTS
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Schnellkonfiguration 1/3) "Wählen Sie die Art des Anschlusses zum TV-Gerät aus. Um hohe Videoqualität zu genießen, wählen Sie HDMI.
- HDMI
- Komponenten-Videosignal
- Video"
Und dazu sind sogar die Kabelanschlüsse abgebildet - großartig!
Schnellkonfiguration 2/3) "Beim Einschalten des Geräts kann die Hochfahrzeit verkürzt werden.
- Ein: Inbetriebnahme verkürzen.
- Aus: Reduziert den Bereitschaftsstrom.
Bei Wahl von 'Ein' nimmt der Stromverbrauch zu, wenn das Gerät ausgeschaltet ist."
Dafür dass ein Ein/Aus-Schalter fehlt, ist das ein vorbildlicher Hinweis.
Ich habe nicht gemessen, ob sich diese Einstellung konkret im Stromverbrauch bemerkbar macht, habe aber zunächst "Aus" gewählt und hoffe, dass das etwas bringt.
Die Startzeit ist mir danach später keineswegs unangenehm aufgefallen, heutzutage benötigen die meisten Unterhaltungselektronikgeräte ja eine ganze Weile, um betriebsbereit zu sein.
Die Starts des Geräts dauern mit der Einstellung bei mir ca. 15-25 Sekunden bis zum Erscheinen des Hauptmenüs, egal, ob der Player aus dem Stand-By oder nach unterbrochener Stromzufuhr gestartet wird.
(Später habe ich auch noch einmal den "Schnellstart" aktiviert: Dann ist der Player nach 1-3 Sekunden startklar!)
Und das Ausschalten in den (unsichtbaren) Stand-By-Modus via Fernbedienung? Dauert im Test ca. 5 Sekunden. Das dürfte als Wartezeit etwa zum Entfernen eines USB-Sticks kurz genug sein.
Stecke ich im laufenden Betrieb einen 16-Gigabyte-USB-Stick in den Sony-Player ein, dauert es ca. 5-10 Sekunden, bis der Stick im Hauptmenü ausgewählt werden kann. Auch das scheint mir durchaus ein guter Wert zu sein. Im direkten Vergleich mit dem "
WD TV Live" ist der Sony-PLayer spürbar schneller bereit, vom USB-Stick zu spielen.
Schnellkonfiguration 3/3) "Internet-Einstellungen gestatten den Zugriff auf Inhalte im Heim-Netzwekt und dem Internet. Bitte wählen Sie eine der folgenden Optionen aus.
- Netzwerkstatus anzeigen
- Kabeleinrichtung
- Drahtlos-Setup (eingebaut)"
Ach ja, das ist ja ein Netzwerk-Player mit Zugriff aufs Netz, und W-Lan-Anschluss ist bereits drin - nicht etwa wie beim Referenz-Medienspieler "
WD TV Live", bei dem man noch einen (passenden) WLan-USB-Adapter extra hinzukaufen muss. Auch hier punktet Sony.
Der Zugriff auf das Heimnetzwerk gelingt mir über die Schnellkonfiguration erstaunlicherweise ganz problemlos nach wenigen Schritten:
> "Drahtlos-Setup"
> "Suchlauf"
> aus der Liste der gefundenen Netzwerke das eigene auswählen
> dann noch den "Sicherheitsschlüssel eingeben" (was auch ohne Tastatur bloß über die Pfeiltasten der Fernbedienung erstaunlich zügig geht)
> "Einrichtungsart der IP-Adresse und der Proxyserver-Einstellungen des Geräts". Oh Gott, was stelle ich da ein? Ich wähle einfach "Auto" (statt "Benutzerdefiniert")
> "Um eine Verbindung herzustellen, wählen Sie 'Speichern & Verbinden'. Anderenfalls wählen Sie 'Verwerfen & Beenden.'" Ich speichere ... und
> "Damit sind die Internet-Einstellungen abgeschlossen. Das Gerät wurde erfolfreich mit dem Netzwerk verbunden."
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DER PAKT MIT SONY
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Zum Abschluss der Schnellkonfiguration folgt eine ganz elend lange "Endbenutzer-Lizenzvereinbarung", wie man sie z.B. von Software her kennt - und zwar auf englisch, trotz deutscher Spracheinstellung, mit einem Verweis auf eine Übersetzung im Internet.
Dieser Vereinbarung muss man zustimmen, anderenfalls können über das Gerät keine Internetinhalte genutzt werden!
Wer nicht zustimmt, kann und soll sich (darauf wird hingewiesen) an Sony wenden, damit das Gerät zurückgenommen wird.
Wie gut das klappt, weiß ich aber nicht, denn ich verkaufe meine Seele an Sony ;) und stimme der Lizenzvereinbarung zu.
Tatsächlich bleibt da zwar ein ungutes Gefühl, denn Sony sichert sich damit auch das Recht zu, per Software-Update jederzeit Funktionen des Players abschalten zu können. Man ist dem Hersteller also durchaus ausgeliefert.
Dennoch haben Software-Updates ja auch eine positive Seite: Verbesserungen und Erweiterungen am Gerät sind nach dem Kauf ferngesteuert möglich.
Übrigens ist der Zugriff auf die Netzangebote des Medienplayers nicht möglich nach eniem Gerätereset, solange nicht den Lizenzbestimmungen (erneut) zugestimmt wurde.
Diesen darf man auch durchaus nicht zustimmen, und kann dann eben die Streamingdienste nicht nutzen, aber z.B. über den USB-ANschluss sehr wohl Medien betrachten!
Der Lizenzvereinbarung kann jederzeit später zugestimmt werden. Die Vereinbarung später zu widerrufen geht über einen Geräte-Rest.
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STREAMINGDIENSTE
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Das Gerät ist nun bereit, Medien zu spielen. Im (wie ich finde recht übersichtlichen) Hauptmenü kann schnell zwischen Foto, Audio, Video, Internet und Einstellungen gewechselt werden.
Ebenfalls recht intuitiv: Je nach ausgewähltem Hauptmenüpunkt führt die "Option"-Taste zu passenden Einstellmöglichkeiten.
Ganz ohne eigene Medien (Festplatte oder Stick lassen sich an der USB-Buchse des Players anschließen) oder auch ohne Netzzugriff auf einen Rechner können direkt unter "Audio" und "Video" (bei erfolreicher Verbindung mit dem Internet und wenn man der Lizenzvereinbarung zugestimmt hat) diverse Netzwerk-Dienste ausgewählt werden:
Da das Angebot auf längere Sicht vermutlich wechseln wird, mag ich gar nicht die Anbieter aufzählen, mach es aber trotzdem:
Ich finde derzeit für "Video" Einträge z.B. für Tagesschau, Sat.1, ProSieben, kabel eins, sixx, Lovefilm, DFB Highlights, Eurosport, Deutsche Welle, sevenload, Bild.de, YouTube, blip.tv, Billabong, Wired, Epicurious.com, Concierge.com, Style.com, Dailymotion u.a.
Ein nettes Schmankerl ist das allemal, die meisten Anbieter präsentieren über diese Netzkanäle vor allem kurze Filmchen: Musikvideos, Nachrichten, Unterhaltung, Sport - für alles ist hier gesorgt.
Wähle ich einen der Anbieter, komme ich zu meist kategorisierten Thumbnail-Übersichten, die gut geeignet sind, eine Auswahl unter den ersten 5-6 Einträgen einer Kategorie vorzunehmen.
Bei mehr Titeln wird diese Art der Navigation eher lästig. Wähle ich aus so einem Menü ein Video aus, wird dies gespielt und im Anschluss automatisch das nächste Video (das kann aber in den Einstellungen des Geräts geändert werden).
Zwischendurch wird bei einigen Programmen Werbung gespielt - allerdings scheint Sony in Deutschland noch nicht so viele Werbepartner gefunden zu haben? Ich kann die aktuelle Kinderschokolode-Werbung, die derzeit als einziger Spot geschaltet wird, jedenfalls nicht mehr hören und sehen. :)
Einige Anbieter verlangen Geld für ihre Streaming-Angebote. So gibt es unter "Audio" z.B. die "Berliner Philharmoniker Digital Concert Hall" (deren Logo auch auf der Produktverpackung zu finden ist).
Allerdings bitten die ordentlich zur Kasse, mir bleibt nur die Thumbnailansicht der Übersicht.
Immerhin: Ich laufe nicht Gefahr, versehentlich in eine Kostenfalle zu tappen oder gar gelockt zu werden.
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