Das Objektiv ist derzeit wohl qualitativ das beste, was man nativ für die NEX - insbesondere das aktuelle Flaggschiff, die NEX-7 - bekommen kann. Sofern man nicht bereits über adaptierbare Spitzen-Objektive anderer Hersteller verfügt, die dann allerdings keinen AF unterstützen, lassen sich erst hiermit auch die 24 Mio. Pixel des neuen NEX-7 Sensors voll ausnutzen. Verzeichnung und CAs sind sehr gering und werden i.d.R. bereits in der Kamera korrigiert, sofern einem die Bilder der kameraeigenen JPEG-Engine genügen. Adobe Lightromm und Adobe Camera Raw haben derzeit noch kein passendes Korrekturprofil, was aber nur eine Frage der Zeit sein wird. Bis dahin lassen sie sich leicht auch manuell korrigieren, sofern man es denn überhaupt für erforderlich hält.
Die Brennweite entspricht an der NEX übertragen auf Kleinbild-Maßstäbe einer leicht weitwinkligen 36mm Brennweite, durch die enorme Auflösung bestehen aber auch genügend Crop-Reserven. Bei Motiven im Nahbereich lässt sich bei Offenblende auch ein recht ansehnliches Bokeh im Hintergrund erzielen.
Der Autofokus der NEX-7 funktioniert damit auch bei schwachem Licht gut, allerdings sollte man dafür dann das AF-Hilfslicht im Kamera-Menü deaktivieren. Es hilft nicht, sondern stört eher und ist damit verbunden, dass die Kamera bei schwachem Licht in einen AF-Modus umschaltet, der nur noch über das gesamte Bild arbeitet und kein gezieltes Fokussieren mehr erlaubt. Bei deaktivertem AF-Hilfslicht lässt sich hingegen auch bei dem schmalen Schärfebereich bei Blende F1.8 der Fokus noch gezielt setzen. Vielleicht wird sich das mit späteren Kamera-Firmware-Updates aber auch verbessern - dem Objektiv ist dies jedenfalls nicht zuzuschreiben.
Der Durchmesser und die Haptik harmonieren gut mit der NEX-7, es ist recht leicht aber im Verhältnis zu seiner Brennweite und Öffnung leider auch recht lang und voluminös. Eigentlich der einzige Kritikpunkt, der leider nicht nur für dieses Objektiv aus dem E-Mount-System gilt.
Unterm Strich eine volle Empfehlung.