Wer die vorherigen Patapon Teile kennt, weis dass das Spielprinzip einfach grandios ist. Man schlüpft in die Rolle eines Gottes, der mithilfe heiliger Trommeln einen Stamm von Wesen leitet, die aussehen wie kleine, laufende Augäpfel. Man muss diese kleinen und tollpatschigen Kerle einfach lieben und will ihnen einfach helfen, ihren Stamm zu erlösen, der von einem schrecklichen Fluch befallen ist. Soviel zur Story.
Nun zum Gameplay. Patapon 3 kann als Jump'n'Run-Strategie-Rollenspiel bezeichnet werden. Indem man über die PSP-Tasten verschiedene Trommeln schlägt gibt man seinen Kriegern verschiedene Kombinationen von Befehlen, die Angriffe auslösen, zur Verteidung rufen oder einen Rückzug befehlen (um nur einige der Kommandos zu nennen). Es ist von größter Wichtigkeit, den richtigen Befehl zur Richtigen Zeit zu geben, da es sonst sein kann, dass der ein oder andere Patapon unter einem sehr großen Fuß landet. Auch sollte man möglichst versuchen, die Töne richtig zu treffen um den Fever-Modus auszulösen, der die Patapons stärker und schneller macht und die Spezialfähigkeit des Helden, der sie anführt, aktiviert. Die Missionen variieren zwischen Bosskampf, Rettungsmission, Arenaduell mit dem Erzrivalen und vielen anderen Aufgaben. Jedoch ist zu beachten, dass das Spiel stark auf den PSN Mehrspielermodus ausgelegt ist, bei dem man sich mit anderen Spielern aufmacht, um dunkel Dungeons und Grotten zu erforschen. Man hat aber auch als Solist sehr viel Spaß.
Der Rollenspielteil des Spiels kommt vorallem dann zum vorschein, wenn man seine kleinen Augäpfel mit neuen Waffen aurüstet, die man zuvor gefunden oder verbessert hat. Ein anderer Aspekt ist es, die Klasse seiner Krieger zu ändern. So erhält man Kämpfer, die zum Beispiel sehr gut gegen Feuermonster sind, gegen Eismonster aber den Kürzeren ziehen. Ganz neu ist der Teil, dass man seine Krieger nicht mehr mit gefundenen Materialien wie Stöcken und Erzen verbessert, sonderen sie mit in Missionen gesammelter Erfahrung auflevelt.
Lobenswert ist, dass es jetzt nicht mehr darauf ankommt, immer den Takt perfekt zu treffen (das machte Patapon 1 etwas zu schwer und Patapon 2 etwas zu leicht), sondern dass man die richtigen Kommandos zur rechten Zeit gibt.
Nun noch zu den Knackpunkten des Spiels: Das Armeefeeling das man bei Patapon 1 und 2 hatte, wenn man mit bis zu 20 Kämpfern in die Schlacht zog, ist hier nun weg, da man nur noch mit einem Helden, einem Flaggenträger und 3 Kriegern loszieht. Auch wurden die spaßigen Minispiele entfernt. Wenn die Entwickler mich gefragt hätten, dann hätte ich die beiden Punkte drin gelassen.
Alles in allem kann man aber nicht meckern. Das Spiel ist famos und macht viel Spaß. Hat man einmal angefangen, hindert einen nur noch die begrenzte Laufzeit des PSP-Akus daran, das Spiel in einem Rutsch durchzuzocken. Wer sich nicht sicher ist ob ihm dieses Spiel gefällt, dem empfehle ich zum antesten Patapon 2, das es jetzt für 9,99 Euro in der Essentials Serie gibt.