Ein interaktiver Reiseführer hat viele Vorteile gegenüber einem aus Papier. Man kann über Updates immer aktuell bleiben, hat je nach Speichergröße die Möglichkeit weit mehr Informationen, auch Multimedia, zur Verfügung zu stellen und kann diese auch noch sinnvoll verknüpfen.
Allerdings nutzt der 'Passport to London' kaum etwas davon.
Falls man noch niemals in London war können die vorgeschlagenen Touren recht interessant sein, aber selbst dann fallen die folgenden negativen Punkte auf:
(1) Umfangreiche Informationen? Fehlanzeige!
Bei den Sehenswürdigkeiten fehlen z.B. die Tower Bridge, der Tower of London, das London Aquarium usw. Jeder normale Reiseführer enthält mehr Attraktionen.
Bei den genannten Sehenswürdigkeiten gibt es außer der Adresse und manchmal ein paar allgemeine Aussagen keine weiteren Informationen. Wie wäre es denn zum Beispiel mit Öffnungszeiten, Eintrittspreisen etc.?
(2) Multimedia? Naja
Ein paar Filmchen, ein paar zum Teil nichtssagende Fotos, da hätte man weit mehr daraus machen können.
(3) Das Kartenmaterial! Stadtplan und U-Bahn.
Man hat drei Auflösungen: niedrig, mittel und hoch. Bei der niedrigen Auflösung sieht man zwar einen größeren Ausschnitt, kann aber beim besten Willen nichts mehr lesen. Bei der mittleren Auflösung kann man die Straßennamen immerhin schon erahnen, sicher erkennen kann man sie aber erst in der hohen Auflösung. Dann ist allerdings der Kartenausschnitt viel zu klein. Besser aufgelöste Karten kann man kostenlos im Internet herunterladen. Außerdem warum nutzt man nicht den ganzen Bildschirm????
(4) Sinnvolle Verknüpfungen? Wieder Fehlanzeige.
Hat man Attraktion gefunden erhält man den Namen der nächsten U-Bahn Station. Am einfachsten wäre es diesen dann auf der U-Bahn Karte zu zeigen oder zumindest auch den Namen der Linie anzugeben. Besser wäre es noch, wenn man seinen derzeitigen Standort (Straße oder U-Bahn-Station) angeben könnte und der beste Bahn-Verbindung wird angegeben.
(5) Nur so nebenbei: Wie wäre es denn mit einer Suchfunktion???
(6) Updates? Immer noch Fehlanzeige, aber das wird ja vielleicht noch.
FAZIT: Lieblos zusammengestellte lückenhafte Informationen unter Auslassung fast aller Möglichkeiten, die ein Computer bietet.