Nachdem mein alter Reader mit einem Akku-Defekt angeblich irreparabel war und Sony nur den Betrag erstattete, statt einen neuen Reader zu schicken, habe ich mir das Nachfolgemodell zum PRS-505 geleistet. Dieser verzichtet auf MP3-Wiedergabe und einen weiteren Slot für eine Speicherkarte, was aber beim internen Speicher, der 300 Bücher fassen soll, zu verschmerzen sein dürfte. Auch dieses Gerät soll wieder eine Akkuleistung von 6.800 Seitenumschlägen bieten. Durch die eInk-Technologie verbraucht der Reader Strom nur beim Umblättern, eine Beleuchtung gibt es nicht. Der Bildschirm ist dadurch nicht mit einem LCD wie beim Notebook etc. vergleichbar.
Die Pocket-Edition ist unwesentlich kleiner als sein Vorgänger, liegt aber damit noch besser in der Hand. Auf die Schalter zum Blättern an der Seite wurde verzichtet, diese befinden sich unten im "Steuerkreuz". Das Material, aus dem der Reader gefertigt ist, unterscheidet sich ebenfalls, wobei ich aber nicht sagen kann, was das nun wirklich ist. Es ist aber auf jeden Fall "handwärmer" als beim 505, der grundsätzlich kalt war. Der Reader hat wieder 3 Schriftgrößen, was gerade für Brillenträger sehr angenehm ist, auch das Querformat lässt sich einstellen. Die Darstellung ist gestochen scharf, ganz im Gegensatz zu den Touchscreen-Editionen (PRS-600). Bei denen schützt eine Folie den Bildschirm, sorgt damit aber auch für eine leichte Unschärfe oder Kontrastarmut.
Mit dem Reader wird eine neue Sony-Library-Software geliefert, die nicht nur Einsteiger, sondern auch Umsteiger unbedingt installieren müssen, da ansonsten heruntergeladene eBooks nicht funktionieren. Nur mit der neuen Software kann man das Gerät über Adobe registrieren und eBooks auf den Reader laden. Die Installation ist aber simpel und innerhalb weniger Minuten erfolgt.
Da dies bereits mein 2. Reader ist, kann ich das Gerät uneingeschränkt empfehlen. Als Vielleser erspare ich mir etliche Bücher im Schrank und einen Reader nimmt man leichter mit, als 4-5 Romane. Und Menschen, die bisher keinen Kontakt mit elektronischen Büchern hatten und keine Berührungsängste mit PC und Technik haben, dürfen sich den PRS-300 ruhig mal aus der Nähe ansehen. Für mich ist er durch ein echtes Buch nicht mehr zu ersetzen.