4 GB RAM? Zu früh gefreut...
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Sony verspricht viel mit der neuen FW21-Serie, vor allem bei allen Modellen einen großzügigen Arbeitsspeicher von 4 GB.
Im 'Kleingedruckten' findet sich der knappe Hinweis, dass unter Umständen beim mitgelieferten Betriebssystem nicht der volle Speicher nutzbar sein wird. Tatsächlich sind mit der vorinstallierten 32-bit-Version von Windows Vista Home Premium nur ca. 3GB RAM nutzbar. Der restliche Adressraum wird von anderen Systemkomponenten verbraucht.
Abhilfe könnte problemlos ein 64-bit Betriebssystem liefern (z.B. eine entsprechende Ausgabe von Windows Vista Business), Sony lehnt jedoch kategorisch den Support dafür ab. Auf die Frage, was dieser Blödsinn soll, weiß auch die Sony-Hotline leider keine Antwort...
64 Bit, 32 Bit, Windows XP, Linux?
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Zwar werden versteckt auf der Sony-Support Seite ein paar halbgare 64-Bit Treiber nach Abklicken eines Gewährleistungsverzichts angeboten. Die Installation eines richtig stabilen und vollwertigen 64-Bit Vista Business ist damit aber leider nicht machbar; einige Treiber (wie zum Beispiel für das Touch-Pad) und Anwendungen sind gar nicht erhältlich.
Ein Downgrade auf Windows XP (egal ob 32-Bit oder 64-Bit) ist, wie zu erwarten, in Ermangelung der nötigen Treiber leider gar nicht möglich, da dies von Sony nicht mehr vorgesehen wird.
Einige der aktuellen Linux-Distributionen (z.B. Kubuntu 8.10 und openSUSE 11) booten problemlos, die umfassende Steuerung der Sony-Chipsatz-Hardware (z.B. ACPI) gelingt jedoch nicht immer.
Tanz mit den Windows-Treibern
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Wie bei Sony üblich, können Treiber für verbaute Hardware von Drittherstellern (wie z.B. ATI Catalyst) in den meisten Fällen nicht installiert werden. Es sind in der Regel nur Treiber verwendbar, die Sony auf den Support-Seiten im Internet selbst dafür anbietet.
Die vorinstallierten Treiber zeigen allerdings teilweise merkwürdige Phänomene. Der Grafiktreiber stürzt z.B. regelmäßig im Open-GL Modus ab, ein Sony-Update gibt es (noch) nicht.
Der Netzwerkzugriff ist, wie von Vista gewohnt, leider quälend langsam. Über Gigabit-Ethernet ist das kabelgebundene LAN mit durchschnittlich 21 MB/Sek. langsamer als USB 2.0. Große Dateien mit mehreren Gigabytes können gar nicht kopiert werden ' Vista bricht den Vorgang immer wieder ab.
Ob dies am Ethernet-Treiber liegt oder am Vista-Explorer ist nicht klar festzustellen. Jedenfalls wurden von Sony keine der im Internet kursierenden "Geheimtipps" zum Lösen der Vista-Netzwerk-Bremse voreingestellt, sicher aus Kompatibilitätsgründen (verständlicherweise).
Auch im Auslieferungszustand (ohne jegliche zusätzliche Installationen) verhält sich das 32-bit Vista manchmal recht zickig, so sind hin und wieder einige Neustarts nötig bis die Taskleiste richtig dargestellt wird.
Display-Versprecher
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Die Wiedergabe von Blu-ray-Discs in der "Multimedia-Serie" von Sony funktioniert einwandfrei. Full-HD mit 1080p gibt es beim FW21E/J/M leider nur über HDMI; das eingebaute Display schafft die Auflösung nicht ganz.
Innerhalb der FW21-Serie (FW21E, FW21J, FW21M, FW21Z) sind unterschiedliche Panels in unterschiedlichen Konfigurationen verbaut worden.
Das verspiegelte Display im FW21J bietet zwar eine gute Farbwiedergabe, leider aber euch nur eine Beleuchtungseinheit und somit kein "Dual-Lamp-System" wie das FW21Z.
Insgesamt ist der Bildschirm leider sehr blinkwinkelabhängig. Die damit auftretenden Verfärbungen beim Bewegen des Kopfes stören beim Arbeiten zwar nur leicht, beim Ansehen eines Films jedoch stark, was eigentlich dem Image einer für die Blu-ray-Wiedergabe konzipierten Serie nicht gerecht wird.
Ausstattung und Zubehör
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Der Packungsinhalt ist sehr übersichtlich - nur das Notebook, ein Netzteil und ein Schnellstart-Käseblatt sind darin zu finden.
Eine Windows-DVD, Treiber-CD oder ein gedrucktes Handbuch fehlen ganz.
Dafür sind ca. 10 GB der Festplatte bei der Auslieferung durch eine versteckte Recovery-Partition belegt, aus der mit einem mitgelieferten Windows-Tool ein Satz von drei Wiederherstellungs-DVDs erstellt werden kann - was auch wärmstens zu Empfehlen ist, da sonst bei einem Festplatten-Crash die Windows-Neuinstallation flöten geht.
Nach der Sicherung der DVDs kann die Recovery-Partition gelöscht werden und der Festplattenspeicher freigegeben werden... allerdings nur mit Gewalt und dem entsprechenden Know-How.
Die drei USB-Ports sind, wie alle anderen Anschlüsse auch, seitlich angebracht. Dadurch wird das Arbeiten mit der Maus etwas erschwert, weil unter Umständen die Stecker und Kabel im Weg sind.
Der HDMI-Ausgang liefert ein gutes digitales Bild und schaltet sich bei Wiedergabe einer Blu-ray in den HDCP-Modus.
Die Bildqualität des analogen VGA-Ausgangs ist jedoch eher bescheiden.
Die Akku-Laufzeit ist wie immer etwas übertrieben. Bei einfacher Office-Tätigkeit mit WLAN und Bluetooth-Maus (beim "VAIO-Optimierten"-Energieprofil) läuft das Gerät nur unter zwei Stunden.
Fazit
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Das VGN-FW21J (E/M/Z) ist ein Notebook der Mittelklasse, schön anzusehen, einigermaßen schnell und halbwegs gut ausgestattet.
Damit ist es geeignet für die Heimanwendung beim Durchschnittsnutzer und Vista-Fan, mehr aber auch nicht.
Für den überdurchschnittlichen Anwender, Profi oder Bastler leider eher eine Enttäuschung.
Durch die Treiber-Support-Blockade sind einige Features nicht voll nutzbar, wer das Gerät kauft, muss sich vorher darüber im klaren sein, dass "eigentlich" nur 3 GB RAM nutzbar sind und unter Umständen nichts anderes als die mitgelieferte 32-Bit-Edition von Windows Vista darauf richtig lauffähig sein wird.