Auf der Suche nach der Besten muss man sich zunächst überlegen welche Kriterien für einen selber am wichtigsten sind. Für mich war das:
- Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen und
- dabei muss die Kamera so lichtstark sein, dass sie das ganze ohne Blitz erlaubt (Ich bin ein erklärter Gegner des Blitzens, den mit Ausnahme von professionellem Studiogerät ergeben sich beim Blitzen vielerlei Nachteile: Blitz erzeugt scharfe Kanten und Schatten, es zerstört idR immer die Stimmung der Szene, Blitz dauert zu lange zum Aufladen für SChnappschüsse und wer will dem Baby schon in die Augen blitzen)
- Einiger Maßen handlich (sonst kann ich mir auch gleich eine Digitale SR-Kamera kaufen, die hat dann einen besseren Preis-Leistungs Wert)
Nun zu den Kandidaten, welche in die engere Auswahl kamen:
- Vorgänger NEX 5: 14 auf 16MP machen keinen großartigen Unterschied in der Auflösung
- Olympus XZ-1: im Gegensatz zu den übrigen Kameras mit Wechselobjektiven ist dieses das einzige Point and Shoot Model mit fest integrierter Linse
- Olympus PEN E-PM1 sehr schönes, handliches Model der Micro-Four Third Generation
- und das Nachfolgemodel NEX 7 : MP werden auf 24 aufgerüstet, Abmessung des Sensors bleibt identeisch (23,5mm x 15,6mm)
In der Kategorie Lichtstärke ist die Reihenfolge der Wertigkeit (absteigend) wie folgt:
- NEX 5N, NEX 7, NEX 5, E-PM1, ZX1
Wie kommt`s? Die NEX ist mit den 24MP unglaublich auflösungsstark aber bei gleicher Abmessung des Sensors führt dieses zangsläufig zu der Problematik der Interdependezen zwischen den Bildpunkten auf dem Sensor, was dann zu Rauschen führt. Deshalb schlägt die 5N die 7!!! Und wer seine Bilder nur auf max. Din A1 aufziehen möchte und nicht gleich auf eine Hauswand, dem reicht die 5N völlig.
Das Vorgängermodel ist trotz der o.g. Logik nicht stärker. Zum einen ist der MP-Unteschied von 14 auf 16 marginal und zum anderen hat die 5N die offensichtlich überlegene Elektronik.
Die Micro-Four Third finde ich toll, fällt aber in dieser Kategorie deutlich ab. Die kleine Olympus XZ-1 ist gegen den APSC-Sensor komplett chancenlos.
Handlichkeit:
OK kleiner ist besser. Dann ist die XZ1 unschlagbar, zumal ich hier nicht mit Linsen herumhantieren muss, was zudem den Preis sehr übersichtlich hält.
Alle übrigen Bewerber sind für meine Ansprüche auf gleichem Niveau.
Ohne Blitz:
Nach über 6.000 Photos mit der 5N kann ich sagen, dass bis ISO 800 noch einem qualitativen Anspruch genügt wird. Darüber kann man es nur noch als Photo mit Erinnerungswert verbuchen.
In Kombination mit dem Pancake 18mm 2,8f ergibt das eine Killerkombination, bei der man im Haus bei jedem Licht noch ein ordentliches Ergebnis erzielt. Wie gesagt - immer ohne Blitz.
WEiter unten habe ich etwas zur Schärfe des Pancake geschrieben. Ich empfehle mind. 3,2f weil die Schärfe deutlich zunimmt. Schafte Photos kann man auch noch bis 1/80sec schießen, darunter fallen zunehmend unschärfen auf. Mit diesen WErten kann ich gut belichtete Photos in einem Raum mit auschließlich Lampenlicht schießen. DAs ist das was ich wollte.
Was mir auch sehr gut gefällt, ist der Umstand das die NEX gar keinen Blitz besitzt. Das macht die SAche noch handlicher. Dieser liegt aber bei und kann bei Bedarf als Austeckblitz problemlos aufgeschraubt werden.
Zusammenfassung der Kriterien und Ergebnis:
Unter dem Strich bietet die Olympus XZ-1 zwar die beste Handlichkeit, kann aber in Sachen Lichtstärke nicht meinen Anforderunge genügen und fällt daher raus. Dennoch meiner Meinung nach die beste Point and Shoot, die es zur Zeit auf dem Markt gibt.
Die PEN von Olympus ist ebenfalls ein sehr schöner Kompromiss. Die 5N kann sich aber in der Lichtstärke deutlich von der PEN Serie absetzen, wenngleich der Unterschied nicht fundamental ist.
Das Nachfolgemodel NEX 7 ist zwar irre in der Auflösung, nur entspricht das nicht meinen Anforederungen. Im Gegenteil, meine Anforderung der Lichtstärker wird von der 5N sogar noch besser erfüllt. Zudem ist die 7 auch deutlich teurer. Das Vorgängermodel die NEX 5 hingegen ist merklich schwächer in der Lichtstärke als die 5N oder das Megapixel-Monster 7N. Die 5N etabliert sich als der Spitzenreiter in dieser Kategorie und ist daher mein Favorit.
Sonstige Auffälligkeiten der 5N:
Objektive:
OK die Objektive der Kombination NEX-5NDB sind keine hochwertigen. Das ist auch das wesentliche Manko dieser Kamera. Für anspruchsvolle Anwendungen gibt es (noch) keine vernünftigen Objektive. Allerdings hat Sony dieses Dilemma erkannt und die E-Mount Spezifikation für 3. Anbieter freigegegen. Prompt hat Tamron jetzt vor einigen Wochen ein erstes sehr hochwertigen 18-200mm speziell für NEX auf den Markt gebracht. Die Testphotos, welche ich auf einer japanischen Seite im Vergleich zum Standard 18-55 von Sony gesehen habe, dokumentieren die überlegenheit des Tamrons. Zum doppelten Preis darf man das wohl auch erwarten. Der Crop-Faktor beträgt bei der NEX 1,5 somit bietet das TAmron eine 27-300mm Brennweite auf Standardnorm umgerechnet.
WEitere Objektive sollen folgen, einfach mal "NEX Lenses roadmap" googlen. Schade ist nur, dass das Tamron sowiel kostet wie das komplette 5NDB-Bundel mit 2 Linsen.
Oben hatte ich das 16mm Pancake als Killer-Kombo für lichtstarke Erfordernisse beschrieben. Nach etlichen tausend Photos hat sich herausgestellt, dass die Schärfe recht ordentlich ist. Allerdings sollte man die Blende deutlich herunterstoppen. 2,8 ist doch recht weich. Die 3,2 ist deutlich besser und ab 3,5 kann man von gestochen scharf sprechen.
SChade finde ich, dass man den Body nicht in Kombination mit auschließlich dem Pancake bekommt. DAnn könnte man das durchschnittliche 18-55mm gegen das höherwertige Tamron austaushcen. Body und Pancake separat kaufen macht keinen Sinn, da das genauso viel kostet wie das Bundle mit dem 18-55 inclusive.
Ergo würde ich sagen, wenn es die 5N sein soll, dann kommt man an dem 5NDB-Bundle nicht vorbei. Das Pancake ist der Hammer und das 18-55 bekomme ich geschenkt dazu. Selbst wenn ich das Standard-Zoom nicht meine Anforderungen genügt, kann ich es immer noch verkaufen und mir das gute von Tamron zulegen.
Steady Shot / Anti Motion Blur:
Das bei Sony bezeichnete Steady Shot ist ein Anti Verwacklungssystem, welches nicht in der Kamera verbaut ist sondern in der Linse. Sony argumentiert, dass diees dem CCD-Shift Technologie überlegen sei. Fakt ist auf jeden FAll, dass es nur dann funktioniert, wenn die Lins dieses beherrscsht. Und hier hätten wir auch schon einen Nachteil bei dem Pancake. Denn diese Linse im Gegensatz zum 18-55 und 18-200 hat diese Linsentechnologie nicht verbaut und beherrscht diese Funktion nicht. OK es hält die Linse schlank und bei einem Weitwinkel mit Festbrennweite ist es sicherlich weniger erforderlich als bei einem Zoom. Dennoch finde ich das überaus bedauernswert, denn damit wird ein Gutteil der "Schwachlichttauglichkeit" dieser Linse wieder kaputt gemacht. Ab 1/80sec an abwärts verwackeln die Photos. DAs hatte mich zunächst gewundert, denn mit Verwacklungsmechnismus sollte man in der Lage sein bei unbewegten Objekten in der Nähe noch bis 1/30 verwacklungsfrei Aufnahmen zu machen. Aber die traurige Wahrheit ist die, dass das Pancake diese Funktion eben nicht besitzt.
Als Alternative bietet Sony noch den "Anti Motion Blur" Modus an. Hierbei werden bei hoher Geschwindigkeit 1/250 und hohem ISO von 1600 schnelle 6 Photos hintereinander geschossen und dann von der Software zu einem Photo zusammegefügt. Leider muss ich aber sagen, dass mich diese Funktion nicht überzeugt. Auch diese Technologie kann die Unschärfen bei bewegtem Objekt nicht kompensieren. Das einzelne Photo friert die Bewegung mit 1/250 zwar ein, aber im Zeitraum der 6 Photos entspricht dass wiederum einer Gesamtbelichtungszeit von einer geschätzten 1/2 Sekunde. Jegliche Kamerabewegung oder Bewegung des Objektes ist in der Serienbildaufnahme enthalten. Das Ergebnis sind ebenfalls unscharfe Konturen bei Bewegung. Um ehrlich zu sein erkenne ich hierbei keinen Unterschied zu einer längeren Belichtungszeit.
REaktionszeit:
Einige schreiben ja, dass die Reaktionszeit immer noch zu wünschen übrig läßt. Also das kann ich so nicht bestätigen. Zumindest mit der Pancake (zoomen nicht erforderlich) ist die Kamera suuuper schnell. Drücken und Photo ist sofort da. Auch lassen sich bei DAuerfeuer sehr schnell Photos hintereinander schießen - gschätzt so ca. 9 Stück. Die Rate beträgt dabei so ca. 3 Photos pro Sekunde. Nach dem Trommelfeuer von ca. 9 geht die Rate zurück auf ca. 1 Photo pro Sek. Mit anderen Worten kann man dann aber immer noch permanent ein Photo machen. Es gibt mit Ausnahme von Spezialanwendungen praktische keine Limitierungen. Ich empfindes sowohl die Reaktionszeit als auch die Verarbeitungszeit als hervorragend.
Diese Werte beziehen sich auf JPG. in der beste Auflösung. Sofern man natürlich mit RAWs arbeitet oder andern Formaten RAW+JPG, ergeben sich natürlich ganz andere Werte. Im Gegensatz zu den vielen Kameras die ich zuvor besessen habe und teils auch immer noch benutze, ist diese die 5N die Beste (Canon 300D, Dimage S4, Panasonic Lumix FZ-10, Panasonic LX-3).
Batteriedauer:
Ich habe was von 400 Bildern pro Ladung gelesen. Unter bestimmten Voraussetzungen mag das auch stimmen.
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