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am 30. Juni 2014
Ende 2013 bin ich vom 2011er Consumer-Topmodell Panasonic HDC-HS900 mit 220 GB Festplatte auf die wesentlich professioneller ausgelegte und besser bedienbare Canon XA20 umgestiegen. Hintergrund ist eine nebenberufliche Nutzung für Hochzeitsfilme und Events mit Henkel und XLR-Mikrofonen. Das Besondere ist der abnehmbare Griff um einen kleineren Camcorder für die private Nutzung z.B. im Urlaub zu erhalten. Bis auf das Fehlen des hinteren Canon eigenen Zubehörschuhes für z.B. das Canon eigene 5.1-Surround-Mikrofon handelt es sich ohne montiertem Griff um eine Canon Legria HF-G30. Kurz nach Anschaffung der Canon XA20 wurden die neuen Sony 1“ Modelle mit vermutlich Atem beraubender Bildqualität, nie da gewesenem Bookeh und einer noch besseren manuellen Bedienung vorgestellt. Wie toll eine Bookeh-Aufnahme mit geringer Tiefenschärfe wirkt ist mir von meiner DSLR Canon EOS60d bekannt, die ich aber (bisher) nur zur Fotografie nutze. Obwohl die Sony nicht über eine professionelle Ausrichtung wie die Canon XA20 mit Griff und XLR verfügt habe ich mir die CX900 kurz nach Erscheinen bestellt und sie mit der Canon verglichen. Eine Sony AX100 scheidet für mich aus weil sie zwar ersten Tests zufolge sensationelle 4k-Aufnahmen bewerkstelligt aber diese Technik noch in den Kinderschuhen steckt. So ist noch keine 50p-Aufnahme möglich, wird „nur“ mit 60 mbps komprimiert, gibt es noch keinen echten Standard für Format und Speichermedium und weil es an einem Abspiel- und Darstellungsgerät mangelt. Folgende Eindrücke habe ich gesammelt und mich Schluss endlich nach langem Zögern weiterhin für die Canon XA20 entschieden.

HAPTIK / VERARBEITUNG
Beide Modelle sind etwa gleich groß und schwer. Die Canon ist etwas breiter, die Sony dafür etwas höher. Sie sind beide hochwertig verarbeitet und wirken nicht billig. Bei Sony gefällt die Gummierung der gesamten rechten Gehäuseseite (Griffbereich) und bei Canon die größere (dadurch professioneller wirkende) Zoomwippe und die breitere Halteschlaufe mit angenehmerer weicherer Innenfläche.
Alle Knöpfe sitzen ordentlich. Nichts wackelt oder knarzt. Einzig der Objektivring ist bei Canon etwas schwergängiger. Außerdem muss man sich bei beiden Modellen an das etwas höhere Gewicht gegenüber herkömmlichen Consumer-Modellen gewöhnen.

AUSSTATTUNG
Am auffallendsten ist natürlich der große 1“-Sensor bei Sony. Canon begnügt sich mit einem „herkömmlichen“ 1/2,84“-Sensor. 3-Sensortechnik bieten beide nicht.
Beide Modelle glänzen mit manueller Steuerung von Blende, Verschlusszeit und Verstärkung (Gain = ISO). Bei Sony gibt es für jeden einzelnen Parameter an der linken Seite einen eigenen Knopf, mit dem man einzeln manuell und/oder automatisch ansteuert und die Werte mit dem seitlich vorne liegenden Rändelrad verstellt. Man muss sich also keine Gedanken über die Begriffe Blenden- oder Zeitautomatik machen. Der Gain ist bis +33 oder Max. einstellbar. Gegenüber Canon muss man allerdings immer wieder auf die linke Seite schauen um die jeweiligen Knöpfe zu treffen.
Canon hat rigoros an eine zusätzliche Hinterkamerabedienung gedacht, wodurch man auch alle Einstellungen vornehmen kann ohne den Blick vom Sucher zu nehmen. Einerseits durch den kleinen Joystick neben dem Auslöser und andererseits durch das Aufrufen der o.a. Parameter nicht mit drei sondern nur einem Knopf oder im Schnellmenü oder, speziell durch den User zugewiesen, durch eine Kombination des vordersten Customknopfes und dem ebenfalls gut zugänglichen Rändelrad. Bei Canon geht der Gain bis +24 oder bis Max. – welcher Wert auch immer sich hier verbirgt.
Für den Weißabgleich gibt es bei beiden einen eigenen Button und es lässt sich bei beiden sehr einfach benutzerdefiniert einmessen. Bei Canon kann man allerdings zwei eigene Werte einmessen und speichern – bei Sony nur einen.
Sony verfügt nur über einen Button für sonstige benutzerdefinierte Funktionen – Canon über fünf.
Sony fotografiert durch den recht großen Sensor mit 20 Megapixel. Canon hat seinen Sensor explizit für FullHD optimiert und fotografiert deshalb auch nur mit dessen Auflösung – also mit etwa 2 Megapixel. Sony hat einen eigenen Fotoauslöser und diverse Fotoeinstellmöglichkeiten. Canon geht hier nicht so weit und hat den Button auf das Display verbannt.
Die Optiken sind beide sehr üppig und weisen einen Durchmesser von 58 mm (Canon) und 62 mm (Sony) auf. Der Zoombereich ist bei Canon mit 26,8 - 576 mm bei einem Blendenbereich von 1,8 bis 2,8 (!) doch wesentlich höher als bei Sony mit 29 - 348 mm und einem Blendenbereich von 2,8 bis 4,5. Für beide Optiken gibt es einen abnehmbaren Deckel aber leider keinen automatischen Verschluss. Die abnehmbare Streulichtblende ist bei Canon größer dimensioniert und verfügt über einen eigenen zusätzlichen Verschluss, der mit einem seitlichen Schieber geöffnet und verschlossen werden kann. Eine sehr praktische Lösung. Bei Sony ist die Streulichtblende offen.
Canon hat seine Anschlüsse unter einer großen Abdeckung auf der rechten vorderen Seite untergebracht. Sony glänzt hier gleich in zweifacher Hinsicht: Die Abdeckungen sind alle mit einer Art Scharnier versehen und können bequem zur Seite / nach unten aufgeklappt werden. Beim Stromanschluss wirkt diese besonders wertig. Auch gefällt die Verteilung am Gehäuse. Links findet man Kopfhörer und HDMI, rechts Mikrofon und Multi-AV, für den übrigens kein Kabel mitgeliefert wird.
Die Umstellung zwischen manueller und automatischer Bedienung geschieht bei beiden Modellen bequem mit einem eigenen Button.
Auch die Objektivringzuordnung von Zoom und Focus geschieht bei beiden sehr einfach mit eigenen Schiebern.
Ein herausragendes Ausstattungsmerkmal bei Sony ist der 3fach-zustellbare ND-Filter. Dies ist wirklich ein Novum und ist sehr einfach und komfortabel bedienbar. Canon verfügt nur über einen sich im Blendenbereich 4,0 automatisch zustellbaren ND-Filter mit aber ebenfalls drei Intensitätsstufen. Ein ND-Filter ist im Hinblick auf Bookeh-Aufnahmen mit besonders kleinem Blendenwert (= offener Blende) und sehr heller Umgebung unabdingbar und gehört zum kreativen Filmen dazu.
Beide Kameras verfügen über sehr hoch auflösende und exzellent darstellende 3,5“ Klappdisplays. Das Gleiche gilt auch für beide Sucher, wobei aber hier Sony durch ein größer dargestelltes Bild punktet. Bei Canon erscheint das Sucherbild etwas zu weit weg, ist aber ansonsten genauso hochwertig. Dafür ist die gummierte Suchermuschel bei Canon besonders groß, dadurch sehr bequem und verhindert effektiv seitlich einfallendes Tageslicht. Die von Sony ist etwas klein geraten. Beide Sucher lassen sich herausziehen und nach oben klappen.
Die Sony HDR-CX900 lässt sich durch das Herausziehen des Suchers und / oder das Aufklappen des Displays einschalten und umgekehrt wieder ausschalten. Der linksseitige Powerknopf dient dem zusätzlichen Ausschalten bei geöffnetem Sucher und Display. Die Canon Legria HF-G30 und XA20 wird über einen oben liegenden Schieber ganz herkömmlich ein- und ausgeschaltet.
Wie bereits geschildert kann die XA20 keinen Surroundton aufnehmen und die HF-G30 lediglich über ein etwa 200 € kostendes Zusatzmikrofon. Bei Sony ist ein Surroundmikrofon eingebaut und kann auf Stereo umgestellt werden. Ebenso ist neben einem Windcut auch ein Beschnitt von etwaigen Filmergeräuschen möglich (Atemgeräusche).
Beim Blitz- / Zubehörschuh erlaubt sich Sony meiner Meinung nach den größten Patzer. Über den versenkt liegenden AIS-Schuh kann nur Sony eigenes Zubehör genutzt werden. Etwaige Adapter für Standardzubehör kosten noch bis zu 50 € und ragen recht hoch heraus. Canon verbaut zusätzlich zum eigenen Zubehörschuh der HF-G30 bei beiden Modellen einen Standard-Zubehörschuh. Bei Montage des Griffes der XA20 sind natürlich dieser und das hintere Anschlussfeld blockiert. Dafür besitzt wiederum der Henkelgriff einen weiteren Standard-Zubehörschuh.
Über diesen können zwei XLR-Mikrofone auch mit Phantomspeisung oder ein Stereo-Mikrofon angeschlossen werden. Es ist auch eine Kombination von XLR und einem Miniklinkenmikrofon über den Body möglich. Die Canon HF-G30 und die Sony HDR-CX900 verfügen je über einen aussteuerbaren Stereo-Miniklinkenanschluss. Um auch an der Sony XLR-Mikrofone anzuschließen bedarf es dem etwa 450 € teuren Adapter XLR-K1M. Allerdings muss dieser auf einer Zubehörschiene montiert werden weil der AIS mit seinem zusätzlichen Anschlusskabel / -adapter belegt ist. Dies ist doch recht unpraktikabel.
Die Menüführung erscheint bei Sony moderner und aufgeräumter. Allerdings sind die Einstelloptionen und -möglichkeiten bei Canon um ein Vielfaches höher. Als ein Beispiel sei die einstellbare Empfindlichkeit und Zoomgeschwindigkeit der Zoomwippe genannt. Bei Sony ist diese nicht veränderbar und relativ langsam, was wiederum auch Geschmackssache ist. Nicht nachvollziehbar ist die Tatsache, dass bei Sonys Display keine Wischbewegungen möglich sind, wie es bei den Canon Modellen der Fall ist. Es wird lediglich mit zwei Pfeiltasten und dem Auswählen im Menü navigiert. Beiden Modellen gemein ist leider die Tatsache, dass die Displays doch etwas träge auf die Bedienung reagieren. Von Smartphones und Tablets ist man da etwas anderes gewohnt.
Die Sony und bei Canon nur die XA20 verfügen über eine Infrarotfunktion, die wie ein Nachtsichtgerät funktioniert. Hier wird ein grünes helles Bild bei völliger Dunkelheit möglich. Bei Canon kann jedoch zusätzlich auf weiße Darstellung – also s/w – umgestellt werden. Die Canon HF-G30 hat keine Infrarotfunktion.
Beide Hersteller liefern mit einer vollwertigen Fernbedienung aus und können auch mit WiFi-Funktionen glänzen.
Canon liefert einen Akku mittlerer Größe und Sony leider einen sehr kleinen Akku mit. Dies vermutlich aus modellpolitischen Gründen. Das 4k-Modell Sony AX100 wird mit dem nächst größeren Akku ausgeliefert.
Bei Canon kann man durch Voreinstellungen besser auf die Bildcharakteristik eingehen, was bei Sony nicht möglich ist. Dafür gibt es dort Videoeffekte wie „Spielzeugland“ und Darstellung einer einzelnen Grundfarbe bei s/w-Aufnahmen (z.B. rotes Kleid in s/w-Film).
Ein Alleinstellungsmerkmal bei Sony ist das Filmen außer in 50p mit echtem 24p und darauf angepassten Verschlusszeiten! Bei Canon ist leider nur 25p/50p möglich.
Als Speichermedium können bei beiden Modellen SDXC-Karten bis 64 GB eingesetzt werden, die möglichst die Geschwindigkeitsklasse 10 aufweisen sollten. Canon hat zwei SD-Schächte hinter einem bequemen Schieber und Sony lediglich einen SD-Schicht hinter einer recht einfachen Klappe.

BILDQUALITÄT
Die Schärfe und Bildqualität ist bei Sony bei wirklich jeder Lichtsituation über jeden Zweifel erhaben und rauscht im Lowlight-Bereich sehr wenig. Hier machen sich der eigentlich für den 4k-Einsatz konzipierte große Sensor und die neue Signalverarbeitung bezahlt. Im praktischen Einsatz lässt sich Canon jedoch nicht wirklich lumpen. Schließlich wurde der Sensor für FullHD optimiert und die reine Pixelgröße ist im Vergleich zu Sony nur im Verhältnis von 1 : 1,15 kleiner… Außerdem verschenkt Sony leider viel durch die nicht schlechte aber doch durchschnittlichere Optik, was man von den o.a. Blendenwerten ableiten kann. Tests einschlägiger Fachzeitschriften benoteten das Lowlight- und Schärfeverhalten bei Sony mit hervorragend und bei Canon immer noch mit sehr gut. Inwiefern sich das auf die Praxis auswirkt muss jeder selbst entscheiden. In sehr grenzwertigen Lowlight-Umgebungen zeigt Sony im direkten Vergleich das bessere und hellere Bild. Allerdings sind solche durch mich simulierte Lichtverhältnisse fernab jeder Praxis.
Der direkte Vergleich der Videoqualität in einem Zimmer zur Nachmittagszeit ergab, dass beide Modelle beim automatischen Weißabgleich ins Bläuliche abrutschen, was sich bei Canon jedoch stärker zeigte. Nach manuellem Einmessen war das Verhalten bei beiden Modellen perfekt.

AUDIOQUALITÄT
Da kein Editing und keine PC-gestützte Begutachtung von Videomaterial durchgeführt wurde, lies sich die Videoqualität nur anhand des Kameramonitors und der Ton gar nicht vergleichen. Allerdings kann man bei beiden Modellen von einer mehr als guten Audioqualität ausgehen. Laut Tests ist diese in Stereo meist besser als mit Surroundton. Außerdem kann man hochwertigere Mikrofone einsetzen – bei Canon auch mit professionellerer Ausrichtung (XLR).

ZUSAMMENFASSUNG
Wie man sieht, handelt es sich beiden Camcordern um wirklich sehr gute Modelle. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welche angesprochenen Punkte für ihn wichtiger sind. Ein solcher Vergleich ist leider den wenigsten Kaufinteressenten möglich, aber wie man sieht, nötig, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.
Ich habe mich gegen den Großsensor der Sony entschieden, den manch einer nur als „Marketinggag“ ansehen könnte, und mich für die Praxis gerechtere Canon XA20 entschieden. Bei einem Nachfolgemodell der Sony mit einer evtl. Licht stärkeren Optik und damit noch heraus stechenderem Bookeh könnte das vielleicht mal anders aussehen. Solange setze ich für diese einzelnen Takes mit geringer Schärfentiefe (z.B. Hochzeiten) meine DSLR ein.

NACHTRAG ZUR BILDQUALITÄT (04.07.2014)
Ich möchte noch ergänzen, dass das erhoffte schöne Bookeh (geringe Tiefenschärfe) sich meiner Ansicht nach im Vergleich zum "Hype" und den Erwartungen um diesen 1"-Sensor sehr gering ausfiel. Klar ist es besser als bei herkömmlichen (bisherigen) Camcordern. Aber es sind noch Welten zu dem, was eine DSLR hier erzielt.

NACHTRAG ZUR ZUSAMMENFASSUNG (04.07.2014)
Dennoch sind Lichtempfindlichkeit und Bookeh durch den großen Sensor besser, muss aber nicht so ausschlaggebend sein. Würde man dem Canon-Duo in beiden Disziplinen ein sehr gut bescheinigen, ist es bei Sony ein hervorragend. Beides tolle Ergebnisse...
Mein Vergleich galt aber auch in allen anderen Disziplinen, insbesondere mit der XA20.
Würde ich zwischen einer Canon HF-G30 und der Sony wählen müssen würde ich zur Sony greifen. Vergleiche ich aber die Canon XA20 mit der Sony bleibe ich insbesondere wegen der Zusatzfunktionen Henkel und XLR bei der Canon. Hier sieht dann doch die Handhabung.

ZUM 1. KOMMENTAR (04.07.2014)
Ich stimme den beschriebenen Nutzungsschwierigkeiten beim Filmen mit einer DSLR absolut zu. Gilt aber nur wenn man (fast) ausschließlich damit filmen will. In meinem Fall filme ich alles mit der XA20 und greife nur bei "künstlerisch wertvollen" Einstellungen wie einzelne Takes bei Hochzeiten, wo der Ton keine Rolle spielt, dann aufgrund des Bookeh zur DSLR. Damit soll die Bookehschwäche der Canon zum Teil kompensiert werden. Ein Schärfeziehen bleibt aber hierbei aufgrund der beschriebenen Schwierigkeiten des Kommantators auf der Strecke...
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am 14. Mai 2014
Der CX900 ist ein Camcorder, der wirklich nur wenig Wünsche offen läßt.
Den ersten Camcorder hatte ich eigentlich "erstmal zum Testen" bestellt. Und ich kann sagen: Er ist so gut, daß ich mittlerweile vier von diesen Geräten besitze.
Er ist groß (größer als jeder ConsumerCamcorder) und liegt mit seinen knapp 900g Gewicht gut in der Hand.

Ausschlaggebend für (fast komplette) die Umstellung des Equipments war auf jeden Fall die Bildqualität (das Zeiss-Objektiv bringt wirklich tolle Ergebnisse), die Möglichkeit der Hinterkamera-Bedienung mit der RM-VPR1 über den Multiinterface-Anschluß, die manuellen Einstell-Möglichkeiten und vor Allem die Steuerung über Wifi. So kann ich von einem Handy/Tablet aus mehrere Kameras ansteuern, den Bildausschnitt verändern, die Aufnahme starten und stoppen, ohne in der Location herumlaufen zu müssen.
Der CX900 läßt auch in der Programmautomatik manuelle Eingriffe bei einzelnen Parametern zu. Der dreistufige eingebaute (!) ND-Filter ist in dieser Camcorder-Klasse wohl einmalig.

Die beste Qualität beim Videomaterial erzielt man mit der Einstellung XAVC S mit 50p (oder für Highspeed-Aufnahmen mit 100p) und einer Transferrate von 50 Mbps. Der Camcorder bietet außerdem XAVC S mit 25p, AVCHD mit 50p, 50i und 25p - und man kann ihn auch auf 24p umstellen. Ein problemloser Wechsel von PAL (25/50p) auf NTSC (30/60p) ist nicht möglich.
Mit dem 1" Sensor kann man Objekte im Film sehr gut freistellen. Er ermöglicht auch im Nahbereich Arbeiten mit tollem Bokeh.

Der mitgelieferte Akku NP-FV50 ist für diese Preisklasse wohl eher unter "na gut, da muß eben einer mit dazu" zu sehen. Das ist einigermaßen unverständlich.
Ebenso ist unverständlich, warum Sony den Multi Interface Schuh versenkt angebracht hat. Eigentlich war das neue Multi- Interface dafür gedacht, auch Fremdzubehör mit einem Standard-Fuß zu verwenden. Das geht beim CX900 überhaupt nicht, weil das Zubehör von oben in den Schuh eingerastet werden muß. Ich habe mir jetzt mal zwei günstige AIS-Adapter bestellt, die evtl. zurecht gefeilt werden müssen, damit sie in den MIS-Schuh passen.

Der XAVC S Codec benötigt schnelle SDXC-Karten (Class 10, UHS-1), mit normalen SDHC-Karten verweigert er dann die Zusammenarbeit. Wenn man ausschließlich in AVCHD filmt, funktionieren auch SDHC Karten (auch da sollten es Class 10 Karten sein).
Mit NP-FV100 Akkus (Patona mit Info-Chip) bekommt man eine Laufzeit von 5-6 Stunden pro Akku hin. Ein Patona-NP-FV100 Akku ist allerdings so groß, daß er bei eingeschobenem Sucher darüber hinaus ragt.

Sehr gut finde ich das mitgelieferte Netzteil, das auch gleichzeitig den Akku lädt. Bei stationären Aufnahmen mit Netzteil kann man auch den Akku herausnehmen - die Kamera funktioniert trotzdem.
Wenn man einen externen Kontrollmonitor verwendet, kann man das Display anklappen und den Sucher herausziehen, damit der Camcorder angeschaltet wird. Leider hat man keinen Zugriff auf das Menü, wenn das Display angeklappt ist - man kann aber das Display auf und zu klappen, wenn der Sucher herausgezogen ist, ohne daß die Kamera ein- oder ausschaltet - und so Zugriff auf das Menü erhalten.
Die Anbindung über WiFi an das heimische Netzwerk funktioniert mit der WPS-Taste einwandfrei und ohne Probleme.

Mit der preisreduzierten Software Moviestudio 13 gab es keine Probleme - allerdings habe ich sie mir nicht schicken lassen, als ich die Versandkosten sah, sondern habe sie einfach per Download bezogen und installiert. Die 64-Bit Version ist schnell - aber gewöhnungsbedürftig, wenn man z.B. von Magix VideoProX kommt.

Im Video sind ein paar Freihand- und Einbein-Aufnahmen, bei denen man ziemlich gut sieht, wie toll der Camcorder freistellen kann. Aufgenommen im XAVC-S Format mit 50MBit und 1080p 50, bzw. 100 fps. Ist allerdings Aufgrund der Beschränkungen von Amazon auf 720p reduziert worden.

Die Steuerung mehrerer Kameras mit einem Smartphone funkioniert über WiFi absolut prima.
Klar kann man immer nur einen Camcorder anwählen und dann z.B. Zoomen/Starten/Stoppen. Aber wenn bei dem Anderen bereits über die App die Aufnahme gestartet wurde, läuft die weiter, auch wenn man die Verbindung trennt. Beim wieder Verbinden kommt dann ein Hinweis, daß die Aufnahme bereits läuft.

Klasse. So habe ich mir das vorgestellt :)

Nachtrag 13.07.2014:
Meine drei CX900 waren jetzt bereits bei mehreren Aufträgen zusammen im Einsatz. Der Autofocus ist nach dem Update der Kameras auf die 2.0 viel schneller (mir bei manchen Situationen etwas zu schnell - aber da viele User ja lieber einen "Hopse-Focus" haben möchten, muß man sich wohl arrangieren) als vorher.
Die Steuerung der Kameras über WiFi ist nach wie vor die beste Alternative für mich, um von einer Hauptkamera aus mit mehreren Kameras gleichzeitig zu arbeiten.
Rauschen (was von hier von Nutzern bemängelt wurde) bekomme ich wirklich nur in extremen Lowlight-Situationen (z.B. Feier mit ausschließlich Kerzenlicht auf den Tischen) ins Material. Aber bei diesen Gegebenheiten versagen sehr viele andere Kameras ohne Zusatzbeleuchtung völlig.

Nachtrag 04.03.2015:
Immer noch total zufrieden mit den 4 Kameras. Heute habe ich mal einen Versuch gestartet, doch irgendwie Timelapse-Aufnahmen mit der CX900 hin zu bekommen. Es geht: ND Filter rein und den Shutter auf den niedrigsten Wert (6fps im XAVC-S Modus) stellen. Aufnehmen und im NLE auf den kleinstmöglichen Wert "zusammenstauchen" - dann bekommt man auch mit der CX900 eine tolle Timelapse hin.
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ERGÄNZUNG v. 21.052014
Heute ergänze ich meine Rezension um folgenden Infos:
- Software-Gutschein in der CX900-Verpackung
- Erfahrungen mit dem Autofokus
- Bildqualität

SOFTWARE GUTSCHEIN
Ich hatte schon in meiner Rezension vor dem Gutschein mit 50 % Rabatt für Video-Software, der in der Verpackung beigefügt ist, gewarnt.
Damit kann man Movie Studio Platinum nach Rabatt für ein Paar Scheinchen erwerben, aber die Versandkosten (die erst bei der Bezahlung auftauchen) waren höher als die Software, machte zusammen immerhin 56,93 Euro.
Inzwischen habe ich noch eine weitere Rechnung von UPS für Einfuhrumsatzsteuer und Provision in Höhe von 26,86 erhalten.
D.H., daß der Spaß z.Z. 83,79 Euro kostet.
Movie Studio Platinum Version 12 (ASIN: B008RVQM9M) kostet bei Amazon inkl. Prime Versand 27,20 !
Also Finger weg vom Gutschein und gleich in die blaue Tonne damit !

Für diejenigen, die das interessiert: Sony verschweigt bei der Bestellung die Versandkosten, gibt diese erst bei der Zahlung bekannt und erstellt eine Rechnung für den Zoll i.H.v. 79 $ obwohl der Warenwert kaum die Hälfte beträgt. Das erlaubt eine Verzollung, die UPS sich mit 10,75 saftig honorieren läßt, dazu noch USt und so kommt eine Kostenlawinne zustande.
Danach haben sich alle, an diese Software, die ein Paar Zehner Wert ist, satt bedient.
Für mich ist das alles kein Zufall. Als Privatperson muß ich öfter kleine Sendungen verzollen und finde es in höchstem Maße verwunderlich, daß ein Weltkonzern wie Sony überhöhte Rechnung für den Zoll erstellt, wobei jeder Hinterhof-Händler in Hong-Kong und woanders, das niemals tun würde.
Sony zieht auf diese zweifelhafte Weise rd. 60 Euro aus der Tasche seiner Kunden nach dem Kauf eines CX900.
Als Gegenmaßnahme habe ich als Besitzer von 5 hochwertigen Sony-Kameras und Camcorder die Bestellung meiner Alpha 7r und Zubehör storniert, werde stattdessen eine Olympus OMD und eine Lumix GH4 kaufen. Sony und sein Partner UPS (ich vermeide die Bezeichnung Komplize) haben mir zwar 60 Euro aus der Tasche gezogen, aber für' s Erste rd. 5.000 Euro Umsatz verloren und das ist lange nicht das Ende der Fahnenstange.

ERFAHRUNGEN MIT DEM AUTOFOKUS
Meine ersten Negativerfahrungen mit dem AF haben sich inzwischen bestätigt:
Auch bei perfekten Lichtbedingungen friert das AF öfter ein. Da hilft kein Zoomen hin und her, der AF bleibt auf dem Hintergrund stehen, auch wenn das Hauptmotiv das volle Sehfeld abdeckt !!!
Natürlich habe ich überprüft, daß der AF eingeschaltet ist und der Fehler ist auch reproduzierbar.

Bei Landschafts- Studio- und gestellten Aufnahmen ist das kein Problem, man kann die Szene nachstellen und erneut drehen. Bei Events, Sportveranstaltungen, Hochzeiten etc. aber, sind die Aufnahmen manchmal unbrauchbar und der ahnungslose mit seine 300-Euro-Knipse, die scharfe Aufnahmen liefert, lacht sich natürlich tot. Das ist eine gravierende Einschränkung und man müßte hierfür mindestens 1 Stern abziehen. So etwas geht bei Hochzeit-Fotografen und andere gewerbliche Einsätze gar nicht.
Selbstverständlich kann man auf manuell umschalten, aber diese Ungewissheit ist sehr störend und man kann manuell, ohne Stativ, nicht wirklich ruhige Aufnahmen erzielen wie beim AF, weil das Drehen am Objektiv-Ring doch mehr Unruhe verursacht und sie ist in den Aufnahmen zu sehen.
Hinzu kommt, daß der EVF nicht ausreichend detailliert abbildet um die Schärfe zu beurteilen. Zum Glück wird die Entfernung am Bildschirm angezeigt (aber nur wenn man die Entfernung verändert) und die Tiefenschärfe ist meistens großzügig (zumindest bei mormalem Licht), aber das Bedeutet viel Arbeit mit Sichten, Sortieren, Rausschneiden etc. in der Post Produktion.

Wir haben bei Reitturniere parallel mit dem PJ780 und dem CX900 gedreht. Es stellt sich heraus, daß der PJ780 eine Trefferquote von praktisch 100 % erzielt, beim CX900 liegt die Quote für einwandfreie Schärfe bei 80 %, teilweise deutlich darunter (z.B. wenn beim Sprungturnier von vorn gefilmt wird). Der CX900 ist daher für solche Situationen nicht das Gerät, das ich vertrauen und vorziehen würde.

BILDQUALITÄT
Damit kommen wir gleich zur Beurteilung der Bildqualität und zwar anhand von Aufnahmen im Feld und nicht im Labor.
Der PJ780 liefert bereits eine aussgezeichnete Qualität, schöne Schärfe, satte Farben, aber nicht zu übertrieben, mit alle Nuancen der Vegetation und eine hohe Dynamik, die sowohl dunklen als auch die Hellen Partien im selben Bild ausgewogen zeichnet. Alle Achtung!
Das macht auch der CX900 - zumindest wenn er scharf fokusiert - aber ich kann nicht mit bestem Gewissen behaupten, daß die Aufnahmen des CX 900 noch besser sind. Im blinden Vergleich ist es mir nicht möglich zu sagen welcher Camcorder aufgenommen hat.
Was der CX900 aber besser kann, sind schnelle manuelle Eingriffe um schwierige Verhältnisse zu meistern, z.B. Blende öffnen oder schließen, Verschlußzeit verändern oder herumprobieren an der Sensorempfindlichkeit. Damit kann man Belichtung und Kontrast nach der eigenen Vorstellung relativ flott verändern.
Beide Camcorder sind ebenfalls bei Nachtaufnahmen sehr gut. Vielleicht hat der CX900 eine Spur weniger Rauschen, aber es sind keine Welten dazwischen, nicht wie die bald kommende Sony Alpha s, die die Nacht zum Tag macht und bei ISO 204800 noch gute, brauchbare Aufnahmen leifert !
Auch der Stabi verursacht bei mir keine Begeisterung. Ich finde sogar, daß das Bild des PJ650 und PJ780 effizienter ruhig gestellt wird als beim CX900, wo ich mich bereits bei mittleren Zoom um die 4-5 x mit Körperstellung und Atembeherrschung in höchstem Maße anstrengen muß. Herumlaufen mit dem CX900 ohne Steadycam ist eine echte Herausforderung und in schwierigen Gelände geht ohne Camera-Cage oder ähnlichen Hilfsmittel gar nichts. Ich denke, daß die entsprechenden Aufnahmen, die bei Youtube zu sehen sind, alle mit steadycam gemacht sind.
Wer also auf das Herumspielen an der manuellen Steuerung nicht Wert legt und eine Bild- (und Ton-) qualität der Spitzenklasse sucht, ist mit dem PJ780 bestens bedient und spart z.Z. immerhin rd. 430 Euro.

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ERGÄNZUNG v. 12.05.2014
Heute ergänze ich meine Rezension um das Thema "Zeiss-Objektiv des CX900".

Die Optik hat eine Brennweite von 9,3 bis 111,6mm (die Größte Blende fängt mit f/2.8 und erstreckt sich bis f/4.5 am oberen Ende).
Das entspricht umgerechet auf Kleinbild 24x36 29-348mm für Videoaufnahmen im Format 16:9.
Bei Fotoaufnahmen ergeben sich aufgrund des Formats 4:3 umgerechnet 35,5-426mm.
Das dürfte wirklich reichen, selbst für Tieraufnahmen in der Wildnis oder Fotos / Videos des Vollmondes !

Danach fängt die Luft an zu flattern und vibrieren und das Bild wird zunehmend zur Fata Morgana, gerade in Hochsommer bringen Zommlinsen dieser Größe am oberen Ende bereits atmospherische Störungen zur Geltung.
Der Zoom verfügt über 3 Bereiche:
- Optischer Zoom: 12x
- Erweiterter Zoom: 24x
- Digitaler Zoom: 160x (zuschaltbar im Menü Kamera / Mikrofon in etwa in der Mitte beim Blättern)
Die Übergänge sind absolut fließend.

Fangen wir mit dem Digital-Zoom an.
Ich habe gestern den Digital-Zoom getestet: Forget it ! Sie können diese Option im Menü getrost ausschalten. Selbst mit einer guten Abstützung beider Arme auf der Fensterbank und eingeschaltetem Stabi tanzt das Bild dermassen, das es absolut unbrauchbar ist. Hinzu kommt, das die Elektronik fantasievoll fehlende Pixel ersetzt. Daraus resultiert ein flaues Pixelbrei, der überhaupt nicht aussagefähig ist, also auch für Fotos unbrauchbar.

Ich wollte trotzdem es genau wissen und habe den CX900 an eine Fluid-Kopf HD503 und auf dem 058B Pro gesetzt, schweres Equipment von Manfrotto, mit Verstärkunsstreben das für bis 12,5 kg zugelassen ist und ich z.B. mit einem Pentax PF-100 ED mit 100mm-Eintrittlinse für astro-Beobachtung benutze, also höchtmögliche Stabilität.
Ergebnis: Die Tannennadeln in 60m Entfernung waren stets stark verschwommen, d.h. das hat mit dem Stabi nichts zu tun, Optik und Bildverarbeitung können einfach bei diesem Elekronichen Zoom keine vernünfzige Leistungen erbringen, das ist ein Gadget ! Das war aber zu erwarten. Das soll aber keine Kritik sein, trifft auch alle Geräte und es ist wohl eine Modeerscheinung dieses sinnloses Feature in einem Camcorder einzubauen.

Erweiterter Zoom:
Hier wird offensichtlich die Abbildung auf das Zentrum reduziert, was eine scheinbare Vergrößerung bewirkt (crop-Effekt). Das funktionniert gut, weil man im Sucher den Übergang nicht merkt.
Als ich mir die Ergebnisse am HD-Bildschirm anschaute, war der oberster Bereich nicht wirklich sauber: Die Tannennaden in 60 m Entfernung waren immer noch teilweise angedeudet und nicht 100%-ig abgezeichnet, also nicht so scharf wie bei meine Fuji X-T1 oder X-Pro1 mit dem Fujinon 55-200mm, die einen grösseren Sensor hat und wo die einzelnen Nadeln bei 200mm schön scharf abgebildet sind, aber rd. 500 Euro mehr kosten. Allerdings
- im unteren und mittlerern Bereich zeigt das Zeiss-Objektiv eine hervorragende Schärfe
- bei bewegten Bilder verliert die leichte Unschärfe des Endbereiches des erweiterten Zooms ihre Bedeutung, man nimmt sie kaum noch wahr.
Als Fazit würde ich sagen, daß man bis ca. 20x bedenkenlos zoomen kann, der Stabi ist bis dorthin noch gut wirksam. Natürlich sollte man trotzdem eine saubere Motorik und Atembeherrschung besitzen und ganz langsam schwenken. Die letzten mm sind hinsichtlich der Schärfe etwas grenzwertig, das ist eher etwas für den Stativ, oder absolute Könner und kurze Aufnahmen.
Übrigens: Ich habe bei alle Versuche manuell am Objektivring fokusiert, gerade bei den extrem langen Fokale arbeitet der AF nicht zuverlässig (aber das ist ein Kapitel für sich).

Optischer Zoom:
Bis 12x (und etwas darüber hinaus) bügelt der Steadyshot vieles weg. Aber auch hier gilt: Saubere, ruhige Kameraführung. Das Sony-Stabi-System, das ich bereits von der PJ650 und PJ780 kenne gehört zum feinsten und wirksamsten, was am Markt im Consumer-Segment zu finden ist.
Es zieht auch nicht nach am Ende eines Schwenks, trotzdem sollte man natürlich nicht zu schnell sein und vor dem Ende einer Kamera-Fahrt sanft abbremsen, Übungssache.
Aber wer ein Camcorder dieser Preisklasse kauft hat schon natürlich Erfahrung, also weiter geht' s...

Makro-Bereich:
Das Objektiv des CX900 hat sagenhaften Eigenschaften. Es kann nicht nur bis 20x sauber und bis 24x ziemlich gut zoomen, es kann auch auf wenige cm Entfernung scharfe Aufnahmen zaubern.
Ich habe diesbezüglich noch nicht viel experimentiert, aber bei Youtube gibt es Videos von users, die beeindruckend sind.

Brennweite und Fokus
2 Themen gibt es noch wenn es um die Optik des CX900 geht:
- Auto-Fokus und manueller Fokus.
- Tiefenschärfe / Schärfeebene / Bokeh
Der AF funktionniert langsam und weich, richtet sich offensichtlich nach den Übergängen, die man vom Kino und TV kennt, d.h. weich. Das ist lobenswert.
Bei Zomm-Aufnahmen mit gemichten Schärfe-Ebenen, z.B. Bäume und Zweige und Häuser dahinter hat der AF Probleme zu wechseln, auch wenn das Objekt nach dem Zoomen gewechselt hat und das ganze Bildschirm einnimmt. Er zögert lange, teilweise bleibt er stehen. Daher empfehle ich bei reichaltigen Szenen mit Zoom oberhalb von 10x auf manuell umzuschalten und auf dem Objektivring zu wechseln.
Das manuelle Fokusieren ist ein großer Vorteil. Es erlaubt Objekte auf weichem Hintergrund scharfzustellen. Das kann der CX900 ganz Prima, ob mit AF oder MF.
Will man allerdings sicher gehen, sollte man manuell fokusieren, die Blende öffnen, notfalls das Graufilter einschalten, manuell zu fokusieren und ggfs. der Gain (Sensorempfindlichkeit) etwas herunterzustellen. Das funktionniert beim CX900 perfekt und man erhält eine weiches, cremiges Bokeh (diffuser Hintergrund), so gut wie bei einer Voll-Sensor-DSLR oder Broadcast-Camcorder.
Aber auch für ungeübte kann die Automatik das i.d.R. auch.
Übrigens, der manueller Fokus arbeitet traumhaft präzise mit einer tollen Übersetzung und es ist eine wahre Freude damit zu arbeiten.

FAZIT
Für so viel Gutes ist der Preis des CX900 sehr attraktiv.
Ich stelle noch heute einige Bilder des CX900 ein, vor allem im Vergleich zu 4 anderen Cams von Pana und Sony.
Bis demnächst in diesem Theater und Gruß an alle Filnmer !

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ERGÄNZUNG v. 10.05.2014
Heute ergänze ich meine Rezension um das Thema 1-Zoll-Sensor der CX900.

Die meisten von euch werden mit diesen Inch-, Zoll- und mm-Angaben nichts anfangen können und sich fragen ob der Sensor der CX900 wirklich so ein tolles Teil ist.
Was bedeutet das bzw. wo steht diesen Sensor im Vergleich zu bekannten Kameras wie z.B. eine Nikon D7100, Sony RX100, Fuji X100S oder Micro-Four Thirds (Lumix, Olympus).
Kann man wirklich viel Qualität daraus holen wie die Werbung es verspricht oder wird die Technik voll ausgereizt ?

Die Frage zu beantworten ist nicht einfach weil in dem Bereich alles Wischi-waschi ist: Die Zoll-Angaben stammen aus der Zeit der Bildröhre von TV-Kameras und bezogen sich auf dem Außendurchmesser der Glasröhre (der grösser war als die "Arbeitsfläche"), bei der Einführung der CCDs hat man versucht den Vergleich mit den Glasröhren aufrecht zu erhalten, hinzu werden komische Angaben wie 1/1.8 Zoll verwendet und schließlich verschleiern die Hersteller die Angaben um nicht so schlecht da zu stehen.
1 Zoll = 25,4mm. Jedoch wird ins Internet ein 1-Zoll-Sensor mal mit 12,8 x 9,6mm, mal mit 12,8 x 9,3mm angegeben.
Also klammern wir den ganzen Haufen Bullschit aus und kommen wir gleich zur Sache !

Hier das Ergebnis meiner Forschungen:
Ein 1-Zoll-Sensor ist also deutlich kleiner als ein Micro Four Thirds (17,3 x 13mm, Olympus, Lumix), als ein Fuji-ASP-C (23,7 x 15,6mm, Fuji X100S, Nikon Coolpix A), als ein Fuji-ASP-C (23,7 x 15,6mm, Fuji X100S, Nikon Coolpix A) oder als ein Fuji-2/3 (8,8 x6,6mm, Fuji X20). Daher stellt sich als erste Frage, ob es nicht besser sei mit eine Digital-Kamera zu filmen.

Ein 1-Inch-Sensor verwenden Nikon in der Baureihe "Series 1", Samsung in der NX und Sony in der RX100 und RX100 II.
Das sind sehr gute Kameras, besonders die Sony RX100 Mark II (wie den CX900 mit Zeiss-Optik), die ich seit ca. 1/2 Jahr besitze, ist eine High-End-Kompakt-Kamera, der Sensor leistet dort 20 MP bei einem sehr guten Rauschverhältnis. Bei Videos ist das Blickfeld etwas schmaller als bei Fotos, es wird also "gekroppt" und der Auto-Fokus funktionniert im Dunkel etwas unsicher.

Es ist daher bereits (durch Sony) erwiesen, daß mit dem 1-Zoll-Sensor bis 24 MP hervorragende Ergebnisse erzielbar sind.

Nun haben wir bei dem CX900 mit einem neuen Design zu tun, das ein ganzes System umfaßt.
Der Sensor und das ganze CX900 ist eine castrierte Version des FDR-AX100, mit der gleichen Optik und die gleiche Elektronik, aber dort mit einer Auflösung von 3840 x 2160 bei 25 Bilder / Sekunde, effektive 14,2 MP bei 16:9, eine Datenrate von 60 MB /s und eine Fotoauflösung (in Fotomodus) von 20 Megapixel in 16:9 (5968 x 3352).
Das ist interessant weil das zeigt welche Leistungsreserven in der Architektur des Systems stecken.
Die Werte des CX900 lauten ebenfalls effektive 14,2 MP bei 16:9 im Videomodus aber bei einer Auflösung von 1920 x 1080 bei 50 Bilder /s. und eine Datenrate von 28 MB / s.
Die Fotoauflösung bleibt mit 20 Megapixel in 16:9 unverändert (5968 x 3352).
Konkret heißt das, daß die Datenverarbeitung des Signals nur zu ca. 50 % ausgelastet ist, die Datenmenge halb so groß ist (Speicherplatz und spätere Videobearbeitung) und die Filmgeschwindigkeit doppelt so hoch ist (50 Bilder statt 25).

Ich habe rd. 20 Stunden Filmmaterial der CX900 und AX100 gesichtet und analysiert.
4K ist natürlich fabelhaft, aber ich brauche es nicht, weil ich bereits bei HD Probleme habe die winzige Schrift und feinste Details zu lesen.
Fahrende Objekte sind bei 50 Bilder/s detaillierter als bei 25 B/s mit 4K wo sie verschmiert erscheinen.
Ich möchte nicht ein neuer Computer und tausende von Euro für die Bildbearbeitung investieren.
Das Signal / Noise-Ratio bei 1920 x 1080 ergibt enorme Reserven bei der Bildberechnung, so kann der CX900 bei +24 dB Gain völlig rauschfrei filmen. Danach kommt nur noch +30 dB und Infrarot.
Aber ehrlich, ab 15 dB Signalverstärkung erscheint der Nachthimmel und sogar die ganze Szene völlig unnatürlich. Wer braucht das schon ? Höchsten für wissenschaftliche Anwendungen wie egyptische Grab- oder Höllenforschung !

Wenn man die Aufnahmen der AX100 und CX900 genauer anschaut, merkt man daß der Sensor und das ganze System (wie die Optik davor und die Signalbearbeitung dahinter) in keinster Weise überfordert wird, egal durch welche Situation. Mich haben auch Aufnahmen mit hohen Lichtkontrast beeindruckt: Es sieht so aus als ob der Camcorder in der Lage ist dunklen Ecken zu erhellen und helle Flecken zu dämpfen. Bei einem Kfz-Inneren mit Fußraum waren z.B. nirgendwo dunklen Ecken abgebildet.
Interessant fand ich den Vergleich mit andere Video-Camcorder der Spitzenklasse bis 2011: Es ist eindeutig, daß der CX900 einen besseren Kontrast und eine höhere Sättigung - spricht bessere, kräftigere Farben - bietet. Irgenjemand erklärte auf english, daß das Licht bzw. die Photonen durch die Sensor-Architektur weniger Störungen verursachen. Das habe ich nicht ganz verstanden aber ich glaube das gerne, weil sämtliche Aufnahmen eine visuelle Bestätigung bringen.

Insgesamt fand ich Belichtung, Kontrast, Schärfe und Farbwiedergabe auf einem Niveau, der sonst nur von Profi-Geräte bekannt ist. Das ist sicherlich nicht nur den Verdienst des Sensors und der Signalverstärkung / -Bearbeitung. Die Zeiss-Optik mit ihre 62mm Eintrittlinse ist sicherlich auch dafür verantwortlich. Ich muß hier ein Paar Sätze dazu sagen.
Was diese Optik leistet ist einfach "breathtaking". Scharfe Bilder aus wenigen cm Entfernung, filigrane Details von Objekten in km-weite Entfernung, Innen- und Nachtaufnahmen, Tiefenschärfe auf dem gesamten Seffeld oder Schärfeverlagerung mit weichem Bokeh... es gibt scheinbar nichts was dieses Objektiv nicht kann.
Dazu die äusserst effektive Stabilisierung und die Möglichkeit z.B. eine Pol-Circ-Filter auf denm 62-mm-Gewinde zu schrauben mit verblüffenden Effekte und Kontraststeigerung.
Auch die flüssigen Zeitlupen mit 120 Bildern /s. Dieser Camcorder wird mir richtig Spaß machen.
Also ich bin schon ziemlich sprachlos und saß vor meinem Bildschirm bis drei Uhr morgens.

FAZIT
Das CX900 ist in fast jeder Hinsicht beeindruckend. Es ist eine runde Sache aus der Summe einzelner überragenden Eigenschaften jedes Konstruktionsabschnitt: Optik, Sensor, Signalverarbeitung, Sucher, Bedienung...Alles für sich genommen schon beeindruckend aber in der Summe einfach faszinierend. Nun schauen wir mal wie Panasonic und Canon darauf reagieren.

Aus diesem Grund will ich die Abzocke mit der Software und den Blödsinn mit dem Zubehörschuh großzügig verzeihen und erhöhe meine Bewertung auf 5 Sternen.

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URSPRUNGLICHE REZENSION (09.05.2014)

In Januar vorgestellt, in Februar bestellt, er ist heute endlich ausgeliefert !

LIEFERUMFANG
Camcorder,
Akku NP NV-50 (eigentlich zu klein),
Netzteil
Sonnenblende
Fernbedienung
USB-Verbindungskabel
Litteratur (Schwarz-weiß-Büchlein 10,5 x 14,8), Garantie, Zubehör-Prospekt, Software-Gutschein
Fernbedienung.
Das Bedienungshandbuch ist unatraktiv, sehr klein, Billigpapier, schwache und zu kleine Zeichnungen etc.
Ich kann nur sagen: Hoffentlich kommt bald ein Buch über diesen Camcorder.

SOFTWARE
Beigefügt ist eine farbige Karte mit eine 12-stellige Code-Nr. für 50 % Rabatt bei eine Eingabe bei sonycreativesoftware.com/cx900promotion.
Man kann damit Movie Studio Platinum erwerben. Abgebildet ist Version 13. Auf mein Konto erscheint aber nach dem download / Installation die Version 9.0b. Immerhin darf ich für 37,95 Euro auf Version 13 upgraden. Das war Trick Nr. 1.
(Nachtrag: einige Tage danach lieferte UPS aus Menphis USA doch Version 13)

Trick Nr. 2 kommt aber noch: Die Versandkosten (26,95) sind teuerer als die Software.
Für diese sogenannte Promo-Software wird meine Visa-Karte mit 56,93 belastet.

Das geht aber mit Trick Nr.3 gleich weiter: Für ein Upgrade auf die aktuelle Version sind weitere 37,95 und 26,95 Porto fällig, macht zusammen 121,83 zzgl. eventuelle Zollgebühren und Einführumsatzsteuer, denn lt. AGBs muß ich für diese aufkommen (Dafür bekomme ich mindestens sechs Lizensen von Ashampoo Movie Studio Pro).
Nebenbei gesagt, gibt es hier bei Amazon die Version 10 für 12,99 und zwar inkl. Versand !

Trick Nr. 4: Jetzt kommt es aber richtig dick und fett: Drei hundert und etwas für ein Paar Dutzend Geräusche wie Gewehrschuß, Kfz-Motor u.ä.

Eine Kaffeefahrt für Rentner ist also nichts dagegen.
Diese farbige Karte in der Packung ist also nichts anderes als ein Wurmloch, daß direkt in ein finanzielles schwarzes Loch führt. Sie gehört gleich in die Mülltonne oder dem Ofen, falls er an sein sollte, denn es ist kein Gutschein über 50 % sondern 1 Schlechtschein über 1.000%.

Bei einem Camcorder für 1.500 Euro für mich nicht Akzeptabel, daher 1 Stern Abzug für die Abzocke und da bin ich wirklich sehr zurückhaltend !

AKKULAUFZEIT
Mitgeliefert wird der kleinste Akku überhaupt, nämlich den NP NV-50, der natürlich für ein Camcorder dieser Klasse völlig unzureichend ist.
Das weiß natürlich Sony, liefert bei dem baugleichen AX100 den Akku NP NV70 mit !
Immerhin sind die Akkus meiner PJ780 und PJ650 voll kompatibel, das Netzteil ebenfalls.
Um den Camcorder vernünftig zu betreiben braucht man den Akku NP-NV70, macht rd. 60 Euro bzw. NP -FV100, macht rd. 100 Euro.
Asien-Nachbauten sind Schrott: Habe hier Bei Amazon ein Ersatz für NP-NV100 gekauft: Hält ca. so lange wie den NV50 (Klaro: Er wiegt auch in etwa soviel).
Die Ladezeiten betragen 2-5 Stunden - je nach Akkutyp - währenddessen der Camcorder still stehen muß bzw. nur am Netz betrieben werden kann.
Zum Aufladen ausserhalb des Camcorders wird ein Ladegerät vom Typ BC-QM1 oder BC-TRV, der z.Z. mit 68,47 bei Amazon zu Buche steht, benötigt.
Ich würde nicht sagen, daß es sich hier um Abzocke Nummer 2 handelt, aber es sind versteckte Anschaffungsnebenkosten und wir landen damit bei 1.700 Euro für den CX900 im vernünftigen Startzustand, natürlich ohne Speicherkarte.

AUSSTATTUNG
Hat man das notwendige Zubehör besorgt (darunter eine schnelle Karte, z.B. Transcend SDXC 64GB 600X) und die Akkus geladen, kann es los gehen.
Sprache, Zeitzone, Datum und Uhrzeit sind Minutenschnell eingestellt.
Durch herausziehen des schwenbaren Suchers wird das Gerät eingeschaltet.
Der Sucher ist endlich vernünftig, riesig, hell und päzis, schmiert nicht nach beim schwenken und erteilt eine Menge infos links und unten (auch Balkenanzeige für den 5.1-Ton).
Sucher und Display sind hell und scharf.
Graufilter (3 Stufen), Iris, Gain (Sensorempfindlichkeit für low-light-Situationen), Verschlußgeschwindigkeit, WB sowie Infrarot-Aufnahmemodus sind über Knöpfe am Korpus direkt erreichbar.
Am Objektiv kann man AF oder MF wählen und am Objektivring kann man wahlweise zoomen oder fokusieren

Die Sonnenblende ist nicht mehr so umständlich zu befestigen wie beim PJ780 sondern hat 1 Bajonett-Verschluß, ist schön fest, der Objektivschutz wird durch 2 Federn leicht angebracht, die Linse ist dann gut erreichbar (z.B. um sie zu reinigen).
Das prächtige Zeiss-Variosonar-Objektiv hat eine sehr grosse Eintrittlinse mit 62mm-Gewinde (habe gleich 1 Hoya-HD-Schutzfilter eingeschraubt). Das heißt sie sammelt und läßt viel Licht durch für den überdurchschnittlich großen Sensor
Mit dem 12x-Zoom ist man für alle Lebenslagen bewapnet.

Leider hat Sony nicht das Mikrofon extern mit mitgeliefertem Fell-Windschutz des PJ780 übernommen, sondern ist auf die eingebaute Mics an der Oberseite, wie beim PJ650 zurückgekeht.

Ganz schlimm finde ich den Blitzschuh / Zubehörschuh, der immer noch kein normales Zubehör aufzunehmen kann. Hier will Sony seine Geräte aufzwingen (Abzocke Nr.3). Aber selbst das klappt nicht: Das Camcorder-Mikrofon Sony ECM-MS908C (und die meisten anderen) läßt sich nicht einbauen.
Man kann also Mics von Sony, Sennheiser, Audio-Technica, Rode nur mit einem Walimex-Rig verwenden. Die häßliche und wackelige Videoleuchte Sony HVLLEIR1 dagegen, hat den Richtigen speziellen Fuß.
Ich weiß nicht wieviele Jahrzehnte die bei Sony brauchen um endlich genormte Anschlüße zu verwenden. Da platz mir den Kragen und es gibt Sternabzug Nr. 2, umso mehr daß die Plastik-Abdeckung im offenen Zustand total wackelig und den allerbillligsten Eindruck hinterläßt.

Ansonst ist alles wie gehabt und i.o.
Weitere Details kann man im Internet nachzulesen, da verliere ich nicht meine Zeit damit.

BEDIENUNG
Das Gerät kann man durch herausziehen des schwenbaren Suchers einschalten (wie gehabt beim PJ780 / PJ650) was schnell und bequem ist.
Der Sucher ist endlich vernünftig, riesig, hell und präzis, schmiert nicht nach beim schwenken und erteilt eine Menge infos links und unten (auch Balkenanzeige für den 5.1-Ton). Hat also Profi-Qualität.
Wenn man ganz, ganz genau hinschaut kann man bei hellen Objekten im Ansatz die Pixelstruktur erkennen.

Die Dioptrie-Einstellung des Suchers umfaßt eine solche Bandbreite, daß selbst kurzsichtigen mit -4 Dioprien keinerlei Probleme haben. Nur, das Rädchen liegt im Weg und wird öfter verstellt beim Anfassen des Gerätes.

Der geile Sucher erlaubt aber endlich eine echte Beurteilung der Schärfe und ist total gut !
Erinnert mich an dem EVF (Sucher) meiner Fuji X-T1.

Die Bedienelemente sind da wo man sie braucht, die Zoomwippe ist groß dimensioniert und läßt sich endlich ohne Klimmzüge präzis steuern. Man kann also in Verbindung mit dem Zeiss-Vario-Sonar Schärfe-Verlagerungen und Bokeh-Effekte erzeugen und steuern, ein wenig wie bei einem Broadcast-Gerät.

Auf der rechten Seite befindet sich jetz eine Kunstleder-Belederung wie bei DSLR-Kameras.
Ich habe die Cam noch nicht gewogen, aber das Gewicht ist perfekt für eine ruhige Haltung mit Inertie-Effekt und trotzdem voll beweglich.

FAZIT
Das ist im Moment alles was ich im Vorbeiflug berichten kann, Ergänzungen kommen in den nächsten Tagen oder Wochen.
Natürlich stehe ich noch unter dem Eindruck der Euphorie, aber selbst wenn hier und da negatives auftauchen sollte, das dürfte nichts gravierendes sein, weil wir Sony seit Jahren verwenden und mit unsere RX100 II, CX 305, PJ780 und PJ650, eigentlich total zufrieden sind.
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am 13. April 2016
Nach langer Überlegung ob ich auf 4K umsteigen soll habe ich wegen dem Rattenschwanz von Folgekosten und der doch sehr hohen Qualität von Full HD vom Umstieg abgesehen und mich für einen Verbleib bei HD entschieden allerdings für Full HD 1080p 50 Hz. Im Februar habe ich die Sony NX100 erworben und jetzt noch das kleinere Gerät CX900. Die CX900E besticht durch eine klare Anordnung der wichtigsten Bedienelemente, ein tolles Zeiss Objektiv und die Tatsache, dass verschiedene Parameter automatisch oder manuell eingestellt werden können. Die Kamera macht einen soliden Eindruck und liegt gut in der Hand. Ein erstes Video habe ich gedreht und bin begeistert. Bisher hatte ich mit Canon Kameras gefilmt, (Legria HF G10 und der XH A1) beide Camcorder waren sehr gut aber die beiden Sony Camcorder sind hervorragend und damit besser. An der CX900E besticht die Brillanz der Bilder, die sehr gute Funktion der Stabilisierung sowie der Ton. Aufgrund der Vollbilder und relativ hohen Bildfrequenz von 50p sind auch Schwenks wesentlich besser als mit 50i Geräten. Kurz und schmerzlos...Super Gerät mit toller Auflösung die kein Interesse nach 4K bei mir mehr weckt. Mein Schnittprogramm Premiere CS6 verdaut anstandslos den XAVC S Codec. Ich werde mir noch ein paar Zubehörteile kaufen, dann bin ich für die nächsten Jahre sehr gut ausgerüstet.
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am 12. Januar 2016
bin begeistert, viel mehr kann ich dazu nicht sagen (verwenden FCPX und DaVinci für Color - die Nachbearbeitunsmöglichkeiten sind erstaunlich)!
Vielleicht noch, dass sie neben der ungewöhnlich guten Bildqualität, in dieser Kategorie umfangreichen manuelle Optionen bietet. Sie ist hochwertig verarbeitet und steckt auch härteste Umweltbedingungen weg!
Ich habe sie nun fast 2 Jahre im Einsatz und würde sie sofort wieder kaufen!
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am 30. Januar 2015
Die Sony CX900 habe ich im Mai 2014 gekauft und nutze sie ausschliesslich für Naturaufnahmen. Sie gilt als bester HD-Camcorder in der Preisklasse und richtet sich vor allem an ambitionierte Semi-Pros.

4 Sterne - Bildqualität:

Die Bildqualität ist gut bis sehr gut. Man kann fast alles manuell einstellen. Mit XAVC S habe ich bisher noch nicht gearbeitet, da mein Sony Vegas Pro 10 den Codec nicht beherrscht.

Der Weißabgleich ist outdoor überragend. Die Farben auf meinem kalibrierten Monitor sind sehr natürlich. Egal bei welchen Lichtverhältnissen, ich musste noch nie einen manuellen Weißabgleich machen. Indoor (bei Mischlicht) würde ich allerdings immer einen manuellen Weißabgleich vorziehen.

Aufnahmen mache ich mit Shutter von 1/50, Gain auf 0 und automatischer Belichtungsautomatik. Dabei werden die Aufnahmen relativ hell, fast schon etwas überbelichtet. So filme ich mittlerweile mit -0.5 EV und kann ausgefressene Lichter und absaufende Schatten weitgehend vermeiden. Der Einsatz der ND-Filter ist dabei extrem wichtig. Ohne Filter wären fast alle outdoor-Aufnahmen überbelichtet.

Der Autofocus ist sehr gut. Deshalb arbeite ich outdoor sehr selten mit manuellem Focus. Die Bildschärfe kann man nicht weiter einstellen. Meiner Meinung nach ist die Schärfe sehr gut und auch nicht überschärft. In der Nachbearbeitung schärfe ich bei normaler Auflösung nicht nach.

4 Sterne - Audioqualität:

Ich nutze nur Stereoton mit manueller Aussteuerung. Automatische Aussteuerung kann nur Dynamiksprünge verursachen und Surroundsound halte ich im Consumerbereich für überflüssig. Der manuell gepegelte Ton wird gut bis sehr gut. Das Windfilter habe ich abgeschaltet. Dafür habe ich ein kleines Windfell mit doppelseitigem Klebeband auf das Mic geklebt. Eine Frequenzbeschneidung bei Wind mache ich dann in der Nachbearbeitung.

Für Moderationen nutze ich ein Giant Squid Ansteck-Mic, wobei der Camcorder die nötige Spannung bereitstellt. Die Aufnahmen müssen natürlich nachbearbeitet werden, da das Kugel-Mic einen recht dunklen Sound liefert. Da kann aber die CX900 nichts dafür.
Einziger Kritikpunkt ist ein leichtes Surren, was nur bei absoluter Stille auf den Aufnahmen zu hören ist. Vermutlich handelt es sich um den Bildstabilisator. Schon bei leisen Naturgeräuschen wird dieses Surren überdeckt.

3 Sterne - Bildstabilisator:

Der Bildstabilisator ist durchschnittlich. Die Einstellung 'active' frisst dabei naturgemäß auch noch etwas Weitwinkel, welcher mit 29,8 mm schon nicht so überragend ist. Beim Filmen mit dem Einbeinstativ Velbon M50 bekomme ich sehr ruhige Aufnahmen. Allerdings muss ich dabei immer noch den Stabi auf 'active' setzen, weil es ansonsten immer noch etwas wackelt. Die Aufnahmen sind dann aber so ruhig wie von einem Dreibeinstativ.

2 Sterne - Bedienkonzept:

Das Bedienkonzept der Sony CX900 kann mich absolut nicht überzeugen. Positiv sind die einzelnen Schalter für Iris, Gain, Shutter, WB und Focus. Leider verstellt sich bei mir ab und zu die Fixierung der Iris. Da ich automitisch belichte, muss der Wert auf 'A' stehen. Ab und zu fixiert sich die Einstellung auf einen festen Wert, was ich nicht immer sofort merke.

Was bitte soll dieser unsinnige USB-Anschluß an der Handschlaufe?

Auch der lose Objektivdeckel ist ein schlechter Witz und völlig unangemessen für einen Camcorder dieser Klasse.

Das Menü ist eine Katastrophe. Die Laufzeit der Aufnahme wird nur angezeigt, wenn man sich alle Parameter anzeigen lässt. Dann ist aber der Bildschirm dermassen überfrachtet, dass man das Motiv kaum noch sieht.

Warum wird eigentlich immer die aktuelle Zoom-Einstellung am linken Bildrand angezeigt? Damit wird die Kadrierung sehr erschwert. Ich weiß doch selber, in welchem Zoom-Bereich ich mich befinde.

Der Dioptrinausgleich am Sucher ist fast immer verstellt. Zuerst denke ich dann, dass der Focus manuell falsch eingestellt ist.

Die Fotos werden eigentlich ganz gut. Nur warum wird die Belichtungskorrektur für Videos nicht auch im Foto-Modus genutzt. So sind diese immer leicht überbelichtet. Auch kann ich im Foto-Modus nicht eine andere Belichtungszeit wählen, ohne diese auch im Videomodus zu beeinflussen. Ausserdem sind im Fotomodus die manuellen Schalter manchmal blockiert. Wahrscheinlich ein Fehler in der Firmware, die man sehr leicht beheben könnte.

Fazit: die CX900 bietet eine gute bis sehr gute Bild- und Tonqualität. Leider hat Sony der CX900 ein nicht gerade schlüssiges Bedienkonzept mitgegeben. Das ist sehr schade, denn ohne die teilweisen Bugs wäre der Camcorder für mich ein absoluter Überflieger. Auch braucht man nicht auf eine neue Firmware warten, denn man will ja wieder neue Modelle verkaufen. Mit der letzten und aktuellen Firmeware 2.0 wurde lediglich ein Fehler in der Bedienung des Camcorders korrigiert. Insgesamt bewerte ich die CX900 mit 3,5 Sternen wegen der top Bildqualität.
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am 12. Juli 2014
Eigentlich wollte ich eine günstigere Kamera von Sony kaufen, aber habe mich dann
für die CX900 entschieden, weil die bisherigen Rezensionen recht gut ausfielen.
Außerdem wollte ich eine Kamera, die etwas höherwertig ist und nicht nach Spielzeug
aussieht. Ein Jahr zuvor hatte ich mir auch schon die Sony DSC-RX100 Kleinbild-
Kamera gekauft, die ebenfalls einen 1 Zoll großen Exmor Sensor hat und sehr gute
rauscharme Bilder macht. Deswegen viel meine Entscheidung auf die CX900. Die
Bildqualität der CX900 ist überragend gut und klar. Selbst in eher mäßig
beleuchteten Räumen macht die Kamera sehr gute Aufnahmen.

Ein weiterer Grund für meine Entscheidung war auch, daß die CX900 viele
Einstellungsmöglchkeiten bietet. Manche wichtige Einstellungen sind aber leider
zu tief in den Untermenüs versteckt, so daß man sich erstmal per Touchscreen
durchklicken muss. Das nervt etwas. Der Touchscreen ist leider auch nicht
Kapazitiv, so daß man etwas stärker draufdrücken muss, damit eine Berührung
als Eingabe erkannt wird. Aber wenn man sich daran gewöhnt hat, ist es ok.

Ansonsten bin ich mit der Kamera mehr als zufrieden.
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am 16. September 2014
Ich bin soweit sehr begeistert von dem Camcorder, der Autofokus ist nach dem Update sehr gut, die Bildqualität echt super und Lowlight wesentlich besser als bei der canon legria hf g25 welche ich vorher besaß. Das einzige Problem sind bisher die Bildschirme. Aktuell steht mittlerweile schon der 4. Camcorder auf meinem schreibtisch welcher wie alle anderen drei davor Pixelfehler im Display hat. Gut man sagt ja das ein Pixelfehler mal vor kommt oder zwei. Aber nicht gleich grob geschätzt 50-100 auf einmal und das bei mittlerweile dem vierten Camcorder. Nachdem der dritte zurück ging war der Camcorder leider fast einen ganzen Monat nicht verfügbar über Amazon direkt und nun gehts wohl genauso weiter mit den fehlern im Display...
Wäre ich nicht so begeistert von den wunderbaren aufnahmen würde ich mir etwas anderes suchen.
Was mich zudem noch extrem enttäuscht ist das Sony auf ihrer Deutschen Webseite mit 120 Bildern in der Sekunde wirbt. Tatsächlich sind allerdings nur 100 Bilder pro sekunde möglich. Eine möglichkeit von Pal auf NTSC umzustellen um an die 120 bilder zu kommen gibt es nicht... Schwach das hier mit Funktionen geworben wird welche in einem solchen umfang nicht vorhanden sind. Wenn ich damit Slowmotion aufnahmen machen will und auf 25 Bilder pro sekunde strecke dann bekomme ich eine 4-fache verlangsamung. mit 120 Bildern wären es immerhin 4,8-fache verlangsamung.

Alles in allem ein sehr zu empfehlender Camcorder, wenn man nicht einen mit Pixelfehlern erwischt oder sich daran stört das nur 100 statt 120 bildern pro sekunde möglich sind.
11 Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. November 2015
In den Medien ist inzwischen ausführlich über den Sony HDR-CX 900 Camcorder positiv berichtet worden. Ich habe das Vergnügen diesen Camcorder seit einiger Zeit zu testen, und bin auch begeistert (Haptik, Aussehen, Bedienungsfreundlichkeit und Leistungsfähigkeit). Sie ist sicher das Flagschiff von Sony in dieser Preisklasse.
Ich hatte vorher eine Panasonic HC-X929, auch sehr gut und handlich, und kenne die Rezessionen der Canon Legria HF G 30 (noch besser vergleichbar mit der Sony), beide mit der besseren Optik, aber Sony hat besseren Sensor / Elektronik. Zu wünschen wäre bei dem Sony Camcorder die Einspiegelung einer Wasserwaage für Freihandaufnahmen, wie sie es bei ihren Kameras tut, und bereits der Panasonic Camcorder hat.
Ansonsten bin ich mit dem Sony HDR-CX 900 Camcorder sehr zufrieden, insbesondere was die sehr einfache manuellen Einstellmöglichkeiten betrifft. Hinsichtlich der Fokussierungsgeschwindigkeit habe ich mit der SW Version 3 keine Probleme.
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am 1. Februar 2016
Seit gut einem Jahr ist die Kamera nun in Betrieb.Für mich als einfachen Videoamateur ein Traumgerät. Sehr gute Video-Qualität. Würde die Kamera immer wieder kaufen.
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