8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tolles Spiel für großartige Konsole, 19. Juli 2001
Rezension bezieht sich auf: Extermination (Videospiel)
Extermination ist Sony`s Versuch mit dem Survival-Horror Genre. Und die dunklen Korridore, verschiedenen Waffenbausätze und grotesken Monster verfehlen dieses Genre nicht.
Die Story spielt im Jahr 2005 und der Spieler nimmt die Rolle des Marines Dennis Riley an, der mit einem Team nach Fort Stewart in die Antarktis geschickt wird, um einem Notruf nachzugehen. Nach mehr oder weniger erfolgreichem Eindringen in die Station wird klar, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist...
So sehr sich die Story und das Flair nach Resident Evil anhört, so sehr unterscheidet sich das Spiel auch gleichzeitig von Resident Evil. Extermination erlaubt es dem Spieler mit der Umgebung zu agieren und nicht wie bei Resident Evil nur hier und da Leitern hinaufzusteigen oder Kisten zu bewegen. Rätsel hält das Spiel keine bereit, aber Angesichts der Fülle an Gegnern bleibt für viel Kopfarbeit wahrlich keine Zeit.
Extermination ist aber nicht nur was für Fans dieses Genre, es ist auch für Einsteiger und Anfänger geeignet, da es der Schwierigkeitsgrat zu Beginn des Spiels noch recht einfach ist und sich erst im Laufe des Spiels erhöht. Ok, der Endgegner hat ein ziemlich hohes Level, aber wäre er einfach zu besiegen, wäre es doch langweilig.
Schade nur das Extermination so kurz und der Spielverlauf zu linear geraten ist. Aber bei diesem Spiel kann man endlich mal die tolle Grafik und Leistung der PS 2 in vollen Zügen genießen! Alles in allem ist Extermination für mich das beste der ersten PS2 Spiele.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Kampf dem tödlichen Virus, 29. November 2006
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Extermination (Videospiel)
Sony selbst brachte im Jahr 2001 ein Actionspiel namens Extermination für seine Playstation 2 heraus, welches ich zu Beginn maßlos unterschätzt hatte. Davon ausgehend, dass es sich eher um einen Baller-Durchschnittstitel handeln würde, griff ich seinerzeit fast schon wiederwillig zum Joypad, wurde aber schon innerhalb der ersten Stunde eines Besseren belehrt. Am Ehesten dürfte diese DVD dem Horror- bzw. Gruselgenre zuzuordnen sein, Vergleiche bzw. Ähnlichkeiten mit Resident Evil sind zumindest nicht ganz von der Hand zu weisen. Angenehm ist zweifellos die Tatsache, dass es sich bei diesem Monstergemetzel nicht um ein stupides Dauerfeuerspektakel handelt, vergleichsweise oft für ein Actionspiel muss nämlich im Hinblick auf die Art der Bekämpfung des jeweiligen Feindes nachgedacht werden, die ab und an vorkommenden Schalterrätsel oder die Suche nach wichtigen Schlüsseln sind hingegen nebensächlich und somit eher kosmetischer Natur.
Im Blickpunkt des Geschehens steht eine streng geheime Forschungsanlage in einer wahrlich eiskalten Region unseres Planeten. Bei Forschungsversuchen in diesem nahe am Südpol gelegenen Labor namens Fort Stewart ist ordentlich etwas schief gelaufen, die Konsequenzen daraus sind fatal, denn ein höchst aggressiver Bakterienstamm gelangte irgendwie ins Freie, die Folge sind Mutationen übelster Art bzw. eine erschreckend hohe Ansammlung an Monstern. Um das Ausmaß dieser Katastrophe noch halbwegs lindern zu können, erscheint eine vollständige Eliminierung jeglichen biologischen Lebens an jenem Fleckchen Erde als einzig sinnvolle Alternative, doch leider Gottes denkt die Regierung nicht zuletzt aus finanziellen Gründen, schließlich dürfte jenes streng geheime Projekt bereits mehrere hundert Millionen US-Dollar gekostet haben überhaupt nicht daran, jenes Gebiet in Schutt und Asche zu legen, vielmehr soll ein Spezialteam der Sache auf den Grund gehen und die ganze Angelegenheit auf eine wesentlich kostengünstigere Art und Weise zu regeln.
Doch es kommt noch schlimmer. Jenes Rettungsteam bestehend aus kampferprobten Spezialisten muss kurz vor ihrem Ziel in der eisigen Antarktis notlanden, so dass jene Elitekämpfer von nun an völlig auf sich allein gestellt sind und sich per pedes durchschlagen müssen. Schon bald erreichen die tapferen Männer, zu denen selbstverständlich auch wir gehören, die Außenanlagen jener Forschungsstation, das Grauen hat spätestens jetzt begonnen. In der Folgezeit schleichen, klettern, rennen und vor allem schießen wir uns durch große Lagerhallen, dunkle Schächte und enge Gänge der riesigen Forschungsanlage, wobei wir höchstpersönlich (natürlich) die Führung des Trupps in Person von Sergeant Riley übernehmen dürfen. Dieser ist zwar noch vergleichsweise jung, dafür aber umso ehrgeiziger und vor allem besonders talentiert. In diesem Horrorszenario pirschen wir uns in einer 3D-Umgebung, welche in Echtzeit berechnet wird, voran, speziell der Kameraführung verdanken wir den nötigen Überblick, denn in den zahlreichen actionreichen Passagen wechselt die Perspektive quasi andauernd und dann stets den Überblick behalten zu können, ist dann alles Andere als leicht, versteht sich. Netterweise lässt sich die Kamera auf Wunsch schnell wieder hinter den Rücken unseres Protagonisten zentrieren, trotzdem muss ich zugeben, dass es unangenehm oft zu hektisch wird. Bei allem Verständnis für den hohen Actiongehalt fehlt meines Erachtens hier doch zumindest ein bisschen der nötige Feinschliff.
Trotz der erstaunlich vielfältigen Möglichkeiten, die sich Riley beim Rennen, Ducken, Schleichen, Klettern, Springen und Ballern bieten, gestaltet sich die Steuerung erstaunlich simpel, unsere Spielfigur erkennt in der entsprechenden Spielsituation automatisch, was zu tun ist, so dass wir des Öfteren zwar etwas passiv sind und nicht selten von der Aktion unseres Helden überrascht werden, aber dies ist mir zweifellos wesentlich lieber als eine zu komplexe bzw. überladene Steuerung. Leider ist diese im vorliegenden Fall aber deutlich zu träge ausgefallen, eine Tatsache, die sich bedauerlicherweise wie ein roter Faden durch das gesamte Abenteuer zieht. Speziell im Nahkampf reagiert die automatische Zielerfassung einfach zu langsam, müsst Ihr Euch mit mehr als nur einem Monster auseinandersetzen, wird es leider sehr, sehr knifflig, oft seid Ihr in solchen Momenten schon halbtot, bevor Ihr ordentlich Blei in die Körper der mutierten Viecher hineinpumpen könnt. Das Vorankommen, welches nicht zuletzt dadurch wahrlich kein Zuckerschlecken ist, wird uns dann aber immerhin durch nette Utensilien wie mit Spikes versehene Stiefel, extrem wetterfesten Overall oder Sicherheitsgurt zum zwischenzeitlichen Festhaken etwas erleichtert, insofern weist der Spielverlauf doch angenehm unterschiedliche Passagen auf, spielerische Längen sind daher in Extermination zum Glück eher eine Seltenheit. Im Vordergrund steht eindeutig das Schießen, wobei wir zwar nicht auf ein umfangreiches Waffenarsenal zurückgreifen können, dafür aber unter anderem auf ein äußerst effektives Maschinengewehr zählen könne, welches sich auf vielfältige Weise um- bzw. aufrüsten lässt, speziell was das Anvisieren und die Intervalle im Bezug auf die Schussfrequenz angeht. Keine Angst, andere Mordinstrumente kommen natürlich auch zum Einsatz, so zum Beispiel Flammen- und Raketenwerfer, Granaten und die gute alte Schrotflinte, das war es dann aber auch, damit müsst Ihr gegen die unzähligen Monster auskommen, ob Euch das nun so passt oder nicht.
Die Monster an sich sehen in der Tat nicht besonders appetitlich aus, in der Regel machen wir die unliebsame Bekanntschaft mit schleimigen Würmern, ekligen Krabbelviechern, mutierten vogelähnlichen Kreaturen oder auch gemeingefährlichen Hundemutationen, die uns überraschenderweise nicht schwanzwedelnd erwarten. Solltet Ihr einmal nicht von urplötzlichen Attacken überrascht werden, empfiehlt es sich, wenige Sekunden Zeit zu nehmen, um Euer Ziel aus sicherer Entfernung genau anvisieren und dann ausknocken zu können, auch hier gilt natürlich Übung macht den Meister. Wichtig ist generell, trotz der aufkommenden Hektik einen möglichst kühlen Kopf zu bewahren und zudem nicht unnötig Munition zu verschwenden, auch wenn sich regelmäßig neue Munition sowie die heißbegehrten medizinischen Pakete zur Auffrischung der Lebensenergie aufspüren lässt. Interessant ist hier bei Extermination, dass Ihr im Falle eines Körperkontakts nicht nur einen Teil der Lebensenergie verliert, sondern zudem mit einem tödlichen Virus angesteckt werdet, was Ganze doch äußerst ungemütlich macht. Zusätzlich zu den eben schon erwähnten Heilpaketen existieren Impfstoffe, welche Antikörper beinhalten, doch dies hilft leider nicht immer. Kommt es zum vollständigen Ausbruch des Virus sied Ihr naturgemäß sehr geschwächt und dem Tod sehr nahe, in solchen Situationen hilft nur noch das schnelle Lokalisieren einer Maschinerie, vorausgesetzt dass Ihr zuvor eine spezielle Pille brav aufgesammelt habt. Pille und Maschine sorgen (erst) dann für eine komplette Genesung, in den nahe gelegenen Ruheräumen findet Ihr dann praktischerweise zudem Munition und last but not least die Möglichkeit, endlich speichern zu dürfen. In solchen Momenten empfiehlt es sich dann, erst einmal ordentlich durchzuatmen, schätze ich.
Was die Präsentation angeht, so ist diese zwar keinesfalls als biederer Durchschnitt zu bezeichnen, eine ganz besondere Stärke dieses Actionspiels ist sie aber wiederum auch nicht. Dies liegt vor allem daran, dass die Hintergründe zu trist bzw. die meiste Zeit über wenig detailliert daherkommen und speziell die Animationen überwiegend sehr steif und hölzern erscheinen. Aber nicht, dass wir uns jetzt falsch verstehen: das gekonnte Zusammenspiel der Licht- und Schatteneffekte, die gut in Szene gesetzten Feuereffekte und nicht zuletzt die Kreativität, was die Monstervielfalt angeht speziell die mächtigen Endgegner sorgen dafür, dass wir immerhin von einer überdurchschnittlich guten Polygonoptik sprechen können. Besonders die Tatsache, dass es so gut wie nie zu einem merklichen Ruckeln, Flackern oder Flimmern kommt, spricht für eine saubere Umsetzung. Die Soundkulisse fällt im Vergleich zumindest etwas ab, was in erster Linie an der nur durchschnittlichen englischen Sprachausgabe (mit deutschen Untertiteln, versteht sich) liegt und vor allem am zu braven Soundtrack. Letzterer sorgt zwar für eine in Ansätzen gruselige Atmosphäre, für ein permanentes Gänsehaut-Gefühl wie beispielsweise in Resident Evil kann er allerdings nicht garantieren. Dass sich der akustische Bereich im Hinblick auf die Qualität insgesamt im grundsoliden Bereich befindet, liegt an den guten Soundeffekten, welche eben genannte (zumindest leichten) Defizite wieder rausreißen und in der Regel dafür sorgen, dass Euer Adrenalinspiegel nur sehr selten weit nach unten sinken dürfte. Alles in allem siedelt sich die gesamte Präsentation im oberen Mittelfeld an, schätze ich.
Schwachpunkte gibt es hier bei Extermination leider auch, diese will ich Euch natürlich nicht verschweigen, und damit beziehe ich mich jetzt nicht nur auf die vorhin schon erwähnten Tücken mit der zu trägen Steuerung, sondern auch auf nicht...
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