Zuerst einmal möchte ich klarstellen, dass ich nicht so sehr in Audioprodukte vernarrt bin, dass ich klangtechnisch wahnsinnige Anforderungen an Kopfhörer stelle. Da ich sie oft unterwegs und auf dem Fahrrad benutze sollen sie einen sauberen Klang haben, keine Nebengeräusche erzeugen, bequem zu tragen sein und keine komplizierte Handhabung haben.
Vor diesen Kopfhörern hörte ich die Musik von meinem K850i über einen Adapter von Hama und die Sennheiser OMX 70. Da der Adapter aber zunehmend einen Wackelkontakt bekam und die schließlich auch die Kopfhörer kaputt waren, mussten neue her.
Klang
Was den Klang betrifft, genügen mir dir Kopfhörer voll und ganz. Am Anfang war ich etwas überrascht von den gewaltigen Bässen, aber nach einiger Feineinstellung am Equalizer (was wohl jedes Sony-Ericsson hat) passte der Sound für mich.
Im Vergleich zu den OMX 70 dichten die HPM 66 das Ohr besser von der Außenwelt ab, und können somit einen lauteren und tieferen Klang erzeugen. Wenn man allerdings zum Beispiel auf dem Rad noch etwas von der Umwelt mitbekommen möchte, ist das durch Lautstärkenregelung auch möglich.
Bisher haben die Kopfhörer keine Nebengeräusche erzeugt. Also kein Knarren oder ähnliches. Auch bei lautem Hören haben sie bei mir nicht übersteuert.
Komfort
Beim ersten Anlegen der Kopfhörer war ich etwas überfordert, weil der Ohrbügel im Vergleich zu den OMX 70 sehr steif ist und das Anlegen so etwas schwierig ist. Nach ein paar Versuchen hatte ich den Dreh aber raus. Man sollte einfach den Ohrbügel mit der Spitze zuerst hinter dem Ohr entlang führen, dann findet der Lautsprecher alleine den Weg ins Ohr. Ich rede hierbei von einer subjektiven Erfahrung. Ich habe oft gelesen, dass der Tragekomfort von 'Ohr zu Ohr' verschieden ist. Bei mir passt er.
Während des Tragens war er für mich nie unbequem und hat sich auch sonst nicht negativ bemerkbar gemacht. Anders verhält es sich allerdings mit der Freisprechanlage.
Handhabung und sonstiges
Diese Freisprechanlage befindet sich nämlich ständig im vorderen Halsbereich. Wenn man nun zum Beispiel damit joggt, schlägt dieses klobige Teil immer wieder gegen den Körper. Man kann es sich auch ins Hemd stecken, aber so angenehm ist das auch nicht. Trägt man etwas wie einen Windstopper, der eng am Hals anliegt, so drückt die Freisprechanlage gegen den Hals. Vielleicht habe ich einen zu breiten hals, aber ich habe es als störend empfunden.
Da ich Musik aber meistens auf dem Rad oder zu Fuß höre, ist es für mich wiederum in Ordnung.
Um auch etwas zur Funktion der Freisprechanlage zu sagen: sie funktioniert gut. Man kann über den Knopf am Kabel bequem Gespräche entgegennehmen und bis jetzt hat mich jeder verstanden.
Eine Sache, die mich im Vergleich zu den OMX 70 etwas stört, ist die Kabelführung. Wer einmal die Produktbilder vergleicht, stellt fest, dass bei den OMX die Kabel aus den Ohrbügeln kommen. Das ist meiner Meinung nach sehr viel cleverer gelöst. Sowohl was die Zugentlastung des Kabels angeht, als auch wegen des ständigen Kabelgewirrs.
Um diesem Gewirr Einhalt zu gebieten, hat Sony Ericsson ein hübsches kleine Case mit in die Verpackung gelegt. Dort kann man seine Kopfhörer verstauen, wenn man unterwegs mal keine Musik hören möchte. Das schützt vielleicht die Kopfhörer, ist aber wahnsinnig umständlich, weil die da nur in einer bestimmten Lage reinpassen. Wer also in seiner Tasche oder Jacke eine ähnlich kleine Aufbewahrungsmöglichkeit hat, sollte diese benutzen.
Insgesamt erfüllen die Kopfhörer für mich ihren Zweck gut. Die einzig relevanten Nachteile sind in meinen Augen die Kabelführung und die klobige Freisprechanlage.
Was ich persönlich sowieso blöd finde, ist der Anschluss ans Handy über den speziellen Stecker. Damit verdient sich Sony ein bisschen extra und nervt gleichzeitig Millionen Kunden. Was wäre so schlimm daran einen Klinkenanschluss im Handy einzubauen?
Wir werden es wohl nie erfahren.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.
Da das aber nicht möglich ist: 4 von 5, damit es nicht so perfekt aussieht.
Hoffentlich konnte ich weiterhelfen.