Aus der Amazon.de-Redaktion
Rollenspiel-Action-Adventure trifft Städteaufbau-Simulation --
Dark Cloud vereint tatsächlich die besten Eigenschaften aller drei Genres. Denn zum ersten Mal in der Videospielgeschichte kann der Held die Welt selbst erschaffen, die er durchstreift. Eine wirklich tolle Idee, die wunderbar stimmig umgesetzt wurde. Die Story: Ein böser Dschinn hat die Welt zerstört -- doch kurz vor der völligen Vernichtung gelang es dem Feenkönig, die Einzelteile in Kugeln, "Atla" genannt, zu bannen. Held Toans Bestimmung ist es nun, alle Atla zu finden und die Welt wiederherzustellen.
So findet man sich zu Anfang eines jeden Gebietes in einer leeren Landschaft wieder und trifft maximal eine einzige Person, die einem Hinweise gibt. Dann macht sich Toan (später dann begleitet von mehreren Gefährten, die zur Erfüllung der Aufgaben unerlässlich sind) auf den Weg in den Dungeon des Gebietes, um Horden von Gegnern zu schlagen, mehr oder weniger knifflige Rätsel zu lösen und vor allem Atla zu sammeln. Die Inhalte der Atla (Leute, Häuser, Laternen, Brunnen, Straßen etc.) muss der Spieler im Aufbau-Teil des Spiels so kombinieren, dass die Bewohner der Häuser vollkommen zufrieden mit Ausstattung und Lage ihres Hauses sind; nur dann bekommt Toan eine Extra-Belohnung vom Hausbewohner. Sieht dann das gesamte Dorf so aus, wie es sein soll, bekommt Toan nochmal eine Überraschung.
Dark Cloud ist ein wahres Freudenfest für alle Rollenspiel- und Action-Adventure-Liebhaber: Ist man erst einmal in Toans Welt abgetaucht, mag man sie gar nicht mehr verlassen. Die Grafik ist wunderschön atmosphärisch und passend zum jeweiligen Gebiet geraten (der Dungeon einer Stadt am Meer ist zum Beispiel das Wrack eines U-Bootes), der Sound ist stimmig und untermalt die jeweiligen Situationen sehr schön, das Gameplay ist flüssig und extrem motivierend. Oft betritt man doch einen Dungeonlevel mehr, als man eigentlich wollte, nur in der Hoffnung, endlich das richtige Atla zu finden, um ein bestimmtes Haus fertig zu stellen.
Auch die Kämpfe machen dank vieler (aufrüstbarer und sogar kombinierbarer) Waffen sowie dank der Gefährten mit ihren verschiedenen Eigenschaften und Kampftechniken so richtig Spaß. Auch neu ist, dass die Helden im Verlauf des Abenteuers durstig werden -- einige Flaschen Wasser sollte Toan also immer mit sich führen, genauso wie Reparaturpulver zur Wiederherstellung von abgenutzten und vom Zerfall bedrohten Waffen -- denn damit gehen auch die mühsam erworbenen Aufrüstungen verloren. Besonders gelungen ist zum Glück auch die deutsche Lokalisation, die Texte werden sehr humorvoll und stimmig herübergebracht. Sehr nett: Die Endgegner sind immer peinlich berührt, wenn sie erfahren, dass sie den Helden unter dem Einfluss einer dunklen Macht angegriffen haben. Mit Worten lässt sich leider nicht wirklich beschreiben, wie genial Dark Cloud ist -- also heißt die Devise: rein mit der CD in Ihre PlayStation.2 und ab in eine fremde Welt! --Ines Heidrich
GamesMarkt
Als heldenhafter Hauptdarsteller tritt der jugendliche Toan auf, um die Einwohner seiner Welt zu retten und einen dickbäuchigen Riesendschinn als Widersacher zu besiegen. In düsteren Kavernen sammelt er Erfahrungen im Kampf mit grässlichem Getier, später erforscht er Wälder, Tempelanlagen oder Schwiffswracks. Der Clou an den verwinkelten Schauplätzen ist, dass die Dungeons bei jedem Besuch nach dem Zufallsprinzip neu generiert werden. Neben einfachem Schwertgeplänkel gibt es an speziellen Orten Duelle im Stil von "Shenmue": Einfach zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Knöpfe drücken, und der Gegner geht zu Boden.