Ich habe mir den RDR-HX750 DVD- und Festplatten-Rekorder nach umfangreichen Recherchen im Internet zugelegt. Hierbei waren für mich a) die exzellenten Testergebnisse in diversen Fachzeitschriften und b) das sehr gute Preisleistungsverhältnis ausschlaggebend.
Da ich mit dem Rekorder alte VHS-C Camcorder-Bänder auf DVD brennen wollte, musste ein Anzahl von Schnittstellen in digitale und analoge Welten vorhanden sein. Der Sony bietet hier alles, was man sich nur wünschen kann, unter anderem auch Schnittstellen wie USB und Firewire. Das heißt, auch Bänder von DV-Camcordern lassen sich direkt auf den HX750B kopieren.
Neben unüberschaubar vielen technischen Leckerbissen bietet der Sony durch ein so genanntes "Upscaling" ein exzellentes DVD-Bild in Verbindung mit einer HDMI-Schnittstelle. In der Praxis sieht das so aus, dass sie die wahre Qualität vieler Kauf-DVDs beim nächsten Ansehen neu entdecken werden. Ich hätte nicht gedacht, dass die Technik so viel bringt.
Besonders interessant finde ich Guide+, eine eingebaute Programmzeitschrift mit einem Zeitraum von einer Woche, die sich das Gerät mehrmals täglich zu bestimmten Zeiten über einen TV-Kanal herunter lädt. Man kann diese elektronische Programmzeitschrift sehr einfach für die Programmierung des Recorders nutzen, mit einem Knopfdruck. Interessant finde ich aber auch, dass man die Programmzeitschrift nach speziellen Genres (z.B. Drama, Abenteuer, etc.) durchsuchen und Profile hierfür speichern kann.
Der Sony RDR-HX750 bietet darüber hinaus eine Vielzahl von Aufnahme-Programmierungen, die Ihresgleichen suchen: Neben dem besagten Guide+ können beispielsweise Serienfreunde regelmäßige Aufnahmen, zum Beispiel Montags-Freitags von x Uhr bis y Uhr programmieren. Eine VPS-Option garantiert bei ausgewählten Sendern, dass die Sendungen selbst dann aufgenommen werden, wenn es zu unerwarteten Verschiebungen im Programm kommt.
Ich war von Anfang an sehr beeindruckt vom Sony RDR-HX750. Die Herstellung von DVDs aus meinen Camcorder-Bändern war ein Kinderspiel. Wobei ich die Festplatte als Zwischspeicher-Medium gewählt habe, um dann abschließend mit Highspeed (7 Minuten Brenndauer für 45 Minuten Band) auf DVD zu brennen. Hierbei haben sich Single Layer DVD-R Rohlinge von Verbatim als sehr gut verwendbar erwiesen. In Sachen "Aufnahmequalität" bietet der Sony zahlreiche Stufen, gute Qualität braucht jeweils mehr Speicher. Für das Aufnehmen von Camcordern-Filmen auf die integrierte Festplatte und das anschließende Brennen empfehle ich die beste (HQ-) Qualitätseinstellung, um Qualitätsverluste zu minimieren.
Ich kann keine Kritikpunkte am Sony RDR-HX750 finden. Hin und wieder liest man, dass die eingebaute Festplatte bzw. der Lüfter laut sei. Deswegen hätte ich das Gerät fast nicht gekauft. In der Praxis frage ich mich nun jedoch, wo dieser Rekorder nun (zu) laut sein soll - vielleicht eine Serienstreuung. Wobei man den eingebauten Lüfter im Schlafzimmer schon hören wird, wenn das Gerät nachts anspringt, um die interne Programmzeitschrift zu aktualisieren. Beim Anschauen von Filmen ist der Rekorder für mich jedoch völlig unhörbar.
Der Sony RDR-HX750 ist eine wirklich runde Sache, auch für die Poweruser unter uns, insbesondere wenn man auf den relativ günstigen Preis schaut. Allerdings sollte man sich bei der Anschaffung darüber im Klaren sein, dass ein Festplatten-Rekorder mehr mit einem Computer gemeinsam hat, als mit einem Videorekorder. Er bietet unglaublich viele Features. Wenn man die jedoch alle oder annähernd nutzen will, kommt man um eine intensive Einarbeitung nicht herum. Ich empfehle hier insbesondere Internet-Foren.
Ich habe mich mit diversen Fragen auch an den Sony-Support gewandt. Der rief mich ein paar Tage später auf meinem Handy an und beantwortete 45 (!!!) Minuten lang all meine Fragen. Soviel zum Thema "Sony-Support".
Meine Meinung: Ähnlich hochwertig ausgestattete Rekorder kosten derzeit deutlich mehr, teilweise das Doppelte. Ich wollte keine 50 Euro sparen, um ein schlechteres Gerät von einer No-Name-Marke mit einem No-Name-Design zu erhalten. It's a Sony --> Die 5 Sterne hat er sich redlich verdient.