209 von 222 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Talfahrt in menschliche Abgründe, 1. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Heavy Rain (ungeschnitten) (Videospiel)
Eines gleich vorweg:
Wer mit Fahrenheit - dem inoffiziellen Vorgänger - nichts anfangen konnte, kann diese Zeilen gleich überspringen. Wer Shenmue 1 oder 2 nicht sonderlich mochte, auch. Für Freunde von Fahrenheit ist dieser Titel, der den Vorgänger in vielen Punkten noch übertrifft, ein Pflichtkauf.
Ein rätselhafter Killer, der Origami-Killer, lehrt die Stadt das Fürchten. Die Polizei tappt im Dunkel. Es fehlen konkrete Hinweise und wieder ist ein weiteres Opfer verschwunden. Spannungsgeladen, nervenzerfetzend und zeitgetrieben begeben sich vier Personen, die zueinander in keinem Verhältnis stehen, auf die Suche nach dem Opfer. Hierbei werden sie mit ihren eigenen inneren konkurrierenden psychischen Instanzen konfrontiert durch die Frage: Wieviel würden sie geben, um jemanden, den sie lieben, zu retten?
Sie spielen alle vier Hauptrollen in diesem Psychothriller, der so viele verschiedene Facetten in sich trägt und einen Gefühlsbogen spannt, der seines gleichen sucht. Anleihen zu beispielsweise Schweigen der Lämmer, CSI, Sieben und natürlich Saw sind unverkennbar. Und wie bereits 2005 bei Fahrenheit die Konfrontation mit den psychischen Instanzen des abwägenden Ich`s (Persönlichkeit), Über-Ich (Gewissen) und dem Es (Summe aller Triebe) und dessen verzweifelter Kampf im Zuge der Angstbewältigung im Vordergrund stehen, durchleben alle vier Personen ihren individuellen Psychotrip. Auch bei Heavy Rain wird die einzigartige Atmosphäre durch meisterhafte, filmreife Kamerawinkel und Parallelbilder in Szene gesetzt. Allerdings fehlen jetzt eine Lebensenergieanzeige. Entweder wird diese direkt an der Person durch Mimik und Gestik ablesbar oder der Bildschirmrand verfärbt sich rot, wenn man beispielsweise durch einen scherbengepflasterten Schacht kriecht.
Pluspunkte:
- 10-15 Stunden Psycho-Horror-Thriller-Krimi vom Feinsten für das erste Durchspielen
- höchster Wiederspielwert
- toller Spannungsaufbau, es beginnt idyllisch und durch alltägliche fürsorgliche Aufgaben wird eine enge Bindung zu den Personen aufgebaut (mit den Kindern spielen, Einkauftüten tragen, etc.)
- Aktion-Reaktions-Prinzip: laut Entwickler hat jede Aktion (auch die nicht ausgeführte)seine unmittelbaren Konsequenzen
- die Entscheidungen beeinlussen die Entwicklung des Ausganges - in welchem Maß, kann ich erst nach dem zweiten durchspielen genau sagen, aber genau das erhöht den Wiederspielwert enorm, da man wissen will, was wäre passiert, wenn ich diese Person gerettet hätte oder jener anders begegnet wäre
- insgesammt ist die Grafik sehr gut gelungen. Optische Highlights wie ein Friedhof, ein Einkaufsladen und eine mystisch eingerichtete Wohnung laden zum Staunen ein, hingegen vielerorts die Texturen mehr Abwechslung vertragen hätten können...aber beispielsweise sieht ein Polizeirevier halt steril aus
- die Gesichtstexturen sind sehr glaubhaft und meist wirkt die Ausstrahlung der Personen den Umständen entsprechend gelungen (nachdenkliche Stirnfalten, zornige Lippen, gutmütige, treue, traurige Augen in fein modellierten Gesichtern)
- völlig unverkrampft gehen die französischen Entwickler mit Themen wie beispielsweise Erotik (gerade in Videospielen immer noch ein Dorn im Auge der Gesetzeshüter), Tod, Depressionen und Zwangsneurosen um
- diesbezüglich trägt die meist sehr gut gelungene Sprachausgabe der vielen Personen im Zuge der oscarreifen Inzenierung sehr bei
- die musikalische Untermalung ist situativ sehr gelungen (ruhige, melancholische Klaviermusik unterstreicht Frustmomente ebenso wie aufpeitschende Orchester-Schnellrythmen in Stresssituationen)
- die Steuerung ist (um es postiv zu formulieren) äußerst mutig und wiederum auch situativ gelungen, denn anstrendende Handlungen sind tatsächlich mit anstrengender Fingerakrobatik (z.T. 3-4 Tasten auf einmal gedrückt halten) verbunden...ein im Arm eingeschlafenes Baby bleibt auch nur schlafend, wenn ihr es ganz behutsam mit dem Stick in den Kinderwagen legt, ansonsten wacht es wieder auf, schreit und ihr müsst die Prozedur des Wiegens wiederholen, ehe ihr erneut versucht, es ganz sachte einzubetten
- in diesem Spiel stehen eindeutig unverzerrte und ungeschönte Alltäglichkeiten im Vordergrund, die einzelnd gesehen zwar langweilig wirken, aber in der Summe der Glaubwürdigkeit des Gesamtwerks einen unblaublichen Gefühlsbonus ausstrahlen...kein scheinheiliges, gelecktes amerikanisches Hochglanzkino, stattdessen eine bedrückte, melancholische, schizophrene, aber meist WAHRE, ECHTE und glaubhafte Gefühlswelt, die die vielen Seelenkerne der Protagonisten unvergleichbar in Szene setzt
- geschickte und kluge Verquickung der Storyelemente der vier Einzelschicksaale
- Steuerung ist ausgereifter als bei Fahrenheit, bleibt für mich allerdings der größte Schwachpunkt des Spiels
- die sonst übliche Spielelogik wird ausgehebelt: Ist eine Person tot, so ist sie es und ihr könnt nicht noch einmal mit ihr am letzten Speicherpunkt beginnen, was wie obig beschrieben den Wiederspielwert enorm steigert
- Zusatzinhalte, welche die Vorgeschichte der Figuren beleuchten, soll es geben
- glaubwürdige Wendungen und ein überraschendes Ende
- Regen nicht nur gelungenes Stilmittel
Minuspunkte:
- ja die Steurung: Ihr steuert die Figur nicht direkt über den Analogstick, stattdessen schaut ihr in eine Richtung und drückt dann die Schultertaste, damit die Figur geht oder situativ auch in diese Richtung läuft..wäre alles nicht schlimm, aber manchmal ist die Steuerung so zickig, dass eure Figur aufgrund der Architektur des Raumes und der Kameraeinstellung nicht mal in die blickende Richtung läuft und stattdessen, da ihr intuitiv mit dem Analogstick gegenansteuert wie ein Besoffener hin und her pendelt...und da mir das selbt nach einmaligen Durchspielen also ca 12 Stunden Spielzeit selten, aber immer noch passiert, kann ich diese Steuerung nicht gut heißen
- zuzüglich ist manchmal nicht klar, wenn ein Bildwechsel erfolgt ist, ob ihr nun die eingeschlagene Richtung beibehalten oder die entgegengesetzte ansteuern sollt (gerade der Schacht war sehr nervig, da ihr da z.T.drei Richtungen habt und euch fragt, welcher Richtung hat sich die Figur jetzt eigentlich zubewegt..da hilft die Logik ein Streichholz anzuzünden, um den Windstoß (Ausgang) auszumachen nicht wirklich weiter, da ich Windwechsel erlebte, die scheinbar einer höheren Logik bedürfen oder durch den Bildschirmwechsel für Verwirrung sorgten
- zu viele Quick-Time-Drück-Sequenzen; und noch schlimmer: teilweise ewig lang, um wirklich eine Erfolgstrophäe freizuspielen
- warum kann man nicht shenmue-like wenigstens die Kampfszenen direkter Steuern ?
- warum sind die auf einer Kreisbahn laufenden auswählbaren Antworten erstens so klein und zweiten teilweise im Hintergrund verschwindend? Das wird desshalb zum Problem, da ihr nur eine bestimmte Antwortzeit habt; ansonsten entscheidet die Figur bzw.das Programm
- teilweise Logikfehler: ein hinkender Schwerverletzter entkommt niemals einem rennenden Cop, nur weil dieser durch einige Passanten blockiert wird. Ebenso entkommt ein angeschlagender Schwerverletzter einer Horde von Polizisten nicht, nur weil er sich von einem Haus rückwärtig fallend hinabstürzt, um nach diesem Sturz danach voller Tatendrang einen Taxifahrer aus dem Taxi zu werfen und zu fliehen...im zweiten Falle sind möglicherweise die Wege der Todesangst und des Selbsterhaltungstriebes unergründbar
- ich persönlich hätte mit bestimmten Personen lieber länger gespielt, ehe der Figurenwechsel den Handlungswechsel einleitet...die Stimme des FBI-Profilers gefällt mir bis jetzt nicht (das gleicht auch nicht die genial in Szene gesetzte Technikausrüstung aus), so dass ich lieber länger mit der Fotografin oder dem freundlichen Detektiv gespielt hätte
- manche klanglichen Emotionen wie z.B.weinen oder das aggressive Temperament des FBI-Profilers wirken äußerst gekünzelt
- der sogenannte "Uncanny Valley"-Effekt lässt manche Gesichter z.T. steril und leblos wirken, teilweise blicken die Augen durch einen durch
- für Hardcore-Zocker ist das Spiel definitiv zu einfach
Schlussbilanz:
Aufgrund der Steuerung hätte ich dem Spiel normalerweise 4 Sterne ausgesprochen. Rein logisch betrachtet ist mein Urteil (5 Sterne) ebenso wenig normal wie das Spiel selbst. Warum ich dem Spiel trotzdem uneingeschränkt in seiner Gesamtheit 5 Sterne ausspreche, bleibt für mich selbst ein ähnliches Rätsel wie die Analyse darüber, womit die Macher es geschafft haben, ein derartig tiefgreifendes, athmosphäres und einzigartiges Kunstwerk zu erschaffen. Vermutlich in einer beinahe perfekten Verquickung von Logik und Trieb, von Gewissen und Logik, von Gewissen und Reibung am Aggressionstrieb - genährt durch tiefe Frustration, die in keinem Spiel bisher besser dargestellt wurden. Aber nach wie vor seien alle gewarnt, die durch das Quick-Time-Gehämmere, was vielerorts schon eine Plage ist, genervt sind. Alle, die die Machart von Shenmue oder Fahrenheit zu schätzen wissen, erleben hier beste Unterhaltung - wer diese beiden Titel nicht kennt und offen für ein ganz neues Spielerlebnis ist, sollte auch unbedingt zugreifen.
Grafik: 8,4 von 10
Musik: 9,1 von 10
Spielspaß: 8,8 von 10
Einmaligkeitfaktor: 10 von 10
(für Fahrenheit und Shenmue nicht Kundige)
Wiederspielwert: 10 von 10
So, auf geht`s in die nächste Runde!
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein unvergessliches Abenteuer auf der PS3, 8. Juli 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Heavy Rain (ungeschnitten) (Videospiel)
Videospiele werden immer teurer und komplexer. Dies kommt den Zockern zugute, denn mit höheren Geldern steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Endprodukt ausgereift und technisch absolut beeindruckend ist. Weiterhin versucht man mit einem Spiel eine große Zielgruppe zu erreichen, damit das Produkt verkaufstechnisch ein voller Erfolg ist. Was ist jedoch, wenn die Entwickler sich bewusst von einem Trend entfernen und ein völlig neuartiges Spielgefühl erzeugen wollen? Das Risiko ist hoch, dass das Spiel ein Verkaufsflop wird und das Entwicklerstudio vielleicht Pleite geht. Quantic Dream hat sich nach Fahrenheit (PS2) erneut für dieses Risiko entschieden und mit Heavy Rain ein Spiel entwickelt, welches mit viel Mut zu Innovationen den Spieler überraschen möchte auch auf die Gefahr hin, ihn zu verwirren. Was Heavy Rain so einzigartig macht, zeigt die folgende Rezension.
In einer Stadt an der Ostküste der USA verschwinden seit Jahren im Herbst Kinder. Diese werden 3 bis 5 Tage später ertrunken in Regenwasser aufgefunden mit stets demgleichen Ritual. Eine Orchidee auf der Brust und eine Origami-Figur in der Hand. Die Polizei tappt im Dunkeln, es gibt keine Beweise auf die Identität oder das Motiv des sogenannten Origami-Killers. Der Spieler übernimmt abwechselnd die Rollen von vier Hauptfiguren. Ethan Mars ist beruflich erfolgreich, führt ein schönes Leben mit Frau und Kindern in einem noblen Architektenhaus. Sein Leben verläuft hervorragend, bis es zu einem tragischen Familienunglück kommt. Zwei Jahre später kommt es zu einem erneuten Familiendrama, wo sein Sohn wahrscheinlich vom Origami-Killer entführt wurde. In der Rolle von Ethan Mars liegt es nun am Spieler seinen Sohn zu retten. Weiterhin gibt einen Privatdetektiv, der auf eigene Faust Erkundungen anstellt und versucht den Origami-Killer zu schnappen. Die dritte spielbare Person ist ein drogenabhängiger FBI-Agent. Er unterstützt die Ermittlungen der örtlichen Polizei und hat Zugriff auf verschiedene Hightech-Untersuchungsgeräte. Die vierte Person ist eine junge Reporterin, deren Motiv bis fast zum Schluss des Spiels geheim ist.
Beeindruckend in Heavy Rain ist die Entscheidungsfreiheit, mit der es der Spieler zu tun bekommt. Jede Aktion hat Einfluss auf den weiteren Fortlauf der Geschichte. Mal ändert sich nur ein Dialog oder mal ist ein Kapitel früher oder später zuende. Im schlimmsten Fall sterben sogar eine oder mehrere Personen im gesamten Spieldurchgang. Und selbst dann läuft das Spiel weiter und endet nicht mit einem "Game over" - Bildschirm! Zwar ist es teilweise doch vorgeschrieben, wann welche Personen sterben können, obwohl diese Person sich gerade in einer sehr gefährlichen Situation befindet, diese sich jedoch dann auomatisch befreit. Allerdings merkt man dies im 1. Durchgang nicht und ist somit doch angetrieben zu wissen, wann eine Person sterben kann. Jede Person kann mal mehr, mal weniger Risiko bei der Suche nach dem verschwundenen Kind eingehen. Daraus ergibt sich eine enormer Wiederspielwert, denn das Spiel enthält 18 verschiedene Enden und kann in fast allen Kapiteln verändert werden. Grundsätzlich bewegt man seine Figur mit dem linken Analogstick, mit R2 geht man langsam oder schnell. Der rechte Analogstick ist wohl die wichtigste Eingabemethode. Mit ihm führt man die Bewegungen auf dem Bildschirm nach, so wie sie eingeblendet werden. Diese Aktionen sind Abhängig von der jeweiligen Situation. Ansonsten kann man noch zwischen zwei Kameraperspektiven wählen. In Kampfpassagen, welche aus Quick-Time-Events bestehen, kommt es auch vor, dass die Sixaxis-Funktion eingesetzt werden muss. Anders als in Quick-Time-Events von anderen Spielen, gibt es kein Sieg oder Niederlage, sondern das Spielgeschehen läuft immer weiter und nimmt deshalb einen anderen Lauf. Es ist auch nicht immer verheerend, wenn man mal eine Eingabe verpasst. Im Gegensatz zu Fahrenheit muss man das QTE nicht erneut herangehen, was den Frustrationspegel sehr weit unten hält. Durch Drücken der L2-Taste ist es zudem jederzeit möglich die Gedanken der Person zu erfahren, was nützlich ist, denn dadurch weiß man immer, was als nächstes zu tun ist. Auch hilft diese Funktion ungemein, um sich mit dem Charakter zu identifizieren, denn so erfährt man mehr über die Gefühlslage des jeweiligen Charakters.
Die Grafik leidet gelegentlich unter Tearing, überzeugt allerdings mit detaillierten Umgebungen und größtenteils scharfen Texturen, sowie den wohl beeindruckendsten menschlichen Personen, die ein Videospiel bisher geboten hat. Jede Figur wurde durch Schauspieler und Motion Capturing Aufnahmen nachgebildet. Das Ergebnis sind äußerst reale Animationen, Mimiken und Gestiken, die auf der PS3 bislang in keinem Spiel so real dargestellt wurden. Besonders die vier Hauptfiguren überzeugen durch eine grandiose Mimik, so dass diese Personen absolut menschlich wirken. Aber auch Nebenfiguren bestechen durch eine hervorragende Mimik und Gestik. Außerdem bekommt der titelgebende Regen auch grafisch eine große Rolle. Regentropfen auf Autos und Gesichtern sehen phänomenal realistisch aus. Der Soundtrack wurde in den Abbey Road Studios in London aufgenommen und ist immer passend zum Spielgeschehen, unterstützt die Gefahr oder Ruhe einer Situation und ist einfach grandios, denn er steigert die Dramatik beträchtlich. Dies wird durch eine sehr gute deutsche Synchronisation, welche fast immer lippensynchron ist, noch unterstützt. Das Spiel läuft zudem in DTS 5.1. Leider gibt es gelegentich kurze Tonfehler am Anfang eines Kapitels. Aus diesem Grund wurden zwei Patches veröffentlicht, die dies verhindern sollen. Leider ist dies nicht immer der Fall, aber sie treten auch nicht regelmäßig auf, weshalb dies der Atmosphäre nicht schadet. Löblich ist außerdem die Kapitelauswahl. Dadurch kann man nach dem 1. Spieldurchgang in ein Kapitel "reinspringen", um dort zu probieren, "Was wäre, wenn?". Dabei kann man aussuchen, ob man den Spielstand sichern will, um beim nächsten Mal an dieser Stelle automatisch weiterzumachen oder ohne zu speichern die Szene spielen möchte.
Heavy Rain baut durch diese Faktoren eine ungemein dichte Atmosphäre auf, wie es sie in keinem Spiel bislang gab. Die Personen wirken nicht unreal, sondern sind menschlich, weshalb man sich sehr gut mit ihnen identifizieren kann. Dies führt sogar so weit, dass der Spieler automatisch mitdenkt, sich freut oder mitleidet, wenn die Person in Gefahr ist. Gerade in der Rolle des Familienvaters, der alles gibt um seinen Sohn zu retten, wird Heavy Rain sehr ernst und spielt mit den Emotionen des Spielers. Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle, denn die Personen sind wie weiter oben erwähnt, sehr real und wirken zutiefst menschlich. Es kommt sogar vor, dass der Spieler zeitweise gestresst sein kann vom Geschehen, denn das Spiel fordert in kniffligen Situationen den Spieler und meistens bleibt nie lange Zeit zum Nachdenken, denn es kann um Leben und Tod gehen. Neben den unterschiedlichen Enden und Handlungsmethoden motivieren Trophäen und das Freischalten von Konzeptbildern und Making-of-Videos.
Fazit: Quantic Dream ist es tatsächlich gelungen mit Heavy Rain ein filmreifes, interaktives Drama auf die Beine zu stellen, welches den Spieler nicht nur blendend unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt und dem Spieler die Frage stellt, wie weit man gehen würde, um jemanden zu retten, den man liebt. Diese Antwort auf diese Frage kann man nur selbst wissen. Und das ist etwas, was Heavy Rain zum wohl einzigartigsten Spiel 2010 macht und für den Mut zu so einem Spiel bekommt Quantic Dream meinen allerhöchsten Respekt. Eine fantastische Spielerfahrung, die es so nur sehr selten gibt.
Sonstige Anmerkungen: Festplatten-Installationsgröße: 4 GB, HD-Auflösung 720p
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